Der Banker lebt fürs Geld allein

Karriere?

Karriere?

Habe heute in der Sauna die Magazin-Geschichte über die zwei Banker fertig gelesen, die über sich und die (Banken-)Welt sinnieren. Und irgendwie ist es ziemlich unglaublich, wie vor allem Banker No. 2 in einer eigenen Welt lebt und noch immer nicht richtig geschnallt hat, was eigentlich abgeht.

Sicher, man soll nicht allzu fest verallgemeinern, nicht zu sehr nach der Bestätigung der eigenen Vorurteile suchen: Aber was der Mann von sich gibt, ist ein starkes Stück.

Da schreits eigentlich die ganze Zeit nur Ich, Ich, Ich. Ich bin jetzt ein armes Schwein, weil ich mir die teure Hütte nicht mehr leisten kann. Ich kann meinen Kindern nur noch H&M-Kleider kaufen. Ich finde keinen neuen Job, wo ich noch mehr verdiene und «wenn es dumm läuft, bist du auch in den Augen deiner Frau nicht mehr attraktiv». Hat die einen Geldsack geheiratet?

So gehts durch die ganze Beichte hindurch. Manchmal hat man den Eindruck, doch, der Mann ist auf dem Weg der Erkenntnis, hinterfragt seine Rolle – ein bisschen wenigstens. Aber dann, nein, der kann das gar nicht. Seine Prämisse ist klar: Der Mensch definiert sich über Geld.

Wie gesagt: nicht verallgemeinern. Banker No. 1 sinniert ganz anders, aber doch auch ein wenig blauäugig. Trotzdem: Diese Spezies soll bitte nie mehr «innovative Produkte» kreieren, sondern einfach mit der Krawatte am Schalter sitzen und Noten zählen. Das reicht.