Spiegel-Cover «iKult» für die Sammlung

Spiegel-Cover iKult

«Der Spiegel» 17/26.4.10. Foto: Bürgler (cc ##http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de@##by-sa##)

Spiegel iKult

Der iKult hängt - zwischen Google und Napster. Foto: Bürgler (cc ##http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de##by-sa##)

Natürlich gehört der neueste Spiegel-Titel «Der iKult» in meine Sammlung von Zeitschriftencovers über Multimediathemen, die bei mir am Arbeitsplatz hängt. Dieses Cover hab ich mir aber sofort gesichert und gerahmt, bevors da irgendwelche Fettflecken drauf gib, weils einfach so genial ist. Nicht Steve Jobs bei einer seiner Messen, kein iPad, -phone oder sonstiges -ding, nein: nur der Apfel und die gereckten Hände der JüngerInnen, die danach gieren. Super!

Jetzt muss ich noch den Artikel lesen, um zu sehen, ob er hält, was das Titelbild verspricht.

Nachtrag:

Drei Saunagänge später hab ich jetzt die Titelgeschichte gelesen und bin mir nicht sicher, wie ich sie einordnen soll. Ich hätte mir aber mehr zum «iKult» und weniger zu Steve Jobs erhofft.

Die Frage bleibt für mich unbeantwortet, wie denn eigentlich die Jünger damit umgehen, dass ihre Ideologie zum Mainstream geworden ist. Apple-Anhänger zu sein, hiess mal, auf der richtigen Seite zu stehen, der edle Underdog zu sein, überall Diskriminierung zu wittern und vieles mehr.

Und heute? Da zeigt sich einerseits, wie der Spiegel-Titel ja schön schildert, dass Steve Jobs seinen Laden führt wie Kim Jong-Il sein Land (wenn auch mit einer anderen und deutlich ansprechenderen Vision). Und andererseits kaufen heute Leute (wie ich) Apple-Produkte, die morgen schon wieder hemmungslos zur Konkurrenz wechseln würden. Das ist für echte Apple-Jünger unvorstellbar.

Die Frage also: Wie lange lässt sich die Ideologie noch aufrecht erhalten, die die echten Anhänger in Apple hinein interpretierten? Denn letztlich ist Apple wie jede andere Firma: Je mächtiger sie wird, desto gefährlicher wird sie für den Konsumenten. Das hat ja schon Microsoft bewiesen, und Apple ist keinen Deut besser. Das erstaunt mich nicht und regt mich auch nicht auf. Einen Apple-Jünger müsste es aber eigentlich tief treffen, oder?

Und zum Schluss noch die komische Note: How Apple sells their products – the Steve Jobs Way.