Drei Gadgets im Ferien-Test

In diesen Ferien waren drei neue Gadgets zum ersten Mal im Einsatz: der Amazon Kindle, ein Dual-Screen DVD Player-Set von Akai und eine Taucherbrille mit Foto/Videokamera von Liquid Image. Alle drei Gadgets haben den Test bestanden und kommen nächstes Mal sicher wieder mit in die Ferien.

Der Kindle

Der Kindle auf dem Strandtuch. cc by-sa Patrick Bürgler

Zuhause ist der Kindle schon länger im Einsatz und ich würde ihn nicht mehr hergeben und jetzt am Strand hat er auch noch den Outdoor-Härtetest mit Bravour bestanden. Auch bei grellem Sonnenlicht ist das Display bestens lesbar (eat your iPad, my friends…), der Kindle ist leicht und handlich. Wenn ich da die Strandtuchnachbarin mit dem Ken Follet-Wälzer kämpfen sah, hatte ich fast schon Mitleid.

Und dann das Beste: Seit die Surfoption jetzt auch in Europa freigeschaltet ist, kann man gratis und franko am Strand Mails schreiben, Tweets lesen und die neusten Nachrichten. Der Browser ist zwar wirklich rudimentär, aber für mobil-optimierte Seiten reicht er bestens.

Einzig: ein paar Sandkratzer hat der Kindle abbekommen. Beim Plastikrand ist das nur ein ästhetisches Problem, beim Display hab ich einen gröberen Kratzer verursacht, den man je nach Winkel auch sieht.  Meine Lehre: am besten wäre eine Schutzfolie fürs Display, sonst: den Sand auf dem Display wegpusten oder -pinseln, nicht mit dem Tuch wegreiben.

Onboard-Entertainment-System

Das günstige Onboard-Entertainment-System sorgt für Ruhe auf den Rücksitzen. © pb

«Wie lange gehts noch, bis wir da sind?» Das hörten wir auf der letzten achtstündigen Autofahrt im Durchschnitt alle zehn Minuten vom kleinen Mitfahrer auf dem Rücksitz. Deshalb hab ich zugeschlagen, als ich vor den Ferien einen mobilen DVD-Player mit zwei Bildschirmen sah für 150 Franken (Akai ADS799BDV im MediaMarkt).

Die Bildschirme befestigt man mit einem Zugband an den Kopfstützen der Vordersitze, den Strom zapft man vom Zigarettenanzünder. Im Auto während der Fahrt benötigt man die mitgelieferten Kopfhörer, der Fahrtlärm ist sonst etwas zu laut. Unser Sohn war auf jeden Fall voll begeistert und hätte auch noch zwei, drei Stunden Fahrt angehängt.

Aufpassen muss man aber sicher bei Kindern, denen schnell schlecht wird beim Autofahren. Da würde ich abraten. Unser Sohn ist mittelmässig empfindlich, bekommt für längere Fahrten aber präventiv ein Itinerol und hatte keine Probleme.

Auch im Ferienhäuschen selber war der DVD-Player oft im Einsatz als Fernsehersatz.

Foto/Video-Taucherbrille

Der Beweis: Es gibt Fische im Mittelmeer.

Der Beweis: Es gibt Fische im Mittelmeer. cc by-sa Patrick Bürgler

163 Franken kostete die Taucherbrille von Liquid Image, mit der man fotografieren und filmen kann bis zu einer Tiefe von fünf Metern. Nicht dass ich je so tief hinunter gekommen wäre, schliesslich war ich nur schnorcheln in Strandnähe.

Das Ergebnis der Fotos und Filme finde ich gar nicht so schlecht. Schärfe und Farbe der Fotos sind ok, ebenso bei den Videoaufnahmen. Die Kameraführung vor allem beim Filmen ist halt etwas wacklig meistens, weil man halt doch etwas ruckligere Kopfbewegungen macht im Wasser.

Mein grösstes Problem war eigentlich, dass ich keine Flossen hatte und deshalb beim Schwimmen die Arme einsetzen musste, die dann immer im Film zu sehen waren. Wenn man das aber weiss, kann mans ja auch vermeiden.

Und zudem: der Strand am Mittelmeer ist nicht das Barrier Reef. Allzu viel zu filmen und zu fotografieren gab es also gar nicht. Es hatte aber ein paar Fische und die hab ich dann gebührend abgelichtet und auch ein paar Verfolgungsjagden im Wasser mit dem Sohn.

Alles in allem: ein spassiges Gadget. Falls ich dann je Gelegenheit habe zum Flaschentauchen, wird die Brille auch dabei sein – klar.

Video-Beispiel