Das lange Warten auf Liedertswil – Computerpanne war schuld

##http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:5.25"-Diskette.jpg##Andreas Frank## cc by-sa

Erst gegen 20 Uhr lieferte Liedertswil als letzte Baselbieter Gemeinde die Wahlresultate für die Landratswahlen ab. Schuld war offenbar eine Computerpanne.

Nach der zügigen Auszählung der rund 50 Wahlzettel wurden die Resultate auf der Gemeindeverwaltung bereits kurz nach 13 Uhr in den Computer eingegeben und abgespeichert. Der Gemeindeschreiber fuhr  nach Liestal, wo er in der Landeskanzlei vergeblich nach einem kompatiblen Laufwerk für seine 5¼-Floppydisk suchte.

Er meldete das Problem telefonisch zurück in die Gemeinde. Man solle einen Ausdruck nach Liestal schicken, die Daten würden dort erneut direkt eingegeben.

Leider war aber der Nadeldrucker auf der Gemeindeverwaltung letzten Dezember beim Ausdruck der Weihnachtskarten für die Einwohner kaputt gegangen.

Ein im Ort ansässiger Informatiker schaffte es schliesslich, den Gemeindecomputer an die Registrierkasse im Volg-Laden anzuschliessen, so dass die Resultate doch noch ausgedruckt werden konnten. So landete schliesslich gegen 19 Uhr ein 3,5 Meter langer Kassenzettel aus dem Volg Liedertswil auf der Landeskanzlei in Liestal.

Wie ein Sprecher der Gemeinde sagte, wolle man bei der nächsten Gemeindeversammlung jetzt Antrag stellen auf Anschaffung eines USB-Sticks, um bei den nächsten Landratswahlen gerüstet zu sein. Ein Antrag auf Anschluss der Gemeindeverwaltung ans Internet war erst vor Jahresfrist aus Kostengründen abgelehnt worden.

(Dieser Artikel ist frei erfunden und entbehrt jeglichen Wahrheitsgehalts, wenn auch nicht einer gewissen Wahrscheinlichkeit ob des infrastrukturellen Zustands von viel zu kleinen Gemeindeverwaltungen, die sich aber vehement gegen jeden Gedanken an Gemeindefusionen wehren.)

2 Kommentare

  1. Bin mir nicht ganz sicher, ob alle das Kleingedruckte zur Kenntnis genommen haben. BITTE UNBEDINGT LESEN. Liedertswil hat sich sicher ein wenig Spott verdient, aber ich möchte ja nicht, dass diese Geschichte als «rural legend» in die Geschichtsbücher eingeht.

  2. Mega! Ich würde gerne ein Foto von diesem Laufwerk schiessen, solche Oldtimerfotos sind gesucht, dazu noch mit dieser Geschichte, absolut sensationell. Aber ich will nicht nur hetzen. Ich schenke der Gemeinde gerne einen USB Stick, einfach mit der Bedingung, dass es in 25 Jahren heisst, ich sei an der dannzumaligen Compterpanne schuld:-))

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