Sugar
 
 

Staffel 2, Apple TV
4 von 5 Sternen
**Alt-Text:** Poster der Apple-TV-Serie «Sugar»: Ein Mann im dunklen Anzug und Sonnenbrille lehnt mit verschränkten Armen an einem Auto. Im Hintergrund eine Stadtansicht. Der Serientitel leuchtet in roter Neonschrift.

Cheeseburger, Sex, Mord. Drei Dinge, die für John Sugar tabu sind. Denn – letzte SPOILER-Warnung – er gehört zu einer Gruppe von Ausserirdischen, die auf einer Beobachtungsmission die Erde besuchen. Fleisch essen, Sex haben oder töten ist ihnen streng verboten. Doch Sugar ist der letzte seiner Art auf der Erde. Die anderen sind auf ihren Heimatplaneten zurückgekehrt, nachdem sie enttarnt wurden. Wer soll ihn also zur Rechenschaft ziehen?

Sugar bleibt, weil er L.A. liebt und seinen Job als Privatdetektiv. Vor allem aber hofft er noch immer, seine verschwundene Schwester zu finden. Um sich abzulenken, übernimmt er einen neuen Fall: Der Bruder eines aufstrebenden Boxers ist verschwunden. Die Suche führt ihn zu Gangs, korrupten Polizisten und Drogenabhängigen. Gleichzeitig versucht Sugar herauszufinden, wer für die Enttarnung seiner Artgenossen verantwortlich ist.

In den ersten Episoden kommt die Handlung nur schleppend voran. Doch es lohnt sich, dranzubleiben. Denn auch diesmal geht es nicht nur um die Lösung eines Falls, sondern um die Menschen und darum, was sie ausmacht.

In dieser Hinsicht ist Sugar tatsächlich ein Ausserirdischer. Im Gegensatz zu vielen Menschen liegt ihm viel an Menschlichkeit. Anders als seine filmischen Vorbilder ist der coole Privatdetektiv nicht zynisch, sondern von Skrupeln und Mitgefühl geprägt. «Sugar» spielt intelligent mit diesem Widerspruch und wird so zu einem ungewöhnlichen Krimi mit extravagantem Twist.

A Spy
Among Friends
 

Mini-Serie, Sky Show
4 von 5 Sternen
**Alt-Text:**Serienposter «A Spy Among Friends»: Zwei Männer in dunklen Nadelstreifenanzügen vor rotem Hintergrund. Der Mann links trägt eine Brille und lächelt leicht, der Mann rechts blickt ernst.

Nichts geht über britische Spione: für Action James Bond, für Intrigen George Smiley, für Sarkasmus Jackson Lamb. Ihre Vorbilder finden sich bei Donald Maclean, Guy Burgess und Kim Philby, die zu den berüchtigten «Cambridge Five» gehörten und im Kalten Krieg KGB-Spione waren.

«A Spy Among Friends» basiert auf Ben Macintyres gleichnamigem Buch und fokussiert auf Kim Philby. 1963 reist sein Freund Nicholas Elliott nach Beirut, um ihm Immunität und die Rückkehr nach England anzubieten – im Austausch gegen ein Geständnis. Philby entscheidet sich jedoch für die Flucht nach Moskau.

Zurück in London wird Elliott vom MI5 verhört. Lily Thomas soll klären, ob er Philby zur Flucht verhalf. Die abgehörten Gespräche enthüllen ihre Freundschaft. Rückblenden zeigen ihre gemeinsame Vergangenheit im «boys’ club» der britischen Upper Class.

Die Serie ist ein klassischer Spionagethriller: Niemand traut dem anderen, lange bleibt unklar, wer welche Agenda verfolgt. Besonders stark sind die Dialoge, in den die britische Klassen- und Machtstrukturen seziert wird. Philbys Verrat kostete Hunderte Menschen das Leben. Doch ebenso skandalös ist für seine Kollegen, dass er die Regeln ihrer elitären Welt brach.

«A Spy Among Friends» verbindet Spionagethriller und Charakterdrama zu einem dichten Porträt über Verrat, Loyalität und Selbsttäuschung. Das hervorragende Darsteller-Trio Damian Lewis, Anna Maxwell Martin und Guy Pearce macht aus dem Fall Philby eine faszinierend menschliche Spionagegeschichte.

Life, Larry and
the Pursuit
of Unhappiness

Mini-Serie, HBO Max
2 von 5 Sternen
**Alt-Text:**Poster der HBO-Serie «Life, Larry and the Pursuit of Unhappiness». Ein älterer Mann, der George Washington verkörpert, in blau-goldener Uniform der Kontinentalarmee hält eine Axt neben einem gefällten Baum. Tagline: «He can tell a lie.»

Die USA feiern 250 Jahre Unabhängigkeit – ein idealer Anlass für eine bissige Satire auf die eigene Geschichte. Genau das will «Life, Larry and the Pursuit of Unhappiness» sein. Doch ausgerechnet Larry David, der mit «Seinfeld» und «Curb Your Enthusiasm» Fernsehgeschichte schrieb, scheitert.

David reist als nörgelnder Besserwisser durch entscheidende Momente der US-Geschichte und mischt sich unter historische Figuren. Die Sketche greifen Themen auf wie die Unabhängigkeitserklärung, die Bürgerrechtsbewegung, die Grosse Depression und ranken um Figuren wie George Washington, die Wright-Brüder oder Joseph McCarthy. Doch die Gags wirken meist vorhersehbar, ziehen sich in die Länge und enden selten mit einer starken Pointe. Statt scharfem Sarkasmus oder neuen Perspektiven bleibt oft nur Fremdschämen.

Wehmütig erinnert man sich an Philomena Cunk. In «Cunk on Britain» und «Cunk on Earth» entlarvt sie historische Mythen mit respektlosem, treffsicherem Humor und absurd klugen Fragen. Genau diese Mischung aus Witz und Erkenntnis fehlt Larry David. Seine Zeitreise durch die US-Geschichte bleibt erstaunlich unlustig.

Immerhin überzeugt das hochkarätige Ensemble – und das Intro von Barack Obama: Mit viel Pathos preist er die Ideale der USA, bevor er den Ton überraschend ins Komische kippen lässt. Man sehnt sich nach der Zeit zurück, als Politiker im Weissen Haus sassen, die ihr Amt verstanden – und manchmal auch für Unterhaltung sorgten.


In Kürze

**Alt-Text:**Poster der HBO-Serie «House of the Dragon»: Eine Frau mit weissen Haaren und goldener Krone sitzt auf dem Eisernen Thron, gekleidet in Kettenrüstung und Umhang. Im Hintergrund lodert Feuer.
2 von 5 Sternen

House of the Dragon (Staffel 3, HBO Max/Sky Show)

Meine Königin Rhaenyra, es fällt mir schwer es auszusprechen, doch die Stunde ist gekommen, an der sich unsere Wege trennen. Ich stand Euch lange Zeit treu zur Seite, als Ihr furchtlos gegen die hinterhältigen Hightowers, den Thronräuber Aegon und dessen blutrünstigen Bruder Aemond gekämpft habt. Dabei nahm ich hin, dass Eure mächtigsten Kämpfer, die Drachen, oft langatmigen Plots weichen mussten. Nun erobert Ihr zwar endlich den Eisernen Thron. Doch es offenbart sich endgültig, dass Eure Geschichte nur ein blasser Schatten dessen ist, was noch kommen wird. Es fehlt Euch zur sehr die Strahlkraft einer Daenerys Targaryen, Eurem Umfeld ein Held wie Jon Snow und Euren Gegnern ein Schalk wie Tyrion Lannister, als dass ich bei Eurem vorbestimmten Niedergang zuschauen möchte.

**Alt-Text:**Poster für die Serie «Matlock» (Sky Show): Zwei Frauen in blauen Anzügen lugen von beiden Seiten hinter einer Milchglasscheibe hervor und blicken direkt in die Kamera.
3 von 5 Sternen

Matlock (Staffel 2, Sky Show)

Madleine «Matty» Kingston, die unter dem falschen Namen Matlock in einer Anwaltskanzlei arbeitet, sucht immer noch nach Beweisen, dass der oberste Boss der Kanzlei eine Studie zur Gefährlichkeit von Opioiden verschwinden liess. An ihrer Seite steht die Anwältin Olympia, ehemalige Schwiegertochter des Chefs. Daneben vertreten die beiden mit einem Team Klient:innen vor Gericht. Die Mischung von Gerichtsfällen und Mattys Mission funktioniert wiederum gut. Allerdings schlägt der Hauptplot mehr Haken als eine Hase auf der Flucht, um den Bogen über die ganzen 16 Episoden zu ziehen. Das wirkt auf die Dauer ermüdend. Einige Nebenfiguren und ihre Geschichten sorgen für etwas Ablenkung. «Matlock» bleibt unterhaltsam, hat aber von seinem Glanz eingebüsst.

Serienposter «Rivals» (Hulu/Disney+): Fünf elegant gekleidete Personen vor einem herrschaftlichen Anwesen. Eine Frau liegt auf einem Bett im Freien, umgeben von Champagner. Dramatische Abendstimmung.
5 von 5 Sternen

Rivals (Staffel 2, Disney+)

Eigentlich ist es zu früh, die zweite Staffel von «Rivals» zu besprechen. Disney splittet die Staffel in zwei Teile, sechs Episoden jetzt, sechs folgen erst im November. Das verärgert die Fans. Denn die Affären, Liebschaften, zerbröckelnden Ehen sind erneut unglaublich amüsant. Man bekommt nicht genug von den unglücklichen Romanzen, einer zarten ersten Liebe, triebgesteuerten Seitensprüngen und schwülstigen Bettszenen. Dass das Ganze nicht ins Peinliche abrutscht, liegt am satirischen Unterton – und an David Tennant. Er brilliert wieder in seiner Rolle als machtbesessener Bösewicht mit der dicken Zigarre im Mund. Doch dieses Mal vergeht ihm sein fieses Lächeln, als Unheil seine Familie heimsucht. Ich kann es kaum erwarten, bis es November wird mit kühleren Temperaturen, dafür heizt «Rivals» ein mit Intrigen und lustvollem Sex.


Auf der Watchlist

Poster der Netflix-Serie «The Bombing of Pan Am 103»: Vier Personen stehen vor dem Wrack eines abgestürzten Flugzeugs auf einer Wiese. Im Hintergrund untersucht eine Person in Schutzkleidung die Trümmer.

The Bombing of Pan Am 103 (Mini-Serie, Netflix)

**Alt-Text:** Poster für die Apple-TV-Serie «Lucky»: Eine Frau mit kurzem Haar hält eine Waffe, im Hintergrund brennt ein Auto in einer Wüstenlandschaft unter orangerotem Himmel.

Lucky (Staffel 1, Apple TV)

**Alt-Text:** Poster für «Star Trek: Strange New Worlds» auf Paramount+. Neun Personen in Starfleet-Uniformen stehen auf einem Felsen vor einem blauen Nebel. Darüber schwebt das Raumschiff Enterprise.

Star Trek: Strange New Worlds (Staffel 4, Paramount+)


Serien-Top-Ten

1️⃣Poster der Amazon-Prime-Serie «Ride or Die»: Zwei Frauen in einem roten Cabrio – eine hält eine Pistole, eine andere das Steuer. Die Windschutzscheibe ist von Einschusslöchern durchsiebt. Slogan: «Some Friendships Are Bulletproof».Ride or Die
Actionkomödie
Prime Video
2️⃣Serienposter «Rivals» (Hulu/Disney+): Fünf elegant gekleidete Personen vor einem herrschaftlichen Anwesen. Eine Frau liegt auf einem Bett im Freien, umgeben von Champagner. Dramatische Abendstimmung.Rivals (Staffel 2)
Drama/Satire,
Disney+
3️⃣Keyvisual der Apple-TV-Serie «Star City»: Ein Gesicht einer Person, teils verdeckt durch ein rot-weisses geometrisches Element, vor schwarzem Hintergrund. Rechts das Apple-TV-Logo und der Serientitel.Star City
Sci-Fi-Drama,
Apple TV
4️⃣**Alt-Text:** Poster der Apple-TV-Serie «Sugar»: Ein Mann im dunklen Anzug und Sonnenbrille lehnt an einem Cabriolet vor einem Stadtpanorama. Im Vordergrund leuchtet der Serientitel «Sugar» in roter Neonschrift.Sugar (Staffel 2)
Mysterykrimi
Apple TV
5️⃣Poster der Serie «A Spy Among Friends»: Zwei Männer in Anzügen vor rotem Hintergrund mit Londoner Skyline. Links ein Mann mit Brille, rechts ein weiterer im Profil. In der Mitte der Serientitel.A Spy Among Friends
Spionagethriller,
Sky Show
6️⃣Poster der Apple-TV+-Serie «Maximum Pleasure Guaranteed». Eine Frau mit aufgerissenem Mund und weit geöffneten Augen blickt erschrocken in die Kamera. Hintergrund in Pink.Maximum Pleasure
Guaranteed

Mysterykomödie,
Apple TV
7️⃣Poster für die Serie «Dutton Ranch» zeigt die Gesichtshälften eines bärtigen Mannes mit Cowboyhut und einer blonden Frau, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Dazwischen steht der Serientitel und das Paramount Network-Logo.Dutton Ranch
Western, Paramount+
8️⃣Poster der Serie «The Bear» auf Disney+. Eine Collage zeigt mehrere Personen, darunter Köchinnen und Köche in weissen Kitteln. Im Vordergrund ein Männerprofil, daneben eine Frau mit blauem Haarband.The Bear (Staffel 5)
Dramedy, Disney+
9️⃣Serienposter «The Hack» (arte): zwei ernste Männer in Schwarz-Weiss, umrahmt von Zeitungsausschnitten mit Schlagzeilen zu Telefonhacking. Unten zwei Figuren von hinten, dazu Autos in Vogelperspektive.The Hack
True-Crime, arte
🔟Poster für die Apple-TV-Serie «Widow's Bay» mit Matthew Rhys. Zeigt mehrere Charaktere vor dramatischem Himmel, darunter einen Mann im Vordergrund, eine Frau, einen bärtigen Mann und weitere Personen. Im Hintergrund sind ein Leuchtturm, Häuser und ein Boot zu sehen.Widow’s Bay
Horrorkomödie,
Apple TV

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**Alt-Text:**Drei Tablet-Bildschirme zeigen verschiedene Streaming-Genres: eine Frau bei Sonnenuntergang, eine Person in einer nächtlichen Neonstadt und ein einsames Haus im Wald. Popcorn und Play-Buttons umrahmen die Szene.

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