Wer war William wirklich?

Mal wieder ein Beitrag für die Rubrik «100 Sekunden Wissen» von DRS 2. Zu hören War zu hören am 23. August 2010 um 8 Uhr.

100 Sekunden Wissen – Wer war William Shakespeare wirklich?
Das so genannte Chandos Portrait von William Shakespeare, entstanden um 1610.

Sein Geburtsdatum kennen wir nicht. Im Kirchenregister von Stratford-upon-Avon ist lediglich das Taufdatum vermerkt: 26. April 1564. Auch dass er mit 18 Jahren eine acht Jahre ältere Frau geheiratet hat ist belegt – und sein Todesdatum: der 23. April 1616.

Sicher ist auch, dass Ende des 16. Jahrhunderts ein William Shakespeare erfolgreich als Schauspieler und Theatermann in London tätig war.

Keine Beweise

Bis heute fehlt aber der endgültige Beweis, dass dieser William Shakespeare tatsächlich der Autor jener Tragödien, historischen Dramen und Komödien ist, die seinen Namen unsterblich machten.

Aber wenn nicht William – wer schrieb dann Romeo und Julia, King Lear oder Hamlet?

Bacon? Marlowe? Oder gar Elisabeth I.?

Die Reihe der Anwärter auf den Dichterthron ist lang: Francis Bacon, der Philosoph und Staatsmann galt lange Zeit als Kronfavorit. Christopher Marlowe zählt auch dazu, aber wohl nicht zuletzt, weil man über diesen Dichter fast genau so wenig weiss, wie über Shakespeare.

Gut ein Dutzend weitere Namen liessen sich nennen, darunter auch Frauen: etwa Mary Sidney, Gräfin von Pembroke und selbst Königin Elisabeth die Erste wird der literarischen Wunderleistung verdächtigt.

Oxford vs. Stratford

Heute macht vor allem noch ein Mann Shakespeare die Autorenschaft streitig. Edward de Vere, 17. Earl von Oxford.

Der Aristokrat hatte erwiesenermassen eine ausgeprägte Neigung zur Literatur. Doch auch bei de Vere gibt es Ungereimtheiten – er starb zwölf Jahre vor Shakespeare. In diesen zwölf Jahren sind aber noch Werke entstanden, die Shakespeare zugeschrieben werden. Oder hat de Vere sie vor seinem Tod geschrieben und sie wurden postum veröffentlicht?

Was bleibt?

Viele Fragen sind ungelöst und bleiben es wohl. Deshalb muss man sich damit abfinden: Wir wissen nicht ganz sicher, wer Shakespeares Dramen geschrieben hat. Irgendwo auch egal – Hauptsache sie wurden geschrieben.

Buchtipp: Kurt Kreiler: Der Mann, der Shakespeare erfand: Edward de Vere, Earl of Oxford.

Konrad Zuse zum 100. Geburtstag

Wenn der Krieg nicht gewesen wäre, dann… Ja, dann wäre Konrad Zuse wahrscheinlich als extrem reicher Mann gestorben. So musste er fast bis zu seinem Lebensende darum kämpfen, als das anerkannt zu werden, als das er sich sah: Den wahren Erfinder des Computers.

Immerhin, diesen Ehrentitel gestanden ihm noch zu seinen Lebzeiten viele zu. Ganz unbestritten ist der Titel aber auch heute noch nicht, vor allem jenseits des Atlantiks. Und reich wurde Zuse trotzdem nicht mehr. Ende der 1960er-Jahre hatte er einen Patentprozess endgültig verloren.

Zu seinem 100. Geburtstag am 22. Juni 2010 sind eine Reihe interessanter Artikel erschienen. Am umfassendsten schildert m.E. aber ein älterer Artikel von 1997 aus Spektrum der Wissenschaft das Werk des deutschen Ingenieurs und Erfinders. Interessant ist sicher auch die kritische Note, die der Spiegel jüngst den meist ehrerbietigen Würdigungen entgegenstellt und zumindest ein Fragezeichen setzt zu Zuses Wirken während des Dritten Reichs.

Besonders für mich an Zuse ist, dass ich ihn tatsächlich einmal persönlich interviewen konnte. Ende der 1980er-Jahre war er zu Besuch in Basel. In einem Hotelzimmer am Bahnhof empfing Zuse ein Journalistentrio zu einem halbstündigen Gespräch. Thema war natürlich seine Erfindung und ihm lag sehr viel daran, dass seine Rolle in der Geschichte des Computers richtig zur Geltung kam. Dabei wirkte er aber nicht als Selbstdarsteller, sondern als Mann, der lange um Anerkennung kämpfen musste. Leider finde ich den Artikel nicht mehr, den ich damals über ihn geschrieben habe.

Mein Geburtstagsgruss in 100 Sekunden auf DRS 2 hatte keinen Platz für diese persönliche Anekdote sondern nur für wichtigsten Eckpunkte von Zuses Leben.

100 Sekunden Wissen – Konrad Zuse

Happy Birthday CNN

Mein kleiner Geburtstagsgruss nach Atlanta in (etwas mehr als) 100 Sekunden.

Und hier als Text:

CNN Center in Atlanta. Foto: Wally Gobetz, CC BY-NC-ND 2.0.

Die besten Wünsche zum 30. Geburtstag von CNN sind angebracht: Mit dem Blick zurück auf eine Leistung, die das News-Business weltweit veränderte. Und mit dem Blick voraus in die Zukunft – denn CNN geht es bei weitem nicht mehr so gut wie auch schon.

Als der Unternehmer Ted Turner am 1. Juni 1980 mit seinem 24-Stunden-Nur-Nachrichten-Fernsehen auf Sendung ging, da wurde er von den grossen amerikanischen Fernsehstationen noch belächelt.

Das änderte sich mit der Explosion des Space Shuttle Challenger beim Start 1986, dem Fall der Berliner Mauer und dem Golf-Krieg 1991. CNN [Audio CNN-Station ID] wurde zum Inbegriff aktuellster Fernsehberichterstattung: News as it happens – dabei sein, während es passiert – war das Leitmotiv des Senders und ein weltweit wachsendes Publikum schaute zu. CNN revolutionierte das Mediengeschäft damals, so wie das heute Google tut, schreibt ein amerikanischer Kolumnist zum 30. Geburtstag. Weltweit sprossen CNN-Imitate aus dem Boden und der einst belächelte Ted Turner war zum Medienmogul aufgestiegen.

Turner verkaufte sein Medienimperium aber schon 1996. CNN und einige Sender, die in der Zwischenzeit dazugekommen waren, wechselten für 7,4 Milliarden Dollar zum Time Warner Konzern.

Heute sind die ganz grossen Zeiten von CNN vorbei. Fox News hat CNN bei den Einschaltquoten überholt und das Internet bereitet auch dem schnellsten Fernsehsender der Welt Probleme.

Was aber sicher bleibt: Die Bilder von den grossen Ereignissen der letzten fast 30 Jahre – die hat man zuerst bei CNN gesehen.

Wilhelm der Schreier

Wer kennt Wilhelm den Schreier? Niemand? Ich bin ziemlich sicher, dass doch. Schon mal einen Star Wars-Film oder Indiana Jones gesehen? Eben, dann hast Du Wilhelm schreien gehört. Oder in einem der rund 200 weiteren Filmen, in dem der «Wilhelmsschrei» zu hören ist. Und der tönt so:

Wilhelm scream

Es ist schon länger her, dass ich mal auf was gelesen habe zum «Wilhelmsschrei». Jetzt habe ich für die DRS 2-Rubrik «100 Sekunden Wissen» einen Beitrag dazu gemacht (Ausstrahlungstermin noch unbekannt war der 14.6.2010).

100 Sekunden Wissen – Wilhemsschrei

Hier aber schon vorab (oder anstatt) eine kurze Geschichte des Wilhelmsschreis.

Der Ur-Schrei

Zum ersten Mal verwendet wurde der Schrei 1951 im Film «Distant Drums», ein Western mit Gary Cooper. Der spielt aber nicht wie üblich irgendwo in der Wüste von Nevada, sondern in den Everglades von Florida. Deshalb spielt auch ein Alligator die entscheidende Rolle beim ersten Wilhelmsschrei. Der beisst nämlich einen Soldaten ins Bein und zerrt ihn ins Wasser. Und der Soldat – genau, stösst den Wilhelmsschrei aus.

Ein anderer Soldat spielt 1953 eine wichtige Rolle. Im Film «The Charge at Feather River» wird Private Wilhelm von einem Pfeil ins Bein getroffen – und schreit den Schrei, der deshalb heute seinen Namen trägt (auch auf Englisch deshalb «Wilhelm scream» und nicht etwa William). In diesem Film gibts noch zwei andere Szenen, in denen der Wilhelmsschrei auch noch verwendet wird.

Der Schrei ist aber nicht nur dem Western-Genre vorbehalten, man hört ihn etwa auch ein paar Mal in «Them» (dt. «Formicula»), einem meiner Lieblingshorrorfilme (Kinotrailer) aus den 1950ern, in dem Ameisen durch Atomtests zu Riesenmonstern mutieren.

Die Wiederentdeckung

Ben Burtt heisst dann der Mann, der den Wilhelmsschrei zu dem machte, was er heute ist: ein Insider Joke und Running Gag unter den Sound Designern. Burtt entdeckte die ursprüngliche Aufnahme des Schreis oder besser der Schreie. Auf dem Originalband gibt es sechs verschiedene Varianten, wenn auch meistens nur drei dieser Varianten zum Einsatz kommen.

Burtt benutzte den Schrei für den ersten Star Wars-Film «A New Hope» und setzte ihn danach in allen anderen Folgen (ausser Teil III) ein. Burtt war auch für alle Indiana Jones-Filme als Sound Designer tätig und logischerweise kam auch hier der Wilhelmsschrei jedes Mal zu ehren.

Wer war Wilhelm?

Sheb Wooley, 1971.

Lange Zeit war unklar, wer da eigentlich geschrien hatte. Burtt stiess bei Nachforschungen auf eine Liste von vier Personen, die in der Postproduktion für «Distant Drums» Tonaufnahmen gemacht hatten. Der wahrscheinlichste Kandidat schien ihm der Sänger und Schauspieler Sheb Wooley zu sein. Wooley war aber 2003 gestorben. Dessen Witwe bestätigte dann 2005 der Times, dass Wooley tatsächlich Wilhelm der Schreier war.

Im gleichen Artikel gab Burtt an, dass er jetzt genug hatte vom Scherz mit dem Wilhelmsschrei und ihn nicht mehr einsetzen werden. Eine Ausnahme machte er allerdings noch: im vierten Indiana Jones-Film («Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull», 2008), an dem Burtt wieder mitarbeitete, ist der Schrei wieder zu hören.

Der Schrei und kein Ende

Und auch wenn Burtt ihn nicht mehr einsetzt, ist der Wilhelmsschrei immer wieder im Kino zu hören. Laut der Liste, die der Filmhistoriker und Sound Designer Steve Lee führt, ist der neueste Film mit dem Wilhelmsschrei «Iron Man 2».

Kompilation von Wilhelmsschreien

Eine kurze Geschichte des Wilhelmsschreis

Spiegel-Cover «iKult» für die Sammlung

Der iKult hängt – zwischen Google und Napster. Foto: Bürgler

Natürlich gehört der neueste Spiegel-Titel «Der iKult» in meine Sammlung von Zeitschriftencovers über Multimediathemen, die bei mir am Arbeitsplatz hängt. Dieses Cover hab ich mir aber sofort gesichert und gerahmt, bevors da irgendwelche Fettflecken drauf gibt, weils einfach so genial ist. Nicht Steve Jobs bei einer seiner Messen, kein iPad, -phone oder sonstiges -ding, nein: nur der Apfel und die gereckten Hände der JüngerInnen, die danach gieren. Super!

Jetzt muss ich noch den Artikel lesen, um zu sehen, ob er hält, was das Titelbild verspricht.

Nachtrag:

Drei Saunagänge später hab ich jetzt die Titelgeschichte (online, Abo+) gelesen und bin mir nicht sicher, wie ich sie einordnen soll. Ich hätte mir aber mehr zum «iKult» und weniger zu Steve Jobs erhofft.

Die Frage bleibt für mich unbeantwortet, wie denn eigentlich die Jünger damit umgehen, dass ihre Ideologie zum Mainstream geworden ist. Apple-Anhänger zu sein, hiess mal, auf der richtigen Seite zu stehen, der edle Underdog zu sein, überall Diskriminierung zu wittern und vieles mehr.

Und heute? Da zeigt sich einerseits, wie der Spiegel-Titel ja schön schildert, dass Steve Jobs seinen Laden führt wie Kim Jong-Il sein Land (wenn auch mit einer anderen und deutlich ansprechenderen Vision). Und andererseits kaufen heute Leute (wie ich) Apple-Produkte, die morgen schon wieder hemmungslos zur Konkurrenz wechseln würden. Das ist für echte Apple-Jünger unvorstellbar.

Die Frage also: Wie lange lässt sich die Ideologie noch aufrecht erhalten, die die echten Anhänger in Apple hinein interpretierten? Denn letztlich ist Apple wie jede andere Firma: Je mächtiger sie wird, desto gefährlicher wird sie für den Konsumenten. Das hat ja schon Microsoft bewiesen, und Apple ist keinen Deut besser. Das erstaunt mich nicht und regt mich auch nicht auf. Einen Apple-Jünger müsste es aber eigentlich tief treffen, oder?

Und zum Schluss noch die komische Note: How Apple sells their products – the Steve Jobs Way

10 Dinge, wie das iPhone mein Leben veränderte

Evil Iphone
Foto: Massimo Regonati, CC BY-NC-SA 2.0
  1. Ich habe Sudoku spielen gelernt.
  2. Ich habe einen Vodcast abonniert und im Tram angeschaut.
  3. Ich bin wieder bei der Swisscom und fühle mich abgezockt.
  4. Ich werde panisch, wenn ich mit meinem SBB-App-Ticket im Zug sitze und die Batterieanzeige unter 75% sinkt.
  5. Ich frage mich, weshalb Leute ein Handy zum Telefonieren benutzen.
  6. Ich kaufe Software für Fr. 1.10 im vollen Bewusstsein, dass ich sie gleich wieder lösche nach einmal ausprobieren.
  7. Ich benutze jetzt iTunes, aber sicher nicht, um Musik zu hören.
  8. Ich bekomme keinen Rüffel mehr, weil ich zum Lesen im Bett die Nachttischlampe nicht mehr anknipsen muss.
  9. Ich ärgere mich jedes Mal, dass das iPhone im Ausland, wo es am nützlichsten wäre, kaum zu gebrauchen ist, weil viel zu teuer (und fühle mich wieder von der Swisscom abgezockt).
  10. Ich sitze dreimal so lange am stillen Örtchen und lese Tweets, Mails, News – und denke jedes Mal an die Geschichte einer Kollegin, die ihr iPhone in der Toilette versenkt hat …

Drei Gründe für eine Zeitreise und eine Namensänderung

Ich wollte schon lange mal auch eine Liste machen mit „X Gründen für Y“. Und heute bin ich über ein paar Videos gestolpert, da stellte ich mir die Frage:

Wieder Teenager? Nein danke, in die Zeit könnte mich niemand zurück prügeln. Ausser – für diese drei Gründe, da würde ich keine Sekunde zögern. Und im ersten Fall liesse ich mich sogar umtaufen.

Blondie: Denis

Pat Benatar: Hell Is for Children

Kate Bush: Wuthering Heights

Spätestens hier scheiden sich dann wohl die Geister endgültig, wie ich aus Erfahrung weiss.

NZZ: Titelgebung unter Askese-Doktrin

Nachtrag: Es stimmt.

Stimmt das wirklich? „Öffnung der innerdeutschen Grenzen“ habe die NZZ vor 20 Jahren zum historischen Mauerfall getitelt. Es wäre Wasser auf meine Mühle. Genau wegen solchen Titeln habe ich die alte Tante aus Zürich jahrelang gehasst.

Diese Arroganz, Dummheit und falsch verstandene distanzierte Objektivität, ging mir so was von auf den Wecker. Das Rezept: Man nehme nur Substantive (am besten unverständliche Komposita, in obigem Beispiel nicht erfüllt), man vermeide unbedingt, Akteure zu nennen, Verben sind verboten und Adjektive nur erlaubt, wenn ihnen jegliche Aussagekraft abgeht. Kurz – Titel, die gesundheitsgefährdend sind, weil sie einen akuten Anfall von Narkolepsie auslösen können.

Das Schlimmste daran war, dass man auf der Redaktion den eigenen Praktikanten beibringen wollte, was gute Titel sind und weshalb ihr Titel deshalb so definitiv nicht ins Blatt kommt. Sie rechtfertigten sich regelmässig mit: „Aber die NZZ machts doch auch so.“ Dann musste man ihnen erklären, wo es sich lohnt, der NZZ nachzueifern, und wo sicher nicht. Ein paar habens zum Glück kapiert, andere nicht – von einem Fall weiss ich da, dass diese Person dem Journalismus abschwor und heute bei einem Bundesamt tätig ist.

Heute ist das ja alles ein bisschen anders, vor allem seit dem letzten Redesign der NZZ. Nur ab und zu schaffts noch so ein Askese-Titel ins Blatt. Schade? Nein, natürlich nicht, aber mein NZZ-Trauma hab ich dennoch und trotz Konfrontationstherapie ist es immer noch nicht ganz geheilt.

PS: Die Geschichte des Mauerfall-Titels lässt sich nachlesen: „Wie bei der NZZ die Mauer fiel„, geschrieben von einem gewissen Roger Köppel.

Spielberg und 9/11

«America is under attack» in Spielbergs «War of the Worlds». Foto: Paramount Pictures

Das Medienmagazin «On the Media» von NPR hatte ein 9/11-Thema in der letzten Ausgabe, obwohl sie das eigentlich nicht mehr machen («There’s nothing new»). Aber: Sie hatten einen wirklich neuen, interessanten Ansatz. Wie spiegelt sich der Terroranschlag im Film? Und eben nicht nur in den Filmen, an die man als erstes denkt wie United 93 oder World Trade Center.

Der Virginia Tech-Professor Stephen Prince hat kürzlich ein Buch zum Thema veröffentlicht («Firestorm: American Film in the Age of Terrorism»). Die ersten drei Beispiele, die er im OTM-Interview erwähnt, stammen von Steven Spielberg: War of the Worlds, The Terminal und Munich – was mich natürlich besonders interessiert.

Wenn mans von Prince hört, dann leuchtet es sofort ein, weshalb diese Filme typisch aus eine Zeit nach dem 11. September stammen: Aliens (was ja nicht nur Ausserirdische heisst) zerstören Amerika (War of the Worlds, 2005), das Land, das keine Fremden will (Terminal, 2004) und die moralische Frage, was alles erlaubt ist, um Gewalttaten zu sühnen oder weitere zu verhindern, quasi das Guantanamo-Dilemma (Munich, 2005).

Rein hören lohnt sich, rein lesen – weiss ich noch nicht, hab das Buch noch nicht bestellt.

Mondflüge – Mondlüge

Armstrong und Aldrin beim Training für den Apollo-Flug – oder für den grossen Betrug? Foto: Nasa

Das hat wieder mal richtig Spass gemacht, im Internet rumzuwühlen nach den Verschwörungstheorien in Sachen Mondlandung. «We Never Went to the Moon» hat 1976 der Amerikaner Bill Kaysing behauptet und seither gibt es einige, die das unbedingt glauben und beweisen wollen.

Einsteigen sollte man mit der Sendung «Conspiracy Theory: Did We Land on the Moon?» von Fox-TV aus dem Jahr 2001. Da bekommt man alles schön serviert von falschen Schatten auf den Fotos, wehenden Flaggen auf dem Mond, der tödlichen Strahlung, die Astronauten nie überlebt hätten usw. Und das beste an der Sendung ist, dass kaum Gegenargumente gebracht werden. Das lässt einen tatsächlich einen Augenblick zweifeln (oder doch nicht, wenn man das hier gelesen hat).

Eine gute Übersicht über alle vermeintlichen Beweise für die Mondlüge – und wie es wirklich war, findet man auf apollo-projekt.de oder clavius.org. Unbedingt anschauen.

Das war übrigens noch mein «Netzgespräch» auf DRS 2 zum Thema.

1 2 3 4