Blockbuster (Staffel 1) – Dafür steht garantiert niemand Schlange

Serienposter mit Schriftzug. Sieben Personen stehen in einem Laden. Sie tragen mit einer Ausnahme alle blaue T-Shirts und beige Hosen sowie Namensschilder.

Läuft bei: Netflix (1 Staffel, 10 Episoden à 30 Min.)

Ich hatte freudige Erwartungen an «Blockbuster». Mit Vanessa Ramos und Melissa Fumero gibt es eine direkte Verbindung zur witzigen Cop-Comedy «Brooklyn Nine-Nine» (auch bei Netflix).

Ramos zeichnet als Autorin einiger Episoden. Fumero war die überkorrekte Polizistin Amy Santiago in der Serie, die letztes Jahr nach acht Staffeln und 153 Episoden zu Ende ging.

Nach zwei Episoden ausgestiegen

Auf diese Zahlen wird «Blockbuster» nie kommen (Blockbuster, falls das jemand nicht kennt, war um die Jahrhundertwende eine der grössten Videotheken). Ich hatte schon nach zwei Episoden genug. Mehr tue ich mir auch nicht an. Lahme Pointen, langweilige Figuren und eine Grundidee, bei der man sich fragt, wer das je lustig finden konnte.

In einem Einkaufszentrum irgendwo in Michigan bekommt Timmy (Randall Park), Leiter einer Blockbuster-Filiale, einen Anruf. Die Zentrale teilt ihm mit, dass die restlichen Läden geschlossen wurden. Timmys Filiale ist damit der letzte Blockbuster der Welt.

Eine Frau und ein Mann sitzen am Boden vor einem Regal mit DVDs.
Der Rollenwechsel von der Polizistin in «Brooklyn Nine-Nine» zur Blockbuster-Angestellten ist definitiv kein Karrieresprung für Melissa Fumero. © Netflix
Infantil ist nicht gleich lustig

Damit ist Timmy mit seinen fünf Angestellten und den Leihvideos auf sich gestellt. Auch ihr Laden funktioniert nur noch mehr schlecht als recht. Unter anderem, weil einige der Angestellten nicht wirklich eine Ahnung von Film haben. Ein Fest im Einkaufszentrum zu Ehren des letzten Blockbuster-Ladens soll neues Publikum anlocken.

Timmy plant das gemeinsam mit seinem Freund Percy (J.B. Smoove). Die beiden schmieden Fest-Pläne, die mehr für einen Kindergeburtstag passen würden. Passt aber irgendwie, denn sie wirken ziemlich infantil, obwohl sie so um die 40 sein dürften.

Nette Filmreferenzen, aber auch hier: nicht lustig

Das Fest endet in einer Katastrophe, als eine Feuerwerksrakete den überlebensgrossen Plastikgorilla killt. Aber dann kommts doch noch gut. Ende Episode 1 und kein einziges Mal zuckte bei mir auch nur ein Mundwinkel.

Die vielen Anspielungen auf die Filmgeschichte nimmt man zur Kenntnis. Aber auch daraus entwickelt sich kein Vergnügen.

Plots aus dem Baukasten

Die zweite Episode ist nicht lustiger, auch wenn wir jetzt die Mitarbeitenden etwas besser kennenlernen. Lohnt sich aber nicht, die hier vorzustellen. Sie bleiben einem egal.

Drei Frauen und ein Mann in einem Laden. Zwei stehen hinter einer Theke. Sie applaudieren.
In der Serie gibts Applaus für den Chef. Für die Serie wird aber kaum jemand klatschen. © Netflix

Dass das Drehbuch zudem noch eine Liebesgeschichte mit Hindernissen zwischen Timmy und Eliza (Melissa Fumero) gleich zu Beginn einbaut, scheint direkt aus dem Baukasten für einfallslose Drehbuchschreiber:innen zu stammen.

Netflix macht Serie über Blockbuster – checkst du den Witz?

Ich vermute mal stark, dass sich beim Pitchen der Serie die Netflix-Leute begeistert auf die Schenkel klopften. Ausgerechnet ihre Firma macht eine Show über den letzten Blockbuster-Laden. Schliesslich war Netflix einer der Gründe für den Untergang der Verleihkette.

Und weil das allein schon so sauglatt war, kümmerte sich anschliessend niemand mehr darum, dann tatsächlich aus der Idee eine Comedy-Serie mit Witz zu machen. Meine Prognose: Es bleibt bei dieser einen Staffel.

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Besetzung: Randall Park | Melissa Fumero | Olga Merediz | Tyler Alvarez | Madeleine Arthur | J.B. Smoove | Kamaia Fairburn
Serie entwickelt von: Vanessa Ramos
Genre: Komödie
USA, 2022

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