Briganti (Staffel 1) – Die Jagd nach dem Gold Siziliens

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Serienposter mit Schriftzug. Drei Frauen, zwei davon mit Waffen, und zwei Männer mit Hüten in Brustporträts.
3 von 5 Sternen

Läuft bei: Netflix (1 Staffel, 6 Episoden à 50 Min.)

1860 in Sizilien – Garibaldis Rothemden erobern Sizilien und transportieren kistenweise Gold aus der Bank in Palermo ab. Der Schatz wird vergraben, der Ort auf einer Karte eingezeichnet.

Ein paar Jahre später: Ein ehemaliger Rothemd-Soldat zieht als Kopfgeldjäger auf der Insel umher. Aber eigentlich sucht Schiavone (Marlon Joubert), genannt der Sperber, nach der Schatzkarte und dem Gold. Die Karte befindet sich im Safe des Grossgrundbesitzers Don Clemente.

Der reiche Widerling und die Rache seiner Ehefrau

Don Clemente ist nicht nur reich, sondern auch ein gewalttätiger Widerling. Im Streit wirft er seine Frau Filomena (Michela De Rossi) in einen Brunnen, wo sie elendiglich ersaufen soll. Doch sie findet einen Geheimgang, der aus dem Brunnen führt, und ermordet ihren Gatten.

Eine Frau mit schmutzigem Gesicht liegt am Boden, eine Pistole ist gegen sie gerichtet.
Filomena (Michela De Rossi) gerät in die Hände von wenig freundlich gesinnten Rebellen. © Netflix

Sie flieht und wird von den Monacos aufgegriffen, einer Bande von Rebellen. Die wollen sie gegen Geld an Fumel (Pietro Micci) ausliefern, der Oberbefehlshaber der Besatzungstruppen.

Filomena schlägt den Monacos einen anderen Deal vor: Sie führt sie zum Safe von Don Clemente, in dem viel Gold liegt. Dafür wird sie nicht ausgeliefert. Von der Karte erzählt sie nichts. Die nimmt sie beim Raubzug heimlich an sich.

Ein Touch von Italowestern

Die Wege von Filomena, dem Sperber, Fumel, den Monacos, einigen anderen Banden und deren Anführer:innen werden sich noch ein paar Mal kreuzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Suche nach dem Goldschatz und der Kampf gegen Fumel und seine Besatzungstruppen.

Drei Männer mit Hüten sitzen auf einer Kutsche.
Der Sperber (Marlon Joubert, Mitte) gabelt zwei Begleiter auf, die als Einäuger und Stotterer wohl das Komikerduo sein sollen. © Netflix

Was an «Briganti» gefällt, ist die Inszenierung. Da schwingt viel Italowestern mit, wenn der Sperber mit Zigarrenstummel im Mund langsam seinen Kopf hebt und unter der Hutkrempe zwei strahlend blaue Augen in die Kamera blicken, die denen von Terence Hill in nichts nachstehen.

Dazu kommen die Ingredienzien für eine gute Abenteuergeschichte mit einem verborgenem Goldschatz, ehrenwerten und ehrlosen Ganoven, einem Bösewicht, der gnadenlos die Schwächsten foltert, und einer Legende, die die Befreiung von diesem Joch durch eine Heilsbringerin verspricht.

Wirres Drehbuch verschenkt viel Potenzial

Aber leider verzettelt sich «Briganti» heillos in dieser Geschichte. Da wechseln ständig die Allianzen, jede:r hintergeht jede:n. Dem zu folgen ist schon schwierig genug. Doch kaum meint man, man habe begriffen, wer da gerade mit und gegen wen kämpft, taucht aus dem Nichts eine neue Figur auf, die alles wieder durcheinanderwirbelt.

Eine Frau in festlicher Kleidung sitzt auf einem Sessel, im Schoss ein Gewehr
Ist die Bandenanführerin Michelina (Matilda Lutz) die ersehnte Befreierin der unterdrückten Sizilianer:innen? © Netflix

Mit diesen wirren Sprüngen verschenkt die Serie viel ihres Potenzials. Schade, denn immerhin schafft sie es, gleich mit drei Frauenfiguren aufzuwarten, die nicht etwa die Bohnen am Lagerfeuer kochen, sondern die Männer nach ihren Pfeifen tanzen lassen.

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Besetzung: Michaela De Rossi | Marlon Joubert | Ivana Lotito | Matilda Anna Ingrid Lutz | Federico Ielapi | Orlando Cinque | Pietro Micci
Genre: Abenteuer | Historie
ITA, 2024

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