Was die Photovoltaik-Anlage bringt

Seit knapp drei Jahren liefert eine PV-Anlage auf unserem Hausdach Strom. Im Keller steht zudem eine Batterie, die überschüssigen Strom für spätere Nutzung speichert – sehr zu empfehlen. Wie Verbrauch und Produktion übers Jahr aussieht, zeigt diese Grafik für letztes Jahr:

Insgesamt hat die PV-Anlage knapp über die Hälfte des Strombedarfs abgedeckt. Die Batterie hat den Eigenverbrauch des PV-Stroms dabei stark erhöht. Und das lohnt sich. Denn man «verdient» mehr, wenn man den PV-Strom selber verbraucht, als wenn man ihn ins Netz zurückspeist. Konkret: Jede kWh, die ich selber verbrauche, spart mir 24 Rappen. Für eine kWh, die ich ins Netz speise, bekomme ich nur 7 Rappen.

Und dann noch zur Schlussabrechnung. Mein PV-Anlage hat 2021 11'020 kWh produziert, der Verbrauch lag bei 9990 kWh. Also eigentlich mehr produziert als verbraucht. Aber weil das halt saisonal und im Tagesverlauf sehr unterschiedlich ist, braucht es trotzdem Strom vom Netzanbieter.

Hier siehts dann so aus: Total bezogen vom Netzanbieter 4920 kWh - eingespeist hat die PV ins Netz aber sogar 5690 kWh. Leider bekomme ich jetzt aber nicht mehr Geld zurück vom Netzanbieter, als ich bezahlen muss, weil die Vergütung halt weniger als ein Drittel dessen beträgt, was der Netzanbieter für die kWh verlangt (s. oben). Das ist ein bisschen ärgerlich.

Projekt Wärmepumpe abgeschlossen

Von der alten Gasheizung und -warmwassererzeugung zur Wärmepumpe mit Megaboiler (also er braucht vor allem mehr Platz bei etwas mehr Warmwasserspeicher). Dass der Umbau ausgerechnet in den kältesten Tagen passierte, war ziemlich mühsam. Aber das Resultat macht Freude, wenns auch noch ein bisschen Gewöhnung und Ausprobieren mit den Einstellungen verlangt. Vor allem bin ich gespannt, wie sich die Koppelung der Wärmepumpe mit der Solaranlage bewähren wird🌞.

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Als den Australiern ein Premierminister abhanden kam

Australien ist ja in manchen Dingen ziemlich einzigartig: Von der Schönheit des Great Barrier Reef bis zu diesen drolligen, dauerzugedröhnten Baumbären, die dort leben. Australien ist aber auch eines der wenigen, wenn nicht das einzige Land, dem ein amtierender Regierungschef abhanden kam.

Harold Holt, 1964. Foto: Wikimedia/National Archives of Australia

Vor 45 Jahren, am 17. Dezember 1967, beschloss der damalige australische Premierminister Harold Holt, an seinem Lieblingsstrand Cheviot Beach in der Nähe der Stadt Portsea schwimmen zu gehen. Er war nicht alleine. Drei Freunde und zwei Leibwächter begleiteten Holt. Holt wurde gewarnt, dass der hohe Wellengang gefährlich sein könnte. Aber er liess sich nicht abhalten, ging ins Wasser, schwamm hinaus und ward nie mehr wieder gesehen. Seine Leiche wurde nie gefunden.

Von Haien gefressen?

Aber selbstverständlich glaubt eine so einfache Erklärung auch nur, wer davon überzeugt ist, die Amerikaner seien tatsächlich auf dem Mond gelandet. Die Wahrheit, wissen viele Australier, ist eine ganz andere. Nur welche, da sind sie sich nicht so einig. Einige erzählen, Holt habe eine Geliebte gehabt und seinen eigenen Tod nur vorgetäuscht, um mit ihr zu verschwinden. Andere sind davon überzeugt, dass Holt ermordet wurde, weil er sich gegen die Errichtung US-amerikanischer Militärbasen wehrte.

Das chinesische U-Boot

Am besten gefällt mir aber diese Geschichte: Holt sei auf offenem Meer an Bord eines chinesischen U-Boots geholt worden. Entweder freiwillig, weil er eigentlich als Spion für die Chinesen gearbeitet hatte. Oder er sei entführt worden als Strafe für das australische Engagement im Vietnamkrieg.

Die Geschichte des Premierministers, der dem Land abhanden kam, beschäftigt die Australier bis heute. Erst kürzlich sind zwei Fernsehfilme gedreht worden, die sich Holts Schicksal annahmen, mit verschiedenen Theorien. Vom Dokudrama «The Prime Minister Is Missing» (2008) ist nur ein Ausschnitt auf YouTube online.

Der Morgengrüsser (salvatus matutinum)

Der Morgengrüsser. Foto: Bürgler

Schon seit einigen Wochen begrüsst mich auf der morgendlichen Fahrt ein Vogel. Er wartet immer an der selben Stelle. Dort, wo sich im Morgenverkehr die Autos vor einer Ampel stauen.

Wahrscheinlich ist es dem Vogel ziemlich egal, ob ich im Auto sitze oder jemand anders. Er schaut zwar ziemlich unerschrocken kurz ins Wageninnere. Interessiert ist er aber vor allem am Rückspiegel. Vor dem flattert er jeweils ein paar Mal aufgeregt herum. Dann zieht er zum nächsten Wagen in der Kolonne weiter.

Zuerst dachte ich, der Vogel suche da nach Nahrung. Macht aber wenig Sinn. Die zerquetschten Insekten fände er auf der Windschutzscheibe, nicht im Rückspiegel. Vielleicht interessiert ihn sein Spiegelbild? Möglicherweise leidet er an einer narzistischen Störung und versucht, mit sich selber zu balzen? Kluge Erklärungen für das eigentümliche Verhalten sind gesucht.

Bis dahin ist er für mich ein typischer Morgengrüsser (salvatus matutinum) – oder so.

Mein Berliner Berlin Moment

Ich war für drei Tage in Berlin am Prix Europa. Wenn ich da auf die S-Bahn ging, kam ich jeweils am Hotel Ibis vorbei. Dort wohnte ich vor zwei Jahren, als ich schon mal am Prix Europa war.

Diesmal wohnte ich woanders, aber ganz in der Nähe. Da hab ich mir spät abends zur Erholung den Film «Hanna» angeschaut. Im Film gibts eine Szene, in der Eric Bana nach Berlin fährt. Er steigt an einem Busbahnhof aus, der mir schon sehr bekannt vorkam. Und Sekunden später stand er – wo wohl?

Hotel Ibis beim Messegelände in Berlin. Foto: Bürgler
Eric Bana in Berlin. Screenshot aus «Hanna»

Im Film wird er verfolgt von unfreundlichen Gestalten. Die erledigt er in der Unterführung, die nur ein paar Meter vom Hotel entfernt ist – und mir auch gut bekannt. Wenn man da nachts durch muss, ist das kein angenehmes Gefühl. Nachdem ich im Film dann noch die vier Leichen da liegen sah, war mir leicht mulmig, als ich am folgenden Abend da auch wieder durchkam. Aber – ging alles gut 🙂

Im Trailer zu «Hanna» ist die Kampfszene in der Unterführung bei 2:02 ganz kurz zu sehen.

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