The Imperfects (Staffel 1) – Ein billiger Abklatsch von «Stranger Things» und Co.

Läuft bei: Netflix (1 Staffeln, 10 Episoden à 45 Min.)

Drei Jugendliche werden von einem verantwortungslosen Wissenschaftler mit einer experimentellen Gentherapie behandelt. Die Therapie hat monströse Nebenwirkungen.

Schreien, verführen, aussaugen

Tilda (Morgan Taylor Campbell) wird zu einer Banshee, deren Schreie Menschen durch die Luft wirbeln lässt. Abbi (Rhianna Jagpal) verströmt als Succubus Pheromone, so dass alle um sie herum ihr verfallen. Juan (Iñaki Godoy) verwandelt sich in einen Chupacabra. Auf Deutsch etwa «Ziegensauger», wobei Juan in seiner Monsterform auch Menschenfleisch nicht verachtet.

Geplagt von unerwünschten Nebenwirkungen: Abbi, Tilda und Juan, blutverschmiert, weil er gerade als Chupacabra unterwegs war. © Netflix

Die drei wenden sich an Dr. Alex Sarkov (Rhys Nicholson), der sie behandelt hat, mit der Bitte um Hilfe. Doch der hat anderes im Sinn mit seinen Versuchskaninchen und verschwindet. Das Trio macht sich auf die Suche nach ihm. Hilfe erhalten sie dabei von Sarkovs ehemaliger Mitarbeiterin, Dr. Sydney Burke (Italia Ricci).

Regierungsbehörde – dubios

Ebenfalls interessiert an Sarkov ist da noch eine dubiose Regierungsbehörde namens «Flux», die gefährliche Wissenschaftler wie Sarkov unschädlich machen soll.

Schon bald merken die drei, dass sie nicht die einzigen waren, denen Sarkov seine zweifelhafte Therapie angedeihen liess.

Einschätzung

Ich habe mich durch alle zehn Episoden durchgekämpft, in der leisen Hoffnung, es könnte vielleicht doch noch besser werden. War aber nix.

Eindimensionale Figuren

«The Imperfects» ist von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur schlecht. Ein billiger Abklatsch, der versucht, auf der Erfolgswelle von Serien wie «Stranger Things» zu reiten.

Die Figuren sind völlig eindimensional. In jeder Szene spielen sie den einzigen Charakterzug aus, den ihnen die Story zugesteht.

Was die Jungen halt auch noch so beschäftigt

Tilda ist die skrupellose Rebellin, Abbi die bedächtige Gescheite und Juan der noch Pubertierende. Besonders nervig aber ist der Bösewicht Sarkov, der als hyperaktives Genie in jedem Satz unter Beweis stellen muss, wie ihm Menschlichkeit am A… vorbeigeht.

Die Story mäandert von einem Problem zum nächsten, das sich dem Trio auf dem Weg zur Heilung in den Weg stellt. Ein Spannungsbogen ist dabei nicht erkennbar, alles bleibt gleichförmig.

Eingestreut sind die üblichen Probleme der jungen Jahre: Verlieben, Freundschaft, Familie. Auch die krebskranke Mutter fehlt nicht, verschwindet allerdings schlagartig wieder.

Das Monsterding ist nicht Juans einziges Problem. Er hat auch eine schwierige Beziehung zu seinem Bruder. © Netflix
Traue keinem über 30

Die CGI ist schlecht. Der Chupacabra taucht jeweils nur für Sekunden auf. Von einer anderen Figur, die die Gestalt wechselt, hören wir einzig das Knochenknacken, die Verwandlung findet ausserhalb des Kamerablicks statt.

Natürlich gehöre ich nicht zur Zielgruppe dieser Serie. Das zeigt sich schon daran, dass alle Guten knapp 20 sind, der böse und die gute Wissenschaftler:in etwa 5 Jahre älter und sonst gilt: Traue keinem über 30.

Trotzdem. Auch eine Coming-of-Age-Story (in der Presseankündigung übrigens als Coming-of-Rage verkauft, haha) verdient ein besseres Script. Beispiele dafür gibt es genügend. Auch bessere Darsteller:innen könnte man wählen. Solche, die mehr als zwei Gesichtsausdrücke beherrschen.

Wie viele Sterne gibst du «The Imperfects» Staffel 1?

Besetzung: Italia Ricci | Morgan Taylor Campbell | Rhianna Jagpal | Iñaki Godoy | Kyra Zagorsky | Rhys Nicholson
Serie entwickelt von: Shelley Eriksen | Dennis Heaton
Genre: Science-Fiction | Action | Abenteuer
USA/CAN, 2022

The Undeclared War (Staffel 1) – Cyberthriller mit zu viel Zeitgeist-Beigemüse

3 von 5 Sternen

Läuft bei: Sky (1 Staffel, 6 Episoden à 45 Min.)

Saara Parvin (Hannah Khalique-Brown) hat ihren ersten Arbeitstag als Praktikantin in den «Government Communications Headquarters» (GCHQ). Die britische Regierungsbehörde ist für die Cybersicherheit des Landes zuständig.

Die Praktikantin stellt die Nerds in den Schatten

Saara hat ein gutes Timing. Es wird gleich spannend, weil eine russische Cyberattacke Teile des britischen Internets lahmlegt. Die blitzgescheite IT-Studentin beweist, was sie drauf hat. Sie findet in der russischen Malware den Code für eine zweite Angriffsstufe.

In den GCHQ klopft man sich gegenseitig auf die Schultern: well done, let’s go for a pint! Dabei war das erst der Anfang des russischen Angriffs.

Saara (Hannah Khalique-Brown) macht sich nicht nur Freunde unter den GCHQ-Codern, als sie einen zweiten Angriffscode entdeckt. © Sky/NBCUniversal
Nur die Vorstufe zum richtigen Krieg

Was die Russen im Schilde führen, erfahren wir durch Vadim (German Segal). Er war auf derselben Uni wie Saara, wurde aber nach Russland zurückbeordert. Er landet beim Geheimdienst (FSB) als Coder in der Abteilung, die den Angriff auf Grossbritannien orchestriert.

Vadim ist entsetzt, als er die Ziele des Angriffs erfährt. Der FSB nimmt einen heissen Krieg mit den Briten in Kauf. Deshalb versteckt Vadim in der Malware eine Botschaft für ein Treffen.

Die Gefahr nicht erkannt

Saara entschlüsselt die Botschaft und trifft Vadim, der sie vor einer dritten Angriffswelle warnt. Allerdings kann er keine genauen Angaben machen, wie und wo die Russen zuschlagen werden. Für Saaras Vorgesetzten Danny (Simon Pegg) ist die Warnung zu vage. Saara muss auf eigene Faust weitersuchen.

Einschätzung

In den letzten beiden Episoden wird «The Undeclared War» richtig spannend. Die Russen sabotieren die britischen Parlamentswahlen, auf der Strasse protestieren Hunderttausende, die Regierung steht unter Druck und beschliesst massive Vergeltungsschläge gegen Russland.

Was will die Serie bloss?

Um so weit zu kommen, braucht es aber Durchhaltewillen. Die Serie hat zu viele Mängel und erweckt durchgehend den Anschein, dass sie nicht so genau weiss, was sie eigentlich will.

Natürlich: Der Cyberwar ist ein zentrales Thema. Das ist sogar witzig inszeniert. Wenn Saara sich an die Tastatur setzt und auf dem Bildschirm die Codezeilen vorbeiflimmern, wechselt die Szenerie. In einer Art Virtual Reality wandert Saara bewaffnet mit einem Werkzeuggürtel durch Gebäude und versucht Schlösser zu knacken und Hinweise zu finden.

Unterwegs in der Malware: Statt langweilige Codezeilen durchforstet Saara Gebäude. © Sky/NBCUniversal
Zeitgeist ohne Ende

Aber dann ist da auch Rassismus. Saara ist Muslima, ihr Bruder entsetzt, als er erfährt, dass sie für den repressiven Staatsapparat arbeitet, unter dem ihre Gemeinschaft zu leiden hat. Familiär kommen unbewältigte Probleme mit ihrem Vater dazu.

Rechtsnationale Hooligans tauchen auch auf, aufgewiegelt durch Medien, die Fake News verbreiten. Die Schlägertruppe überfällt ein linkes Aktivistencamp, in dem Saaras Freund verkehrt. Die Polizei schaut dabei zu und grinst hämisch.

Klar, altbacken geht heute nicht mehr

Und was mit non-heteronormativ gibt es auch: Saara verliebt sich am neuen Arbeitsort. Sie geht nicht mit einem Kollegen fremd, sondern mit der NSA-Verbindungsfrau.

Es leuchtet mir völlig ein, dass der Autor Peter Kosminsky versucht, eine altbackene Inszenierung zu vermeiden, in der sich das Geschehen auf der Chefetage mit alten weissen Männern abspielen würde. Aber auch das funktioniert nur, wenn der Plot fokussiert und die alternativen Hauptfiguren überzeugend und konsistent sind.

Die Chefetage – hier eine Krisensitzung des Kabinetts – spielt nur die zweite Geige in der Story. © Sky/NBCUniversal
Zu viel gewollt und deshalb überladen

Das ist hier nicht der Fall. Die Geschichte mäandert vom Politthriller zum Familiendrama, von der Liebesgeschichte (übrigens mit Vadim alles auch in russischer Version erhältlich) bis zur Gesellschafts- und Medienkritik.

Logischerweise wirken die Hauptfiguren deshalb überladen und unbeständig. Man fragt sich dauernd, worauf es bei ihren Figuren jetzt eigentlich ankommt.

Hätte spannend sein können, wenn …

Schwierig wird es auch, wenn man Schauspieler wie Simon Pegg und allen voran Mark Rylance in die zweite Reihe stellen will. Sobald Rylance im Bild ist, verblasst alles rundum. Da hat Saara als Figur und Hannah Khalique-Brown als Schauspielerin keine Chance.

Wenn «The Undeclared War» tatsächlich nur die titelgebende Geschichte erzählen würde, wäre die Serie womöglich spannend. So irritiert sie mit durcheinander gewürfelten Erzählsträngen, die der Serie weder Tiefe noch Vielfalt verleihen.

Mark Rylance dominiert jede Szene, in der er vorkommt. Nicht nur, wenn die Kamera auf ihn fokussiert. © Sky/NBCUniversal
Einen Extra-Stern für Mark Rylance

Deshalb gibt es nur 2 Sterne, plus einen Stern für Mark Rylance, der auch in seiner winzigen Nebenrolle wieder mal glänzt. (Wahrscheinlich spielte er nur mit, weil er mit Kosminsky befreundet ist. Die beiden haben bei «Wolf Hall» zusammengearbeitet. Diese Serie, basierend auf dem Buch der kürzlich verstorbenen Hilary Mantel, war sehr gut).

Wie viele Sterne gibst du «The Undeclared War» Staffel 1?

Besetzung: Hannah Khalique-Brown | Simon Pegg | Maisie Richardson-Sellers | Edward Holcroft | Adrian Lester | Mark Rylance | German Segal | Alex Jennings | Tinatin Dalakishvili
Serie entwickelt von: Peter Kosminsky
Genre: Thriller | Science-Fiction | Drama
GB, 2022

The Lazarus Project (Staffel 1) – Und täglich grüsst der Weltuntergang

3 von 5 Sternen

Läuft bei: Sky (1 Staffel, 8 Episoden à 45 Min.)

Die schlechte Nachricht: In den letzten Jahrzehnten ist die Welt mehrmals untergegangen, die Menschheit wurde ausgelöscht. Meist durch Atomkriege wie 1962 als Folge der Kuba-Krise, 1971 durch den Konflikt zwischen Indien und Pakistan oder auch durch eine weltweite Pandemie wie 2020.

«Lazarus» lässt die Welt wiederauferstehen

Die gute Nachricht: Es gibt eine geheime Organisation, die diese Weltuntergänge verhindert. «The Lazarus Project» dreht die Zeit zurück und beeinflusst den Lauf der Dinge so, dass die Welt nicht zerstört wird.

Zwei Frauen im Vordergrund. Dahinter weitere Menschen. Sie schauen zu einer Anzeige empor, die nicht im Bild zu sehen ist.
In der Zentrale der Zeitwirtschaft: Wes (Caroline Quentin), die Herrin über die Zeitsprünge und Agentin Archie (Anjli Mohindra). © Sky

Von diesen Zeitsprüngen zurück auf jeweils den 1. Juli des Jahres merkt die normale Bevölkerung nichts. Nur die Lazarus-Agent:innen nehmen das wahr, weil sie ein Serum injiziert bekommen haben. Dann gibt es noch extrem seltene Fälle von natürlicher Wahrnehmung der Zeitsprünge.

George wird «Lazarus»-Agent

George Addo (Paapa Essiedu) gehört zu den wenigen Menschen, die diese Fähigkeit besitzen. Er wacht am 1. Juli 2022 auf und erlebt exakt denselben Tag nochmal. George zweifelt an seinem Verstand, bis er von Archie (Anjli Mohindra) kontaktiert wird.

Die Lazarus-Agentin erklärt ihm, dass «Lazarus» mal wieder die Zeit zurückdrehen musste und rekrutiert George für das Projekt. George findet den neuen Job spannend. Doch dann trifft ihn ein Schicksalsschlag.

Ein Paar schlendert lächelnd vor einem Parkplatz vorbei.
Für George (Paapa Essiedu) gab es eine kurze Zeit, als er unbeschwert mit seiner Freundin Sarah (Charly Clive) zusammen lebte. © Sky
Die Freundin retten durch den Weltuntergang

Seine Freundin Sarah (Charly Clive) kommt ums Leben. Mit einem Zeitsprung könnte «Lazarus» das ungeschehen machen. Aber damit die Maschinerie in Gang gesetzt wird, muss George zuerst den Weltuntergang herbeiführen.

Einschätzung

Was? Wer? Wie? Warum? Am Anfang ist es gerade ein bisschen viel, was einem «The Lazarus Project» zumutet.

Die Frau am Zeitsprung-Drücker

Irgendwo steht eine Maschine, die die Erde rückwärts um die Sonne rotieren lässt und damit die Zeit zurückdreht. Soll irgendwie mit Quantenmechanik funktionieren, heisst es.

Den Befehl für den Zeitsprung gibt eine einzelne Person: Wes (Caroline Quentin), die Chefin des «Lazarus Projects». Höhere Mächte werden zwar angedeutet, aber der ganze Prozess scheint nicht besonders demokratisch organisiert.

Mann mit krausem Haar hält eine Waffe schussbereit.
Die «Lazarus»-Agenten wie hier Shiv (Rudi Dharmalingam) sind unzimperlich, wenn es darum geht, den Weltuntergang zu verhindern. © Sky
Keine Serie für Wahrscheinlichkeitskrämer:innen

Vor allem, wenn man sich noch vorstellt, dass der Zeitsprung wahrscheinlich das ganze Universum betrifft. Was sagen die Aliens dazu? Und wieso entwickelt George von einem Tag auf den anderen die Fähigkeit, die Zeitsprünge wahrzunehmen? War da was mit Eiweissmutation?

Wer all diese Fragen nicht beiseiteschieben kann und sich nicht einfach auf die Prämissen der Serie einlässt, der:die sollte die Finger davon lassen.

Die Tragik der Zeitsprünge

Wenn man sich darauf einlässt, gibt’s dafür eine ansprechend spannende und unterhaltsame Geschichte mit viel Action, die der ganzen Zeitsprung-Thematik auch noch einen emotionalen Twist abringt.

Da gibt es etwa eine Agentin, die ein Kind bekommen hat. Es droht aber ein Zeitsprung, der vor ihre Schwangerschaft führen würde. Das Kind würde nie gezeugt. Sie fleht Wes vergeblich an, den Befehl nicht zu geben. Es kommt dann noch schlimmer mit dem zweiten Kind.

Ein Paar sitzt auf einem Bett. Die schwangere Frau hält eine Hand auf ihren Bauch.
Janet (Vinette Robinson) und Rebrov (Tom Burke) wenden sich nach einer Zeitsprung-Tragödie vom «Lazarus-Project» ab. © Sky
Kein Happy End, sondern ein Cliffhanger

Auch Georges Mission, seine Freundin von den Toten auferstehen zu lassen, nimmt eine unerwartete Wendung. Glücklicherweise dient diese etwas allzu rührselige Geschichte nur als Katalysator für Action und Intrigen.

Störend allerdings: Die Serie schliesst zwar einen Teil des Plots ab, endet aber mitten in einem neuen, scheinbar ausweglosen Weltuntergangsszenario. Immerhin ist die zweite Staffel bestätigt. Wir werden in etwa einem Jahr erfahren, ob die Menschheit weiterexistieren wird.

Wie viele Sterne gibst du «The Lazarus Project» Staffel 1?

Besetzung: Paapa Essiedu | Anjli Mohindra | Rudi Dharmalingam | Caroline Quentin | Tom Burke | Vinette Robinson | Charly Clive
Serie entwickelt von: Joe Barton
Genre: Science-Fiction | Action | Drama
GB, 2022

Devs (Mini-Serie) – Quantencomputer gegen den freien Willen

Läuft bei: Disney+ (Mini-Serie, 8 Episoden à 50 Min.)

Lily (Sonoya Mizuno) und ihr Freund Sergei (Karl Glusman) arbeiten für das Tech-Unternehmen Amaya. Sergei wird vom Amaya-Chef Forest (Nick Offerman) ins «Devs»-Team berufen. Diese Eliteprogrammierer:innen arbeiten an einem geheimnisvollen Projekt, in dessen Zentrum ein ultraleistungsfähiger Quantencomputer steht.

Der Freund verschwindet

Nach seinem ersten Arbeitstag bei «Devs» kommt Sergei am Abend nicht nachhause. Lily ist beunruhigt und meldet ihren Vorgesetzten bei Amaya, dass Sergei verschwunden ist. Der Sicherheitschef Kenton (Zach Grenier) zeigt ihr Bilder von Überwachungskameras, die Sergei beim Verlassen des Firmengeländes zeigen.

Das Verschwinden ihres Freunds führt Lily (Sonoya Mizuno) auf die Spur des wahren Ziels des Projekts «Devs». © FX

Lily kann sich nicht damit abfinden, dass ihr Freund einfach so abgehauen sein soll. Sie bittet ihren Ex-Freund Jamie (Jin Ha) um Hilfe. Er soll ein passwortgeschütztes Programm auf Sergeis Handy knacken. Jamie will ihr aber (noch) nicht helfen.

War es wirklich Suizid?

Am nächsten Tag wird Sergeis Leiche auf dem Amaya-Gelände gefunden. Aufnahmen der Überwachungskameras zeigen, wie er sich mit Benzin übergiesst und anzündet.

Dass Sergei Suizid begangen haben soll, ist für Lily unvorstellbar. Einen ersten Hinweis, dass sie recht haben könnte, ergibt sich aus dem Programm auf seinem Handy. Jamie entschlüsselt es schliesslich doch für Lily. Die Spur, die sie darauf findet, deutet auf Spionage und möglicherweise Mord.

Einschätzung

Nach den ersten beiden Episoden könnte man meinen, «Devs» sei ein herkömmlicher Thriller im Silicon-Valley-Milieu. Ist es auch ein bisschen, aber das ist bei weitem nicht alles, was die Serie zu bieten hat. Mehr zum Inhalt preiszugeben, würde aber den Spass verderben.

Faszinierend kühl und gemächlich

Doch schon von Beginn an spürt man, dass sich hier kein Whodunit herkömmlicher Machart abspielen wird. Dafür sind die Figuren zu distanziert, wirken seltsam emotionslos. Mit Ausnahme von Lily, die ihre Befürchtungen über Sergeis Schicksal mit Tränen in den Augen ausdrückt. Doch Lily wird sich später ebenfalls der allgemeinen Kühle und Rationalität hingeben.

Die Stunde der Wahrheit: Katie (Alison Pill) erzählt Lily, was wirklich passiert ist und geschehen wird. © FX

Auch das Tempo ist für einen Thriller viel zu gemächlich. Beides nicht ganz untypisch für den Macher der Serie: Alex Garland. Garland ist vor allem bekannt für den Sci-Fi Thriller «Ex Machina» (fand ich sehr gelungen) und das Horrordrama «Annihilation» (fand ich wenig gelungen).

«Devs» stellt tiefgründige Fragen

Wie in seinen beiden Filmen unterlegt Garland auch in «Devs» die Handlung mit philosophischen Betrachtungen. Ohne zu viel zu verraten, geht es in «Devs» um die Frage des freien Willens gegen Determinismus.

Das verpackt er geschickt in eine Geschichte, die dazu die Übermacht der Tech-Giganten und die fehlende Kontrolle über diese Firmen thematisiert und die Frage, wie viele Welten existieren eigentlich?

Die verstorbene Tochter als gruslige Statue

Etwas banal wirkt einzig die Motivation von Forester, die Forschung an seinem mysteriösen Projekt verbissen voranzutreiben. Er kommt nicht über den Tod seiner kleinen Tochter hinweg.

Amaya ist allgegenwärtig in Forests (Nick Offerman) Tech-Firma. © FX

Nach ihr ist nicht nur seine Firma benannt. Eine gigantische, ziemlich gruslige Statue seiner Amaya überragt auch das ganze Gelände. Aber für den Plot ist dieser Schicksalsschlag entscheidend.

Nach dem Ende geht es weiter – im eigenen Kopf

Man lässt sich am Schluss gerne und mit Gewinn auf die leicht verwinkelte und etwas behäbige Geschichte ein. Zudem ist es eine dieser eher seltenen Geschichten, bei der nach dem Ende der Serie die Gehirnwindungen noch ein bisschen weiterdrehen.

Wie viele Sterne gibst du «Devs»?

Besetzung: Sonoya Mizuno | Nick Offerman | Jin Ha | Cailee Spaeny | Alison Pill | Stephen McKinley Henderson | Zach Grenier | Jefferson Hall
Serie entwickelt von: Alex Garland
Genre: Drama | Mystery | Science-Fiction
USA, 2020

Westworld (Staffel 4) – Eine tolle Serie hat ihren Zenit überschritten

Läuft bei: Sky (4 Staffeln, 36 Episoden à 55 Min.)

Was bisher geschah
Weil es viel zu kompliziert ist, die Handlung der vorhergehenden Staffeln zusammenzufassen, empfehle ich dafür ein YouTube-Video (Engl. mit engl. UT):
WESTWORLD Season 1-3 Recap (22 Min.) oder nur die 3. Staffel (8 Min.)

Sieben Jahre sind vergangen seit der Zerstörung von «Rehoboam», dem System, das in Staffel 3 die Menschheit manipulierte. Charlotte Hale (Tessa Thompson) verfolgt gemeinsam mit William (Ed Harris) ihr Ziel, die Kontrolle über die Menschen zu erlangen.

Dolores ist jetzt Christina

Charlotte (die ja eigentlich Dolores Abernathy ist) ersetzt Menschen durch Hosts. Ihre Gegenspieler:in sind Maeve (Thandiwe Newton) und Caleb (Aaron Paul), die ihre Pläne zu durchkreuzen versuchen.

Teddy (James Marsden) war die grosse Liebe von Dolores. Er öffnet Christina (Evan Rachel Wood) die Augen. © HBO

In New York lebt Christina (Evan Rachel Woods), die aussieht wie Dolores, aber offensichtlich nicht die uns bekannte Dolores ist. Sie arbeitet für eine Unterhaltungsfirma und erfindet Charaktere für Computergames.

Die Apokalypse naht

Allerdings scheint ihre Arbeit eng verknüpft mit der Realität. Ein Mann wirft ihr vor, dass sie sein Schicksal bestimme. Tatsächlich weist er Ähnlichkeiten auf mit einer von Christinas fiktiven Figuren. Und wie diese Figur nimmt er sich das Leben.

Auch Bernard (Jeffrey Wright) begegnen wir wieder. Er hat Jahre in der virtuellen Welt, dem «Sublime» verbracht und Simulationen durchgespielt. Bernard weiss nämlich, dass die reale Welt dem Untergang geweiht ist. Nur eine einzige Reihe von Ereignissen könnte das verhindern. Die will er jetzt in Gang setzen.

Einschätzung

Es ist ziemlich aussichtslos, die Story der vierten Staffel von «Westworld» nachzuerzählen. Die Zeitebenen werden – wie üblich in dieser Serie – wild durcheinandergewirbelt. Und alles ist viel komplizierter, als es scheint.

Rätsel um Rätsel

Im zweiten Teil dreht die Geschichte in eine andere Richtung, als man zu Beginn erwarten würde. Die Hosts haben die Welt erobert und den Spiess umgedreht. Charlotte lässt die Menschen wortwörtlich nach ihrem Willen tanzen.

Das ist einerseits faszinierend. Andererseits beschleicht einen der Verdacht, dass die vielen Rätsel, die unendlichen Verwirrspiele, die uns die Serie auftischt, nur noch reiner Selbstzweck sind.

Charlotte (Tessa Thompson) hat sich die Menschen untertan gemacht. © HBO
Ein bisschen wie «Inception» – man kann es lieben oder hassen

Wäre nicht ganz überraschend, schliesslich steckt ein Nolan hinter der Serie. Jonathan, der Bruder von Christopher Nolan. Dessen Film «Inception» teilt die Welt ja auch in zwei Lager: Die grossen Fans und die Hater, die dem Film vorwerfen, das sei reine selbstverliebte Gehirnwindungsverdrehung. Oder neudeutsch: ein Mindfuck.

Auf jeden Fall ist es ziemlich anstrengend, dauernd darauf zu achten, ob wir gerade wieder die Zeitachse gewechselt haben. Rauszufinden, ob da ein Host oder ein Mensch vor einem steht. Und überhaupt: In welcher (virtuellen) Realität sind wir eigentlich?

Ehrvoller Abgang mit einer fünften Staffel – hoffentlich

Trotzdem bewahrt die Geschichte einiges an Reiz. Auch wenn man gerade den Faden verloren hat, welche Version von Maeve wiedermal von den Toten auferstanden ist.

Die ganz grosse Begeisterung, die vor Jahren die ersten beiden Staffeln von «Westworld» auslösten, stellt sich nicht mehr ein. Die Serie hat ihren Zenit überschritten. Jetzt noch ein ehrenvoller Abschluss mit einer fünften Staffel und dann ist gut.

Wie viele Sterne gibst du «Westworld» Staffel 4?

Besetzung: Evan Rachel Woods| Thandiwe Newton | Ed Harris | Jeffrey Wright | Tessa Thompson | James Marsden | Luke Hemsworth | Aaron Paul | Angela Sarafyan | Aurora Perrineau | Nozipho Mclean
Serie entwickelt von: Lisa Joy | Jonathan Nolan
Genre: Science-Fiction | Thriller | Mystery
USA, 2022

For All Mankind (Staffel 3) – Das Rennen zum Mars

Läuft bei: Apple TV+ (3 Staffeln, 30 Episoden à 60 Min.)

«For All Mankind» – Was bisher geschah
Im Juni 1969 setzt erstmals ein Mensch seinen Fuss auf den Mond: der russische Kosmonaut Alexei Leonov. Die NASA hat den Wettlauf auf den Mond verloren.
In der ersten Staffel gehen die Rivalitäten zwischen den USA und der UdSSR auf dem Mond weiter mit der Suche nach Wasser und der Errichtung einer permanenten Mondbasis.
In der zweiten Staffel verschärft sich der Kalte Krieg unter Präsident Reagan. Das hat Auswirkungen auf die NASA. Die Mondmission wird militarisiert, es fällt der erste Schuss auf dem Erdtrabanten.

Wir sind im Jahr 1992 angelangt. Karen Baldwin (Shantel VanSanten) eröffnet ein Weltraumhotel. Zur Einweihung feiert Danny Stevens (Casey W. Johnson) seine Hochzeit im «Polaris».

Ed Baldwin (Joel Kinnaman), Karens Ex-Mann, ist unter den Gästen mit seiner neuen Ehefrau und auch Danielle Poole (Krys Marshall) mit Familie. Doch die Weltraumparty endet in einer Katastrophe.

Drei Missionen zum Mars

Karen verkauft die Überreste von «Polaris» an Dev Ayesa (Edi Gathegi), der mit seinem Unternehmen «Helios Aerospace» ins Rennen um den ersten bemannten Marsflug einsteigen will. Damit konkurrieren drei Missionen im Wettlauf um den ersten Menschen auf dem Mars: «Helios», die NASA und die russische Roscosmos.

Molly Cobb (Sonya Walger) ernennt Ed zum Kommandanten der NASA-Mission. Das passt NASA-Direktorin Margo Madison (Wrenn Schmidt) überhaupt nicht. Sie feuert Molly und setzt Danielle Poole als Kommandantin ein. Ed wechselt daraufhin zur Konkurrenz und übernimmt die «Helios»-Mission.

Bill Clinton wird nicht Präsident

Margo hat neben der Marsmission noch andere Sorgen. Die Russen erpressen sie und verlangen die Baupläne für den atomaren Antrieb des amerikanischen Raumschiffs. Sie drohen damit, Sergei Nikulov (Piotr Adamczyk), Margos heimliche Liebe, umzubringen.

Die ehemalige Astronautin Ellen Wilson (Jodi Balfour) ist in die Politik gegangen. Sie schlägt im Wahlkampf Bill Clinton und wird Präsidentin der USA. Ellen lebt als lesbische Frau noch immer in einer Zweckehe mit ihrem schwulen Mann. Als Larry eine Affäre hat mit einem White House-Angestellten, droht die ganze Sache aufzufliegen.

Auf dem Mars gehen die Rivalitäten weiter

1995 starten die drei Missionen. Das Rennen auf den Mars wird äusserst knapp entschieden. Alle drei Teams landen letztlich auf dem roten Planeten. Die Rivalitäten gehen weiter. Katastrophen und unvorhergesehene Ereignisse zwingen die Crews aber zur Zusammenarbeit, um zu überleben.

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Einschätzung

«For All Mankind» ist immer wieder mal auf der Empfehlungsliste aufgetaucht. Erst vor ein paar Wochen bin ich in die erste Staffel eingestiegen – und konnte nicht mehr aufhören.

Die ganz andere Geschichte der Raumfahrt

Die Prämisse, dass die Russen das Rennen auf den Mond gewonnen haben, erlaubt «For All Mankind» eine ganz andere Geschichte der Weltraumfahrt zu erzählen. Dabei lässt sie einige historische Tatsachen stehen, andere stellt sie auf den Kopf.

So folgt etwa auf Richard Nixon Ted Kennedy ins Amt des US-Präsidenten. Die Crew von Apollo 11 besteht historisch korrekt aus Armstrong, Aldrin und Collins. Doch schon bei Apollo 15 ist die erste Astronautin an Bord.

Hochkarätige Soap Opera – nicht nur für Raketenfans

Das Spiel mit der alternativen Geschichte ist witzig, aber nicht der Kern der Serie. Man muss auch kein Fan von Saturn V Raketen sein, um in die Serie einzutauchen. Die Raumfahrt ist nur ein Vehikel, um nervenaufreibende Rettungsaktionen im All zu zeigen.

«For All Mankind» ist vor allem eine hochkarätige Soap Opera. Es geht darum, die Freuden und Leiden des umfangreichen Figurenarsenals zu erzählen.

  • Ed Baldwin und seine Frau Karen etwa. Er ist der Draufgänger, der vom Testpiloten zum Astronauten wird. Sie serviert ihren Freundinnen Kaffee und Kuchen, wenn sie gemeinsam am TV den Start ihrer Männer ins All verfolgen. Sie beide ereilt schon früh ein schwerer Schicksalsschlag, der vor allem Karen ihre Rolle überdenken lässt.
  • Margo Madison, die erste Frau im NASA-Kontrollzentrum, hochgradig begabt, aber bei Beförderungen wird sie übergangen. Nicht nur, weil sie eine Frau ist, aber auch.
  • Danielle Poole ist die erste afroamerikanische Astronautin, die die NASA gerne an PR-Events schickt, sich aber schwertut, Danielle entsprechend ihrer Fähigkeiten einzusetzen.
  • Ellen Waverly ist lesbisch, das kann sie natürlich nicht offen zeigen. Sie und ihr schwuler Freund Larry werden vom FBI verhört. Ihr Ausweg ist eine Beziehung, um die Gerüchte um ihre Sexualität zum Verstummen zu bringen.
Menschliche Dramen, gesellschaftliche Probleme

An diesen Geschichten zeigt sich auch, dass «For All Mankind» geschickt seine Figuren nutzt, auch um Weltraumabenteuer zu erzählen, aber vor allem um gesellschaftspolitische Probleme einfliessen zu lassen: Sexismus, Rassismus, Homophobie.

Diese Mischung von menschlichen Dramen und gesellschaftlichen, politischen Fragen macht die Serie attraktiv. Wohltuend ist dabei, dass die Figuren nicht die stereotypen Verhaltensweisen der 08/15-Serienheld:innen an den Tag legen. Es sind keine moralischen Ehrenkübel, die sich sofort selbstlos für das grosse Ganze opfern.

Prädikat: binge-würdig – und Vorfreude auf Staffel 4

Im Gegenteil: Ellen kneift als Präsidentin, als sie die Möglichkeit hat, sich für die Anerkennung der Homosexuellen einzusetzen. Margo überlässt eine junge Einwanderin ihrem Schicksal, statt sie bei sich aufzunehmen. Danielle verzichtet sicher nicht auf die Marsmission, obwohl sie Ed einiges zu verdanken hat. Und Ed denkt sowieso immer zuerst an sich.

Wenn man sich mit diesen Figuren anfreundet, kann man nicht mehr loslassen. Ein klassischer Fall von binge-würdig. Und es ist noch nicht vorbei: Die vierte Staffel ist bestätigt und soll in diesen Tagen mit den Dreharbeiten beginnen.

Wie viele Sterne gibst du «For All Mankind» Staffel 3?

Besetzung: Joel Kinnaman | Shantel VanSanten | Jodi Balfour | Wrenn Schmidt |Krys Marshall | Sonya Walger | Cynthy Wu | Coral Peña | Edi Gathegi
Serie entwickelt von: Ronald D. Moore | Ben Nedivi | Matt Wolpert
Genre: Science-Fiction | Drama | Abenteuer
USA, 2022

Star Trek: Strange New Worlds (Staffel 1) – They boldly go, again

Läuft bei: Paramount+ (1 Staffel, 10 Episoden à 45 Min.)

Nach den Ereignissen auf dem Planeten Boreth («Star Trek: Discovery» 2. Staffel) nimmt Captain Christopher Pike (Anson Mount) eine Auszeit. Er versucht damit klarzukommen, dass er seine Zukunft, seinen eigenen Tod gesehen hat.

Spock muss die Verlobung abkürzen

Doch Starfleet gewährt ihm nur eine kurze Pause. Pike muss eine Rettungsmission übernehmen. Seine erste Offizierin Una Chin-Riley (Rebecca Romijn) ist bei einer «First Contact»-Mission verschwunden.

Auch andere Crewmitglieder müssen ihren Urlaub abbrechen. Science-Officer Spock (Ethan Peck) erhält den Marschbefehl mitten in der Verlobungszeremonie mit seiner Freundin T’Pring (Gia Sandhu).

Aufbruch in gefährliche Abenteuer

Die Unterhaltsarbeiten an der USS Enterprise sind noch nicht ganz abgeschlossen, als die Crew mit dem Raumschiff aufbricht, um Una zu retten. Mit an Bord sind vertraute Namen, wenn auch neue Gesichter: etwa Cadet Nyota Uhura (Celia Rose Gooding) oder Nurse Christine Chapel (Jess Bush).

Diese Mission ist der Auftakt zu einer fünfjährigen Expedition der Enterprise in den tiefen des Weltraums. Weitere Abenteuer folgen, bei denen Pike und seine Crew einem zerstörerischen Kometen, Plasma-Wesen, den brutalen Gorn, den kriegerischen Romulanern und vielen anderen Gefahren begegnen.

Die Brücke der Enterprise
Anson Mount: Captain Christopher Pike
Rebecca Romijn: Una Chin-Riley, Number One
Ethan Peck: Spock, Science Officer Spock Gia Sandhu: T'Pring
Celia Rose Gooding: Cadet Nyota Uhura
Christina Chong: La'an Noonien-Singh
Melissa Navia: Erica Ortegas, Lt. Erica Ortegas
Jess Bush: Nurse Christine Chapel
Babs Olusanmokun: Dr. M'Benga
Pike and Burnham in Star Trek: Discovery
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Einschätzung

«Star Trek: Strange New Worlds» überrascht. Nicht durch neue Erzählungen, Charaktere oder Technologien. Nein, die Serie überrascht, weil sie in die traditionelle Serienwelt zurückkehrt, wie es die Originalserie pflegte.

Zurück zu traditionellen Episodengeschichten

Im Gegensatz zu den neueren Star Trek Serien wie «Picard» und «Discovery», die wie heute üblich einen Erzählbogen über eine gesamte Staffel spannen, erzählt «Strange New Worlds» Episode für Episode eine neue Geschichte.

Das schliesst nicht aus, dass sich einzelne Plots über die ganze Staffel spannen. Spocks Beziehung zu seiner Verlobten T’Pring etwa, die den Halbvulkanier, Halbmenschen vor die Frage stellt, was oder wer er ist.

Uhura zweifelt noch an Starfleet

Cadet Nyota Uhura (Celia Rose Gooding) hat gerade eben erst ihre Ausbildung abgeschlossen und absolviert ihren ersten Einsatz auf der Enterprise. Sie ist sie eigentlich gar nicht so sicher, ob die Starfleet wirklich ihre Welt ist.

Und natürlich Pikes Dilemma, dass er Ort und Zeit seines Todes erfahren hat. Er ringt mit der Frage, ob diese Zukunft wirklich unausweichlich ist.

Wie früher einmal pro Woche in ferne Galaxien – macht Spass

Das alles macht Spass: Mal wieder eine Serie, die man nicht bingen muss, sondern einmal pro Woche schauen kann. Man muss auch kein Trekkie sein, um die Serie zu geniessen. Einsteiger:innen in die Welt der Enterprise finden sich schnell zurecht.

Dennoch ein bisschen Einordnung, wo wir uns im Star Trek-Universum befinden mit diesem neuen Ableger.

NBC war mit Pike unzufrieden, deshalb kam Kirk

Die Figur von Captain Christopher Pike ist keineswegs neu. Pike war in der ersten Pilotfolge von Star Trek Kommandant der Enterprise, gespielt von Jeffrey Hunter. NBC war mit der Folge aber nicht zufrieden und gab einen neuen Piloten in Auftrag, diesmal mit Captain James T. Kirk und William Shatner als Darsteller. Der Rest ist Geschichte.

In den Reboot-Filmen (Star Trek und Star Trek Into Darkness), die auf einer anderen Zeitachse spielen, taucht Pike als Kommandant der Enterprise auf, der den jungen James T. Kirk zu einer Karriere in der Starfleet ermutigt.

In neuerer Zeit tauchte Pike gemeinsam mit Spock und Una Chin-Riley in der zweiten Staffel an Bord der Discovery auf (gespielt von denselben Schauspieler:innen wie jetzt in «Strange New Worlds»). Pike übernahm das Kommando der Discovery, weil die Enterprise zerstört worden war.

Pike bleiben sechs Jahre

«Strange New Worlds» setzt zeitlich gleich nach der zweiten Staffel von «Discovery» ein im Jahr 2259. Captain Kirk wird die Enterprise 2265 übernehmen ( Star Trek Zeitleisten).

Pike bleiben somit sechs Jahre Kommando auf der Enterprise. Wie viele Staffeln daraus entstehen werden, ist noch offen. Eine zweite Staffel ist aber für nächstes Jahr bereits angekündigt.

Wie viele Sterne gibst du «Star Trek: Strange New Worlds» Staffel 1?

Besetzung: Anson Mount | Ethan Peck | Rebecca Romijn | Melissa Navia | Jess Bush | Christina Chong | Celia Rose Gooding | Babs Olusanmokun | Gia Sandhu
Serie entwickelt von: Akiva Goldsman | Alex Kurtzman | Jenny Lumet
Genre: Science-Fiction | Abenteuer
USA, 2022

Obi-Wan Kenobi (Mini-Serie) – Flucht und Kampf in Endlosschlaufe

Läuft bei: Disney+ (Mini-Serie, 6 Episoden à 45 Min.)

Zehn Jahre sind vergangen, seit Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) vermeintlich seinen Jedi-Schüler Anakin Skywalker (Hayden Christensen) getötet hat. Obi-Wan nennt sich jetzt Ben, arbeitet in einer Fleischfabrik auf Tatooine und wacht aus der Ferne über Luke Skywalker, der bei Onkel und Tante aufwächst.

Inquisitoren locken ihn aus dem Versteck

Inquisitoren des Imperiums jagen die letzten Jedis. Inquisitorin Reva (Moses Ingram) will unbedingt Obi-Wan finden, den viele schon für tot halten. Sie will sich so die Gunst von Darth Vader sichern.

Reva beauftragt einen Kopfgeldjäger, Prinzessin Leia Organa (Vivien Lyra Blair) zu entführen. Die Zehnjährige lebt bei ihren Pflegeeltern auf Alderaan. Leia soll als Köder dienen, um Obi-Wan aus seinem Versteck zu locken.

Der unvermeidliche Kampf gegen Darth Vader

Das gelingt. Obi-Wan befreit Leia und flüchtet mit ihr vor den Inquisitor:innen. Erst jetzt erfährt er, dass Anakin nicht tot ist, sondern als Darth Vader nach ihm Ausschau hält.

Auf der Flucht gelingt es Obi-Wan und Leia ein paar Mal nur in letzter Sekunde, den Häschern zu entfliehen. Hilfe erhalten sie dabei von einem Netzwerk namens «The Path». Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sich Obi-Wan und Darth Vader gegenüberstehen werden.

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Einschätzung

Ich mag Star Wars. Ich habe alle neun Filme der drei Trilogien gesehen, teilweise mehrfach. Auch «Rogue One», «Solo» und die Serie «The Mandalorian». Und doch qualifiziere ich mich wohl nicht als Fan dieses Universums.

Für eingefleischte Fans unterhaltsam

Denn dann müsste ich mich jetzt mit grossem Enthusiasmus darüber auslassen, wer da jetzt wann und auf welchem Planeten in «Obi-Wan Kenobi» auftaucht, was er oder sie allenfalls zuvor oder danach noch für eine Rolle spielen wird oder könnte. Und dass Bens Kamel auf Tatooine ein Eopie ist.

Mit diesem Fan-Blick, der vor allem darauf abzielt, sich und anderen zu beweisen, dass man Personen, Orte und Handlungen im Star-Wars-Universum einordnen kann, bietet die Serie vielleicht gute Unterhaltung. Dem Rest – eher weniger, leider.

Die junge Leia zeigt ihr Potenzial

Ich war durchaus gespannt darauf, was Obi-Wan in all den Jahren zwischen Episode III und IV widerfahren ist. Zehn Jahre unterzutauchen, die Verbindung zur «Force» zu verlieren und hilflos dem Aufstieg des Imperiums zuschauen zu müssen – alles nicht ganz einfach für den ehemals grossen Jedi-Master.

Dann die Herausforderung, wieder aktiv zu werden, zu kämpfen, die Macht wiederzufinden. Das ist anfänglich interessant, vor allem dank Leia. Sie ist zwar noch Kind, aber schon klug, raffiniert, einfühlsam, besonnen und mutig. Ganz klar, dass sie eines Tages die Rebellion anführen wird, und dass Obi-Wan sie retten muss.

Überlebt er das Duell mit Vader? (Rhetorische Frage)

Auch die erste Flucht ist noch ziemlich spannend, als Obi-Wan mit Leia vor Reva flieht. Danach wiederholt sich das aber als einfallsloses Muster, inklusive Laserschwertduelle. Besonders die Kämpfe – ja, Mehrzahl – gegen Darth Vader lassen jede Spannung vermissen. Wir wissen, dass beide überleben werden.

Neben Leia ist die Inquisitorin Reva als Gegenspielerin von Obi-Wan einigermassen interessant, weil sie eine eigene Agenda verfolgt, die sich erst langsam erschliesst. Der Rest der Figuren ist eintönig bis lieblos gezeichnet, dafür überraschend namhaft besetzt.

Geschichten erzählen, statt Fankultur zu bedienen

Das grosse Problem dieser Serie fasst ein Artikel von digitaltrends («How Generation X ruined Star Wars») treffend zusammen: Die heutigen Star-Wars-Geschichten werden gemacht von «possessive devotees who are often more interested in fan service than storytelling.»

Diesen «Besessenen» reicht es eben, hier ein Handlungshäppchen hinzuwerfen, da eine Anspielung und dort ein Gag. Das ergibt keine Erzählung. Die Figuren bleiben blass und konturlos. Die Handlung besteht aus aneinandergereihten Szenen, die sich mehrfach wiederholen. Kein Spannungsbogen, keine Entwicklung.

Wissen wir mehr über Obi-Wan? Nein

Der Erkenntnisgewinn über das Leben von Obi-Wan zwischen den Filmen III und IV ist minimal. Er macht ein paar Jahre Pause, duelliert sich ein paar Mal mit Darth Vader und verschwindet für den Rest der Zeit in den Hügeln von Tatooine (das Fan-Häppchen: in Begleitung eines alten Bekannten). Das reicht nicht als gute Geschichte.

Die Umfrage ist beendet

Wie viele Sterne gibst du «Obi-Wan Kenobi»?

Besetzung: Ewan McGregor | Moses Ingram | Vivien Lyra Blair | Hayden Christensen | Sung Kang | Rupert Friend | James Earl Jones | Indira Varma | Kumail Nanjiani | Jimmy Smits
Genre: Science-Fiction | Abenteuer
USA, 2022

The Time Traveler’s Wife (Staffel 1) – Als ob Liebe nicht schon kompliziert genug wäre

Läuft bei: Sky (1 Staffel, 6 Episoden à 45 Min.)

Ein sechsjähriges Mädchen spielt auf einer Lichtung. Da taucht aus dem Nichts ein nackter Mann auf. Er bittet das Mädchen um eine Decke und erklärt, er sei ein Freund.

Verliebt in einen Zeitreisenden

Es ist die erste Begegnung von Clare (Rose Leslie) mit Henry (Theo James). Dutzende werden folgen in den nächsten zwölf Jahren. Während Clare normal älter wird, wechselt Henry dauernd sein Alter.

Denn Henry ist ein Zeitreisender. Er kommt aus der Zukunft und besucht Clare, die später seine Frau sein wird. Allerdings kann Henry seine Zeitreisen nicht steuern. Er landet an zufälligen Zeitpunkten in seinem Leben, immer nackt und immer hungrig.

Hochzeitsstress

Als Clare 20 ist, trifft sie Henry zum ersten Mal auf der «normalen» Zeitachse. Dieser Henry hat allerdings keine Ahnung, wer Clare ist, und sie ist enttäuscht, wie unreif der jüngere Henry ist.

Trotzdem entwickelt sich ihre Beziehung weiter, bis schliesslich der Tag der Hochzeit naht. Der Stress erhöht die Kadenz von Henrys Zeitsprüngen, so dass er beinahe den Gang zum Altar verpasst – eigentlich tut er das, aber er hilft sich selber aus der Patsche …

Einschätzung

Es ist ziemlich hoffnungslos, die Liebesgeschichte zwischen Clare und Henry nachzuerzählen. Denn die beiden begegnen sich in den verschiedensten Alters- und Zeitkonstellationen. Wie immer bei Zeitreisegeschichten darf man nicht jedes Detail hinterfragen.

Unterhaltend, einfühlsam und witzig

Aber das stört auch nicht besonders. Die Grundkonstellation ist klar: Über ihre ganze Kindheit und Jugend hinweg, lernt Clare den Mann kennen, der unausweichlich ihre grosse Liebe sein wird in der Zukunft. Doch selbst unter diesen Voraussetzungen gibt es einige Schwierigkeiten in der Beziehung, wenn die Zukunft zur Gegenwart wird.

Diese Romanze unter besonders schwierigen Bedingungen ist tatsächlich unterhaltend, einfühlsam erzählt und teilweise mit witzigen Episoden garniert.

Beim ersten Besuch bei Clares Eltern verschwindet Henry mal wieder kurz auf Zeitreise. Die Familie wartet mit dem Essen. Clare erklärt Henrys Verspätung damit, dass sie gestritten hätten. Auf seiner Zeitreise wird Henry verprügelt und taucht dann zum Entsetzen aller mit blauen Flecken am Esstisch auf.

Rätselhafte Plots, weil das Ende fehlt

Die Serie hätte vielleicht drei oder sogar vier Sterne verdient. Nette Romanze, kompliziert durch einen schrägen Twist und zwei Hauptdarsteller, die ihren Rollen gerecht werden. Rose Leslie etwas mehr als Theo James.

Aber dann ist da dieses riesiges Manko, dass die Serie die Geschichte nicht zu Ende erzählt. Deshalb bleiben einige Plots völlig rätselhaft, etwa weshalb zwei amputierte Füsse mitten auf der Strasse standen.

Mit grösster Wahrscheinlichkeit plante Steven Moffat eine zweite Staffel. Nur wird es die nie geben, weil HBO die Serie abgesetzt hat. Mit nur 250’000 Zuschauenden pro Episode waren die Zahlen wohl zu schlecht.

Besser den Film schauen oder das Buch lesen

Es stellt sich sowieso die Frage, weshalb Moffat und HBO den Stoff aufgenommen haben. Das Buch von Audrey Niffenegger wurde bereits 2009 mit Rachel McAdams und Eric Bana verfilmt. Der Film kam beim Publikum zwar nicht schlecht an, erhielt aber nur mässige Kritiken. Im Gegensatz zur Serie erzählt der Film dafür die ganze Geschichte.

Wer also wissen will, wie die ganze Romanze zwischen Clare und Henry verläuft, leiht sich besser den Film oder liest das Buch.

Die Umfrage ist beendet

Wie viele Sterne gibst du «The Time Traveler's Wife» Staffel 1?

Besetzung: Rose Leslie | Theo James | Desmin Borges | Natasha Lopez | Kate Siegel | Everleigh McDonell
Serie entwickelt von: Steven Moffat
Genre: Romanze | Science-Fiction
USA/GB, 2022

Star Trek: Picard (Staffel 2) – Jean-Luc auf Zeitreise (ins Ich)

Läuft bei: Amazon (2 Staffeln, 20 Episoden à 45 Min.)

Wir treffen Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) in seinem Château wieder, als sich eine amouröse Beziehung zu seiner Haushälterin Laris (Orla Brady) anbahnt. Aber Picard lässt sich nicht darauf ein. Denn, so werden wir im Verlauf der Staffel erfahren, ihn plagt eine tiefe Schuld, die es ihm verunmöglicht, Liebe zuzulassen.

Was folgt, ist eine Reise in die Vergangenheit. Einerseits eine klassische Zeitreise, andererseits die Reise in Picards Kindheit zu dem Moment, der ihm ein Leben bescherte mit Schuld und Schmerz und ohne Liebe.

Angriff der Borgs

Aber der Reihe nach: Die USS Stargazer unter dem Kommando von Chris Rios (Santiago Cabrera) empfängt aus einer Raumanomalie eine Botschaft, mit der Aufforderung, Picard für Verhandlungen an Bord zu holen.

Als Picard den Kontakt aufnimmt, erscheint ein Borg-Schiff, die Borg-Königin beamt sich auf die Stargazer und beginnt, alle Schiffe der Föderation zu assimilieren, die mittlerweile ebenfalls eingetroffen sind. Picard gibt den Befehl zur Selbstzerstörung.

Die totalitäre Zukunft in der Vergangenheit verhindern

Doch anstatt im Jenseits landen Picard und einige weitere Crew-Mitglieder nach dem grossen Knall auf einem alternativen Zeitstrahl. Es ist eine totalitäre Welt, in der die Menschheit zwar ebenfalls die unendlichen Weiten des Weltraums erkundet, aber fremde Spezies versklavt, unterwirft oder ausrottet.

Jean-Luc Picard
Seven of Nine
Raffeala «Raffi» Musiker
Laris / Tallin
Cristóbal Rios
Dr. Agnes Jurati
Adam Soong
Q
Guinan
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Ein singuläres Ereignis im Jahr 2024 ist verantwortlich dafür, dass sich diese Albtraumwelt entwickeln konnte. Das erfährt Picard von seinem Erzfeind Q. Also brechen er, Seven of Nine (Jery Ryan), Dr. Agnes Jurati (Alison Pill), Raffi Musiker (Michelle Hurd), Chris Rios und die Borg-Königin (Annie Wersching) auf in die Vergangenheit, um die Welt wieder in Ordnung zu bringen.

Ich finde

Für mich war die erste Staffel von «Star Trek: Picard» etwas zu hagiografisch. Da wurde die Figur Picards in moralische Höhen gehievt, die etwas auf den Geist gingen.

Picard, der Leidensmensch

Jetzt stellt zwar auch in dieser Staffel ein Handlungsstrang Picards Charakter ins Zentrum. Eben dieses Mysterium, welches Ereignis in seiner Kindheit Picard zu einem Leidensmenschen machte. Zu einem Helden, der seinen persönlichen Schmerz kompensierte, indem er als Retter ganzer Spezies durchs Weltall reiste, aber selber für sich nie Liebe zuliess.

Das tönt auch ziemlich überzogen, ist es auch ein bisschen, aber viel gefühlvoller inszeniert als in der ersten Episode. Ohne zu viel zu verraten: Ein wichtiger Baustein dabei ist die Beziehung zwischen Picard und seinem ewigen Gegenspieler Q. Die nimmt eine überraschende Wende.

Zeitreise – schon wieder?

Dann gibt es diese Zeitreise, die mit einem Manöver vollzogen wird, das schon Captain Kirk erfolgreich durchführte (Star Trek IV: The Voyage Home), wie Picard bemerkt. Was deutlich darauf hinweist, dass Zeitreisen wirklich nichts Neues sind.

Dennoch ist es amüsant zu sehen, wie die Fallen der Zeitreise mal wieder zuschnappen. Nicht auffallen, nicht einmischen, nichts verändern – das funktioniert ja nie.

Viel Neues für Kenner:innen der Next Generation

Picard wird vom FBI verhaftet und verhört. Glücklicherweise von einem Beamten, der als Kind eine Begegnung mit Vulkaniern hatte und deshalb offen ist gegenüber Ausserirdischen und Zeitreisenden. Rios landet in der Klinik einer attraktiven Ärztin, die Illegalen hilft, wird aber prompt von ICE-Beamten geschnappt.

Auch die weiteren Handlungsstränge mit Seven of Nine und Raffi sowie Agnes Jurati und der Borg-Königin geben der Serie einen spannenden Dreh.

Alles in allem entwickelt diese zweite Staffel die (Beziehungs-)Welt der Charaktere ansprechend weiter. Daran werden sich vor allem die Fans von «Star Trek: Next Generation» erfreuen können. Auf jeden Fall hat dieser Star Trek-Spin-Off meine Erwartungen deutlich besser erfüllt als die letzte Staffel von «Star Trek: Discovery».

Fun Facts:

Die Umfrage ist beendet

Wie viele Sterne gibst du «Star Trek: Picard» Staffel 2?

Besetzung: Patrick Stewart | Alison Pill | Michelle Hurd | Santiago Cabrera | Jeri Ryan | Brent Spiner | John de Lancie | Annie Wersching | Whoopi Goldberg | Orla Brady
Created by: Kirsten Beyer| Michael Chabon | Akiva Goldsman
Genre: Science-Fiction | Abenteuer
USA, 2022

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