You Don’t Know Me (Mini-Serie) – Dieses Gerichtsdrama enttäuscht die Erwartungen

Läuft bei: Netflix (Mini-Serie, 4 Episoden à 60 Min.)

Hero (Samuel Adewunmi) steht wegen Mordes vor Gericht. Er soll den Drogenhändler Jamil (Roger Jean Nsengiyumva) erschossen haben.

Erdrückende Beweislast

In ihrem Schlussplädoyer fasst die Staatsanwältin die erdrückende Beweislast zusammen: Schiesspulver an Heros Händen, die Mordwaffe in seiner Wohnung, Bilder einer Überwachungskamera zeigen Heros Auto auf dem Weg zum Tatort, seine Handydaten belegen, dass er am Tatort war.

Dann steht Hero auf. Er hat bisher kein Wort vor Gericht gesagt. Jetzt will er das Schlussplädoyer der Verteidigung selber halten und die Geschworenen von seiner Unschuld überzeugen. Er will seine Geschichte, die wahre Geschichte erzählen.

Alles beginnt mit seiner neuen Freundin

Die beginnt damit, wie er seine Freundin Kyra (Sophie Wilde) kennenlernt. Bald zieht sie bei ihm ein. Eines Tages klopft ein grimmiger Typ an die Tür und redet mit Kyra. Am nächsten Tag ist sie verschwunden.

Ein Mann mit braunem Mantel und roter Krawatte sitzt im Bus. Hinter ihm eine Frau, die ein Buch liest.
Hero trifft Kyra zum ersten Mal im Bus auf der Fahrt zur Arbeit. © Netflix

Hero sucht sie wochenlang vergeblich, bis er einen Hinweis erhält. Er findet Kyra, die als Prostituierte für eine Gang arbeitet – arbeiten muss, um ihren Bruder zu schützen.

In Gangrivalitäten verwickelt

Hero beschafft sich bei Jamil eine Waffe und befreit Kyra. Doch die Gang kommt sie suchen. Eine andere Gang in seinem Gebiet stört die Geschäfte von Jamil.

Er setzt Hero unter Druck, dass er Kyra an die Gang ausliefert. Die Situation eskaliert, bis Jamil mit einer Kugel im Kopf in einer Gasse endet.

Einschätzung

Gerichtsdramen können äusserst spannend und unterhaltsam sein. «You Don’t Know Me» ist weder das eine noch das andere. Zu langsam wird die Geschichte erzählt, zu repetitiv ist Heros Plädoyer vor Gericht, und viel zu unbefriedigend ist der Schluss.

Schöne Liebesgeschichte, aber langfädig erzählt

Natürlich ist es eine schöne Liebesgeschichte, die Hero vor den Geschworenen ausbreitet. Er trifft Kyra im Bus, blitzt ein paar Mal ab, lädt sie zu Spaghetti Carbonara ein, deren Zubereitung er x-mal übt, bis sie ihm perfekt gelingen.

Man hat es schnell begriffen, dass er sie liebt und sie ihn schliesslich auch. Schneller, als es Hero vor Gericht erzählt.

Fesselnde Milieubeschreibung? Eher nicht

«I loved her» ist eine der Aussagen, die er dauernd wiederholt. «I sold cars. I loved my job» eine andere. Und natürlich ist er ein «family man» – Mutter und Schwester über alles. Das alles soll belegen, wie normal er war, bevor das Schicksal grausam zuschlug und ihn in die Abgründe des Bandenmilieus verschlug.

Die Schilderungen dieses Milieus seien in der Buchvorlage von Imran Mahmood «fesselnd und lebendig» schreibt der Guardian. Das kann man der Serie nicht attestieren.

Der Schluss ärgert richtig

Das Problem mag die Ich-Erzählung sein. Alles wird nur aus der Sicht von Hero geschildert. Da erhält ein Charakter wie Jamil keine Tiefe, keinen Hintergrund. Wir erleben ihn immer nur von aussen.

Ein Mann in weisser Kleidung redet aufgeregt auf einen anderen Mann in einem beigen Mantel ein.
Wer hat Jamil (links) getötet? Hero sagt, er war es nicht. © Netflix

Richtig ärgerlich ist der Schluss. Wie lautet das Urteil der Geschworenen? Die Serie präsentiert beide Verdikte: schuldig wie auch nicht schuldig. Es lässt sich nicht entschlüsseln, welches Urteil gilt.

Die Überraschungen reimt man sich schnell zusammen

Das soll wohl die Zuschauenden in die Rolle der Geschworenen versetzen und sie ihr Urteil fällen lassen. Nur: Wir kennen ja die Wahrheit. Die wird zwar auch noch ein bisschen verdreht erzählt.

Schon in der Mitte der Serie kann man sich aber ausdenken, worauf Hero vor Gericht hinaus will, sprich: wen er als Täter:in beschuldigen wird. Anfangs der letzten Episode deutet eine Szene klar daraufhin, dass das aber gar nicht stimmt. Als enthüllt wird, wer Jamil wirklich getötet hat, ist man bestenfalls bestätigt, aber kaum überrascht.

Viel vorgenommen, zu wenig geliefert

Man merkt, was «You Don’t Know Me» sich alles vorgenommen hat. Ein Gerichtsdrama, das einem die tragischen Geschichten seiner Figuren ans Herz legen will, und am Schluss mit mehreren Plottwists überraschen soll. Aber alles ist zu durchsichtig konstruiert und zu geschwätzig erzählt, um zu funktionieren.

Wie viele Sterne gibst du «You Don't Know Me»?

Besetzung: Samuel Adewunmi | Sophie Wilde | Bukky Bakray | Roger Jean Nsengiyumva | Badria Timimi | Michael Gould
Genre: Krimi | Drama
GB, 2021

Obi-Wan Kenobi (Mini-Serie) – Flucht und Kampf in Endlosschlaufe

Läuft bei: Disney+ (Mini-Serie, 6 Episoden à 45 Min.)

Zehn Jahre sind vergangen, seit Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) vermeintlich seinen Jedi-Schüler Anakin Skywalker (Hayden Christensen) getötet hat. Obi-Wan nennt sich jetzt Ben, arbeitet in einer Fleischfabrik auf Tatooine und wacht aus der Ferne über Luke Skywalker, der bei Onkel und Tante aufwächst.

Inquisitoren locken ihn aus dem Versteck

Inquisitoren des Imperiums jagen die letzten Jedis. Inquisitorin Reva (Moses Ingram) will unbedingt Obi-Wan finden, den viele schon für tot halten. Sie will sich so die Gunst von Darth Vader sichern.

Reva beauftragt einen Kopfgeldjäger, Prinzessin Leia Organa (Vivien Lyra Blair) zu entführen. Die Zehnjährige lebt bei ihren Pflegeeltern auf Alderaan. Leia soll als Köder dienen, um Obi-Wan aus seinem Versteck zu locken.

Der unvermeidliche Kampf gegen Darth Vader

Das gelingt. Obi-Wan befreit Leia und flüchtet mit ihr vor den Inquisitor:innen. Erst jetzt erfährt er, dass Anakin nicht tot ist, sondern als Darth Vader nach ihm Ausschau hält.

Auf der Flucht gelingt es Obi-Wan und Leia ein paar Mal nur in letzter Sekunde, den Häschern zu entfliehen. Hilfe erhalten sie dabei von einem Netzwerk namens «The Path». Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sich Obi-Wan und Darth Vader gegenüberstehen werden.

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Einschätzung

Ich mag Star Wars. Ich habe alle neun Filme der drei Trilogien gesehen, teilweise mehrfach. Auch «Rogue One», «Solo» und die Serie «The Mandalorian». Und doch qualifiziere ich mich wohl nicht als Fan dieses Universums.

Für eingefleischte Fans unterhaltsam

Denn dann müsste ich mich jetzt mit grossem Enthusiasmus darüber auslassen, wer da jetzt wann und auf welchem Planeten in «Obi-Wan Kenobi» auftaucht, was er oder sie allenfalls zuvor oder danach noch für eine Rolle spielen wird oder könnte. Und dass Bens Kamel auf Tatooine ein Eopie ist.

Mit diesem Fan-Blick, der vor allem darauf abzielt, sich und anderen zu beweisen, dass man Personen, Orte und Handlungen im Star-Wars-Universum einordnen kann, bietet die Serie vielleicht gute Unterhaltung. Dem Rest – eher weniger, leider.

Die junge Leia zeigt ihr Potenzial

Ich war durchaus gespannt darauf, was Obi-Wan in all den Jahren zwischen Episode III und IV widerfahren ist. Zehn Jahre unterzutauchen, die Verbindung zur «Force» zu verlieren und hilflos dem Aufstieg des Imperiums zuschauen zu müssen – alles nicht ganz einfach für den ehemals grossen Jedi-Master.

Dann die Herausforderung, wieder aktiv zu werden, zu kämpfen, die Macht wiederzufinden. Das ist anfänglich interessant, vor allem dank Leia. Sie ist zwar noch Kind, aber schon klug, raffiniert, einfühlsam, besonnen und mutig. Ganz klar, dass sie eines Tages die Rebellion anführen wird, und dass Obi-Wan sie retten muss.

Überlebt er das Duell mit Vader? (Rhetorische Frage)

Auch die erste Flucht ist noch ziemlich spannend, als Obi-Wan mit Leia vor Reva flieht. Danach wiederholt sich das aber als einfallsloses Muster, inklusive Laserschwertduelle. Besonders die Kämpfe – ja, Mehrzahl – gegen Darth Vader lassen jede Spannung vermissen. Wir wissen, dass beide überleben werden.

Neben Leia ist die Inquisitorin Reva als Gegenspielerin von Obi-Wan einigermassen interessant, weil sie eine eigene Agenda verfolgt, die sich erst langsam erschliesst. Der Rest der Figuren ist eintönig bis lieblos gezeichnet, dafür überraschend namhaft besetzt.

Geschichten erzählen, statt Fankultur zu bedienen

Das grosse Problem dieser Serie fasst ein Artikel von digitaltrends («How Generation X ruined Star Wars») treffend zusammen: Die heutigen Star-Wars-Geschichten werden gemacht von «possessive devotees who are often more interested in fan service than storytelling.»

Diesen «Besessenen» reicht es eben, hier ein Handlungshäppchen hinzuwerfen, da eine Anspielung und dort ein Gag. Das ergibt keine Erzählung. Die Figuren bleiben blass und konturlos. Die Handlung besteht aus aneinandergereihten Szenen, die sich mehrfach wiederholen. Kein Spannungsbogen, keine Entwicklung.

Wissen wir mehr über Obi-Wan? Nein

Der Erkenntnisgewinn über das Leben von Obi-Wan zwischen den Filmen III und IV ist minimal. Er macht ein paar Jahre Pause, duelliert sich ein paar Mal mit Darth Vader und verschwindet für den Rest der Zeit in den Hügeln von Tatooine (das Fan-Häppchen: in Begleitung eines alten Bekannten). Das reicht nicht als gute Geschichte.

Wie viele Sterne gibst du «Obi-Wan Kenobi»?

Besetzung: Ewan McGregor | Moses Ingram | Vivien Lyra Blair | Hayden Christensen | Sung Kang | Rupert Friend | James Earl Jones | Indira Varma | Kumail Nanjiani | Jimmy Smits
Genre: Science-Fiction | Abenteuer
USA, 2022

The Time Traveler’s Wife (Staffel 1) – Als ob Liebe nicht schon kompliziert genug wäre

Läuft bei: Sky (1 Staffel, 6 Episoden à 45 Min.)

Ein sechsjähriges Mädchen spielt auf einer Lichtung. Da taucht aus dem Nichts ein nackter Mann auf. Er bittet das Mädchen um eine Decke und erklärt, er sei ein Freund.

Verliebt in einen Zeitreisenden

Es ist die erste Begegnung von Clare (Rose Leslie) mit Henry (Theo James). Dutzende werden folgen in den nächsten zwölf Jahren. Während Clare normal älter wird, wechselt Henry dauernd sein Alter.

Denn Henry ist ein Zeitreisender. Er kommt aus der Zukunft und besucht Clare, die später seine Frau sein wird. Allerdings kann Henry seine Zeitreisen nicht steuern. Er landet an zufälligen Zeitpunkten in seinem Leben, immer nackt und immer hungrig.

Hochzeitsstress

Als Clare 20 ist, trifft sie Henry zum ersten Mal auf der «normalen» Zeitachse. Dieser Henry hat allerdings keine Ahnung, wer Clare ist, und sie ist enttäuscht, wie unreif der jüngere Henry ist.

Trotzdem entwickelt sich ihre Beziehung weiter, bis schliesslich der Tag der Hochzeit naht. Der Stress erhöht die Kadenz von Henrys Zeitsprüngen, so dass er beinahe den Gang zum Altar verpasst – eigentlich tut er das, aber er hilft sich selber aus der Patsche …

Einschätzung

Es ist ziemlich hoffnungslos, die Liebesgeschichte zwischen Clare und Henry nachzuerzählen. Denn die beiden begegnen sich in den verschiedensten Alters- und Zeitkonstellationen. Wie immer bei Zeitreisegeschichten darf man nicht jedes Detail hinterfragen.

Unterhaltend, einfühlsam und witzig

Aber das stört auch nicht besonders. Die Grundkonstellation ist klar: Über ihre ganze Kindheit und Jugend hinweg, lernt Clare den Mann kennen, der unausweichlich ihre grosse Liebe sein wird in der Zukunft. Doch selbst unter diesen Voraussetzungen gibt es einige Schwierigkeiten in der Beziehung, wenn die Zukunft zur Gegenwart wird.

Diese Romanze unter besonders schwierigen Bedingungen ist tatsächlich unterhaltend, einfühlsam erzählt und teilweise mit witzigen Episoden garniert.

Beim ersten Besuch bei Clares Eltern verschwindet Henry mal wieder kurz auf Zeitreise. Die Familie wartet mit dem Essen. Clare erklärt Henrys Verspätung damit, dass sie gestritten hätten. Auf seiner Zeitreise wird Henry verprügelt und taucht dann zum Entsetzen aller mit blauen Flecken am Esstisch auf.

Rätselhafte Plots, weil das Ende fehlt

Die Serie hätte vielleicht drei oder sogar vier Sterne verdient. Nette Romanze, kompliziert durch einen schrägen Twist und zwei Hauptdarsteller, die ihren Rollen gerecht werden. Rose Leslie etwas mehr als Theo James.

Aber dann ist da dieses riesiges Manko, dass die Serie die Geschichte nicht zu Ende erzählt. Deshalb bleiben einige Plots völlig rätselhaft, etwa weshalb zwei amputierte Füsse mitten auf der Strasse standen.

Mit grösster Wahrscheinlichkeit plante Steven Moffat eine zweite Staffel. Nur wird es die nie geben, weil HBO die Serie abgesetzt hat. Mit nur 250’000 Zuschauenden pro Episode waren die Zahlen wohl zu schlecht.

Besser den Film schauen oder das Buch lesen

Es stellt sich sowieso die Frage, weshalb Moffat und HBO den Stoff aufgenommen haben. Das Buch von Audrey Niffenegger wurde bereits 2009 mit Rachel McAdams und Eric Bana verfilmt. Der Film kam beim Publikum zwar nicht schlecht an, erhielt aber nur mässige Kritiken. Im Gegensatz zur Serie erzählt der Film dafür die ganze Geschichte.

Wer also wissen will, wie die ganze Romanze zwischen Clare und Henry verläuft, leiht sich besser den Film oder liest das Buch.

Wie viele Sterne gibst du «The Time Traveler's Wife» Staffel 1?

Besetzung: Rose Leslie | Theo James | Desmin Borges | Natasha Lopez | Kate Siegel | Everleigh McDonell
Serie entwickelt von: Steven Moffat
Genre: Romanze | Science-Fiction
USA/GB, 2022

The Essex Serpent (Mini-Serie) – Viktorianischer Mischmasch

Läuft bei: Apple TV+ (Mini-Serie, 6 Episoden à 50 Min.)

England 1893: Cora Seaborne (Claire Danes) hat gerade ihren Mann verloren. Cora empfindet aber kaum Trauer, weil er sie misshandelt hat, sie fühlt sich eher befreit. Die neugewonnene Freiheit nutzt sie, um ihrer Leidenschaft für Naturwissenschaften nachzugehen.

Die Schlange – lebendes Fossil oder Teufelswerk

Ein Zeitungsartikel über eine Seeschlange erregt ihre Aufmerksamkeit. Sie reist mit ihrem Sohn und ihrer Hausangestellten, die mehr ihre Freundin ist, nach Essex. Cora mutmasst, dass es sich bei dieser mythischen Gestalt um ein lebendes Fossil handeln könnte.

Auch die Bewohner:innen des kleinen Orts Aldwinter glauben an die Existenz der Schlange von Essex. Für sie ist die Schlange allerdings eine Dienerin des Teufels, die sich die sündigen Menschen holt. Gerade ist eine junge Frau verschwunden. Als ihre Leiche in den Sümpfen gefunden wird, gerät der Ort in Aufruhr.

Gefährliche Liason

Will Ransome (Tom Hiddleston), der Pfarrer des Ortes, versucht, seine Gemeinde zu beruhigen. Der Tod der Frau sei ein Unfall gewesen, sie sei ertrunken. Für ihn ist klar, dass es keine Schlange gibt. Deshalb hält er es auch für wenig hilfreich, wenn Cora deren Existenz zu beweisen sucht.

Über diese Diskussion kommen sich Cora und Will näher. Zu nahe, denn Will ist verheiratet. Doch nicht nur Wills Ehe gerät in Gefahr. Auch Luke Garrett, ein Arzt aus London, der sich Hoffnungen auf Cora macht, merkt, dass ihm Konkurrenz erwachsen ist.

Hexenjagd auf Cora

Die Stimmung in Aldwinter eskaliert, als eine zweite junge Frau verschwindet. Jetzt wenden sich die Bewohner:innen gegen Cora, die sie schon vorher misstrauisch beäugt hatten. Mit ihrer Ankunft sei auch die Seeschlange wieder aufgetaucht, also stehe sie mit dem Teufel im Bunde.

Cora muss eiligst packen und nach London reisen. Will bleibt zurück. Aber sie werden sich unter dramatischen Umständen wiedersehen.

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Ich finde

«The Essex Serpent» ist ein Historiendrama im ausklingenden viktorianischen Zeitalter. Die Naturwissenschaft verdrängt den Glauben oder vielmehr den Aberglauben und Frauen beginnen, mehr Rechte und Freiheiten einzufordern.

Liebesgeschichte? Sozialkritik?

Oder vielleicht ist die Serie doch mehr ein kompliziertes Drama über eine Vierecksbeziehung, in deren Zentrum Cora steht. Eine Frau, die alle lieben, die aber die Gefühle anderer kaum wahrnimmt und Chaos in den Seelen der Menschen um sie herum anrichtet.

Oder vielleicht ist es auch eine Geschichte über den sozialen Umbruch im ausklingenden 19. Jahrhundert. Coras Hausangestellte Martha ist Sozialistin und versucht, die miserablen Lebensumstände der Arbeiterschicht zu verbessern.

Danes und Hiddleston können was

Wenn man «The Essex Serpent» sehr wohlwollend betrachtet, dann bietet die Serie genau obiges: viktorianische Ära, Liebe, Drama, Umbruch. Atmosphärisch umgesetzt, mit gutem Cast.

Claire Danes und Tom Hiddleston beweisen, dass sie mehr spielen können als eine bipolare CIA-Agentin («Homeland») oder einen schurkischen Gott («Loki»). Aber das wussten wir eigentlich schon vorher.

Haarscharf am Kitsch vorbei

Ich bringe dieses Wohlwollen nicht auf. Für mich ist die Serie eine misslungene Mixtur aus obigen Zutaten, aus der vor allem die langfädige Liebesgeschichte heraussticht, die nur haarscharf am Kitsch vorbeischrammt.

Ohne zu viel zu verraten: Die Wiederbegegnung von Stella, Cora und Will in der letzten Episode ist ziemlich unerträglich. Und das Schicksal, das Luke ereilt, könnte sich Rosamunde Pilcher ausgedacht haben.

Dreieinhalb Stunden zu lang

Als 90-minütiger Film ginge die Geschichte vielleicht noch durch, weil man dann einiges straffen könnte. Aber knapp fünf Stunden trägt sie einfach nicht. Das retten auch die schönen Landschaftsaufnahmen und die viktorianische Atmosphäre nicht mehr.

Die Umfrage ist beendet

Wie viele Sterne gibst du «The Essex Serpent»?

Besetzung: Claire Danes | Tom Hiddleston | Frank Dillane | Clémence Poésy | Hayley Squires
Created by: Anna Symon
Genre: Drama
GB, 2022

Moon Knight (Staffel 1) – Marvel-Held jetzt auch im Mumien-Outfit

Läuft bei: Disney+ (1 Staffel, 6 Episoden à 50 Min.)

Steven Grant (Oscar Isaac) ist ein einfacher, etwas scheuer Angestellter im ägyptischen Museum in London. Sein einziges Problem: Er leidet an massiven Schlafwandelanfällen. Deshalb fesselt er sich nachts ans Bett.

Stellt sich aber heraus: Er schlafwandelt gar nicht. Wenn er sich plötzlich in den Bayrischen Alpen wiederfindet, umzingelt von Sektenanhängern, dann hat das einen anderen Grund. Steven teilt sich seinen Körper mit einer anderen Person namens Marc Spector.

Der Kämpfer und das Weichei

Marc ist ein ganz anderes Kaliber. Ein ehemaliger Söldner und jetzt vom ägyptischen Gott Konshu (F. Murray Abraham) als weltlicher Avatar rekrutiert. Khonshu verleiht ihm Superkräfte, die Marc zum «Moon Knight» machen, der die Bösen aus der Welt schafft.

Marc ist auf einer Mission, deshalb die Episode in den Alpen. Dort versammelt Arthur Harrow (Ethan Hawke) die Anhänger der Göttin Ammit. Ammit wurde vom Rest der Götterschaft verbannt, Harrow will sie befreien. Das soll der Kämpfer Marc verhindern, wobei ihm das Weichei Steven aber öfters in die Quere gerät.

Ich finde

Der obige Storyplot ist stark vereinfacht. Es gibt da noch die Ehefrau von Marc (May Calamawy), Episoden in einer psychiatrischen Klinik, Marcs Kindheit und eine Reise ins ägyptische Jenseits.

Das ergibt ein ganzes Bündel an Geschichten für eine Serie mit gerade sechs Episoden. Ein bunter Mix aus Indiana Jones, «The Mummy» und «Legion» (ebenfalls aus dem Hause Marvel). Für mich wirkte es definitiv überladen. Was komplex und hintergründig wirken soll, ist schlicht kompliziert und etwas langfädig.

Noch mehr Helden, noch mehr Götter

Dieses Marvel Universum wird mir langsam eh zu unübersichtlich. So etwa zwei Dutzend Superhelden krieg ich noch unter einen Hut. Auch ein paar ausserirdische Zivilisationen und nordische Götter verträgt’s noch.

Aber jetzt noch ein Held mit multipler Persönlichkeit (es gibt noch eine dritte) und die ägyptische Götterwelt? Marvel Fans mag’s gefallen, weil es eine weitere Comicfigur aus dem Hause auf den Bildschirm geschafft hat. Zudem ist die Serie gut gemacht und gut besetzt. Aber ich bin übersättigt mit immer neuen Superheld:innen und hätte auf diese Figur gut verzichten können.

Bringt die Marvel-Held:innen von Netflix zurück

Wenn schon, hätte Marvel lieber «Jessica Jones», «Luke Cage» oder «Daredevil», die bei Netflix erfolgreich liefen, eine neue Staffel geschenkt. Sie haben gute Unterhaltung geliefert, ohne neue Gottheiten bemühen zu müssen.

Immerhin soll eine neue «Daredevil»-Serie laut Gerüchten in Entwicklung sein. Da würde ich wieder reinschauen. Bei einer allfälligen zweiten Staffel von «Moon Knight» bin ich nicht dabei.

Die Umfrage ist beendet

Wie viele Sterne gibst du «Moon Knight» Staffel 1?

Besetzung: Oscar Isaac | Ethan Hawke | May Calamawy | F. Murray Abraham
Created by: Doug Moench
Genre: Superhelden | Abenteuer
USA, 2022

The Boys (Staffel 2) – Die Rückkehr der korrupten Superhelden

Läuft bei: Amazon (2 Staffeln, 16 Episoden à 50 Min.)

«The Boys» müssen sich zu Beginn der zweiten Staffel im Untergrund verstecken. Ihr Anführer Butcher ist verschwunden. Ihr Kampf gegen die bösen Superhelden scheint verloren.

Der zutiefst narzisstisch gestörte Homelander und seine Truppe von mehrheitlich korrupten Superhelden sind wieder im Aufwind. Auch die Firma Vought, die diese «Supes» geschaffen hat, ist zurück im Geschäft.

Mit Stormfront stösst eine neue Superheldin dazu. Sie macht Homelander seine Führungsrolle streitig. Zudem hat sie auch klare Vorstellungen, welche Rolle die Supes in Zukunft in der Gesellschaft einnehmen soll – so etwas in Richtung «white supremacy».

Ich finde

Ich habe die zweite Staffel jetzt abgeschlossen, kurz bevor Anfang Juni die dritte kommt. Was schon andeutet, dass mich «The Boys» nie wirklich reingezogen hat.

Die Ausgangslage dieser Serie ist zwar wirklich originell. Die Superhelden sind zwar super, aber keineswegs Helden. Ganz im Gegenteil. Sie setzen ihre Kräfte öfters nach ihrem Gutdünken ein. Sie bringen auch mal ein paar Menschen um, weil sie einfach gerade schlechte Laune haben.

Superheldenethos auf den Kopf gestellte

Und sie sind eigentlich nur die Aushängeschilder eines Unternehmens, das Geld verdienen will – um jeden Preis. Das ganze Superheldenethos wird also einfach auf den Kopf gestellt.

Ihre Gegenspieler sind eine Truppe von bunt zusammengewürfelten Typen, die auch nicht gerade ein Ausbund an Freundlichkeit sind. Mit Ausnahme von Hughie, der das absolute Gegenteil eines Kämpfers ist und völlig Fehl am Platz in der Runde.

Das alles war in der ersten Staffel neu und amüsant.

Widerlich hoch zwei

Die zweite Staffel führt die Geschichte und Figuren konsequent weiter. Mit Stormfront stösst eine Figur dazu, die die Widerwärtigkeit der Supes nochmal einen Gang höher schaltet.

Aber das war’s dann auch. «The Boys» ist eine Serie für Freund:innen des Superhelden-Genres, vor allem aber für Zeiten, in denen man gerade nichts Besseres findet. Trotzdem gut möglich, dass ich auch mal einen Blick in die dritte Staffel werfe – zwischendurch, auf dem Crosstrainer.

Die Umfrage ist beendet

Wie viele Sterne gibst du «The Boys» Staffel 2?

Besetzung: Karl Urban, Jack Quaid, Antony Starr, Erin Moriarty, Aya Cash, Laila Robins
Created by: Eric Kripke
Genre: Superhelden | Action
USA, 2021

Anatomy of a Scandal (Mini-Series) – Very british, fairly boring

Läuft bei: Netflix (Mini-Series, 6 Episoden à 45 Min.)

James Whitehouse (Rupert Friend, Peter Quinn aus «Homeland») ist ein Tory-Politiker mit glänzenden Karriereaussichten. Ein typischer Vertreter der britischen Upperclass, der an der Uni die Beziehungen knüpfte, die ihm den Weg zur Macht ebneten. Unter anderen gehört der amtierende Premierminister zu seinen besten Freunden aus Oxford-Zeiten.

James‘ Karriere droht ein Rückschlag, als eine Affäre mit einer jungen Frau aus seinem Büro publik wird. Natürlich muss er das zuhause seiner Frau (Sienna Miller, «The Girl» als Tippi Hedren) beichten. Sophie, ebenfalls Oxford-Absolventin und seit dieser Zeit mit James zusammen, ist am Boden zerstört. Sie entschliesst sich aber, dem reumütigen Ehemann zur Seite zu stehen.

Allerdings bleibt es nicht beim Seitensprung: Die ehemalige Geliebte wirft James Vergewaltigung vor und es kommt zum Prozess. Die Anklage vertritt Kate Woodcraft (Michelle Dockery, «Downton Abbey», bei Amazon/«Godless», bei Netflix), eine erfolgsgewohnte Anwältin, die bekannt ist für ihr seriöses, aber unbarmherziges Vorgehen.

Ich finde

«Anatomy of a Scandal» könnte ein gelungenes Gerichtsdrama sein, das sich in die Psyche seiner Hauptfiguren vertieft. Ist es aber nicht. Stattdessen operiert die Serie mit ziemlich flachen Charakterzeichnungen.

James gibt sich als moderner Mann, der seine Privilegiertheit reflektiert. Die Rückblenden in seine Studienzeit lassen daran aber Zweifel aufkommen.

Konstruiert und abstrus

Sophie kommt aus derselben privilegierten Ecke. Als Frau heisst das für sie, dass ihr Weg an der Seite des erfolgreichen Mannes ist. Ein Konzept, das sie kaum hinterfragt, bis sie dann einigermassen unvermittelt ihre Solidarität für Frauen entdeckt.

Kate hegt ein Geheimnis, das sehr konstruiert ist und letztlich zu einem abstrusen Plottwist führt.

Zu «british»?

Vielleicht bin ich trotz aller Anglophilie zu wenig «british», als dass ich genügend mitfiebern könnte, ob privilegierte Mistkerle ihre gerechte Strafe bekommen. Oder es liegt daran, dass hier eine Geschichte erzählt wird, die zwischen Klischee und Unglaubwürdigkeit schwankt, mit Figuren, die einem ziemlich egal bleiben.

Die Umfrage ist beendet

Wie viele Sterne gibst du «Anatomy of a Scandal»?

Besetzung: Sienna Miller | Rupert Friend | Michelle Dockery | Joshua McGuire | Naomi Scott
Showrunner: Melissa James Gibson | David E. Kelley
Genre: Drama
GB, 2022

Star Trek: Discovery (Staffel 4) – Eine Crew in der Sinnkrise

Läuft bei: Paramount+ oder in deutscher Synchronfassung auf Pluto TV

Michael Burnham ist jetzt Captain der USS Discovery. Eine Dunkle-Materie-Anomalie (DMA) taucht in der Galaxie auf und zerstört ganze Planeten, darunter auch die Heimat von Book, Michaels Freund.

Die Wissenschaftler können sich nicht erklären, wie dieses Phänomen entstanden ist, und wissen auch nicht, wie es zu stoppen ist. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass die DMA kein natürliches Phänomen ist – nur: Wer oder was steckt dahinter? Die Discovery muss es herausfinden, um die Zerstörung der Erde zu verhindern.

Ich finde

Ich war bis jetzt ziemlich angetan von der Serie. Die Abenteuer, die die ehemalige Meutererin Burnham mit der Discovery-Crew absolvierte, waren spannend und unterhaltsam in guter Star-Trek-Tradition.

Auch in dieser vierten Staffel ist die Hauptgeschichte mit der zerstörerischen DMA, die die ganze Galaxie bedroht, nicht unspannend. Allerdings macht dieser Erzählstrang fast den kleineren Teil der ganzen Story aus. Immer wieder geht es um Probleme und Sinnkrisen von Crew-Mitgliedern.

Book stürzt in tiefe Depressionen nach der Zerstörung seines Heimatplaneten, das ist ja noch nachvollziehbar. Dr. Culber, der von den Toten auferstanden ist, kämpft mit der Frage: warum gerade ich? Lieutenant Tilly sucht den Sinn des Lebens. Captain Saru entdeckt die Liebe, usw.

Was bewegend sein sollte, nervt nur

Dass Seriencharaktere individueller gezeichnet werden, ist nicht ungewöhnlich oder per se schlecht. Was aber auf den Geist schlägt, sind diese pseudo-tiefsinnigen Dialoge, in denen diese Probleme gewälzt werden. Was eigentlich bewegend sein sollte, nervt nur. Weil in jeder Episode mindestens zwei Figuren eine grosse Krise schieben, zerstört es zu einem grossen Teil den Spass an der Serie.

Einen anderen nervigen Aspekt, in dem sich dieser Hang zu banalem Pathos auch zeigen liesse, muss ich hier auslassen, weil sich das nicht ohne Story-Spoiler erklären liesse.

Wer sich ärgerte, als Discovery bei Netflix verschwand, kann sich jetzt trösten. Es ist nicht wirklich schade drum. Leider – denn die ersten drei Staffeln waren recht gut.

Die Umfrage ist beendet

Wie viele Sterne gibst du «Star Trek: Discovery» Staffel 4?

Besetzung: Sonequa Martin-Green | Doug Jones | Anthony Rapp | Mary Wiseman | David Ajala | Oded Fehr | Tara Rosling | Chelah Horsdal | Sonja Sohn
Showrunner: Bryan Fuller | Alex Kurtzman
Genre: Science-Fiction
USA, 2021

Space Force (Staffel 2) – Mission nicht erfüllt

Läuft bei: Netflix (2 Staffeln, 17 Episoden à 30 Min.)

Die Space Force unter dem Kommando von General Naird (Steve Carell) schrammt knapp an der Auflösung vorbei, muss aber massive Budgetkürzungen in Kauf nehmen.

Die Mars-Mission wird gestrichen, stattdessen wird das Team vor Herausforderungen gestellt, wie etwa eine Powerpoint-Präsentation zu erstellen über die Gefahr einer Alien-Invasion oder Geldquellen zu erschliessen mittels Partnerschaft mit einem Hersteller von Energydrinks.

Alles deutet darauf hin, dass dem Space Force-Team über kurz oder lang die Lust vergeht an seinem Job.

Ich finde

Die erste Staffel von Space Force war leidlich amüsant, die zweite legt jetzt aber nicht zu, sondern hält bestenfalls das Niveau.

In der ersten Staffel sorgten die irrwitzigen Forderungen eines minderbemittelten Präsidenten (klar, wer gemeint war) noch für die eine oder andere Mundwinkelzuckung.

Ohne Trump keine Politsatire

Jetzt hat die Administration gewechselt, ein Präsident taucht nicht mehr auf (klar, weshalb der Neue nicht für Comedy taugt). Einzig ein neuer Verteidigungsminister piesackt hämisch die Space Force. Das ist nicht besonders witzig und der leise Unterton von Politsatire ist verloren gegangen.

Dennoch bringen einen manche Dialoge zum Schmunzeln. Einzelne Plots sind unterhaltsam und John Malkovich als selbstüberzeugter und -gefälliger Wissenschaftler bleibt die witzigste Figur im Cast.

Vieles deutet aber darauf hin, dass der Serie die Luft ausgeht (nur 7 statt 10 Episoden in dieser Staffel). Es wäre auch kein grosser Verlust, wenn Netflix auf eine dritte Staffel verzichten würde.

Eine zweite Chance für «BrainDead»?

Wenn schon Sci-Fi-Politsatire, sollte sich der Streaminganbieter vielleicht überlegen, ob nicht die Serie «BrainDead» eine neue Chance verdient hätte, die von CBS 2015 schnöde nach einer Staffel abgesetzt wurde.

Ausserirdische Käfer setzen sich in den Hirnen u.a. von Politiker:innen in Washington fest. Wenn man bedenkt, was nach 2015 alles passierte in der amerikanischen Politik, wäre das eine ziemlich plausible Erklärung. Von daher war «BrainDead» schon fast prophetisch und geeignet für eine adäquate Aufarbeitung der Ära Trump 😜.

Die Umfrage ist beendet

Wie viele Sterne gibst du «Space Force» Staffel 2?

Besetzung: Steve Carell | John Malkovich | Ben Schwartz | Diana Silvers | Tawny Newsome | Jimmy O. Yang | Lisa Kudrow | Noah Emmerich
Showrunner: Steve Carell | Greg Daniels
Genre: Komödie | Science Fiction
USA, 2022

Titans (Staffel 1-3)

Läuft bei: Netflix (3 Staffeln)

Titans, das sind die jungen Superhelden der Generation nach Batman und Superman. Angeführt von Dick Grayson – ehemals Batmans Sidekick Robin – bekämpfen sie Bösewichte aus dem DC Universum wie Deathstroke oder Scarecrow.

Ich finde

Die erste Staffel war noch sehr ok, als eine junge Frau von einem Dämon gejagt wird und Grayson und seine Titans um Hilfe bittet. Der Dämon entpuppt sich als ihr Vater, sie selbst entdeckt ihre geerbten Superkräfte und wird Teil der Titans.

Bei Staffel 2 und 3 schwand mein Interesse. Die Figuren wälzen sich in psychologischer Vergangenheitsbewältigung, gruppendynamischer Mediation, Familien- und Beziehungsdramen. Dafür sind mir die Titans dann doch zu wenig interessant, als dass mich diese «Vertiefung» kümmern würde.

Die Kritik ist da übrigens ganz anderer Meinung: da steigt bspw. die Bewertung auf Rotten Tomatoes von 78% für die erste Staffel auf 100% für die dritte mit der Begründung, Staffel 3 zeichne sich aus «with a bolder storytelling and deeper characterization».

Besetzung: Brenton Thwaites, Anna Diop, Ryan Potter, Teagan Croft, Curran Walter, Conor Leslie, Minka Kelly, Alan Ritchson, Joshua Orpin, Vincent Kartheiser, Iain Glen, Savannah Welch
Created by: Greg Berlanti | Akiva Goldsman | Geoff Johns
Genre: Action | Superhelden
USA, 2022

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