Unsere Katzen

Blacky

Blacky kam 1992 zu uns. Als er einzog, war er noch ein normales Kätzchen, später lauteten die Kommentare der Leute meistens „Mein Gott, ist der riesig!“ Ganz unnette Geister redeten auch schon mal von „fett“ – das fanden wir nie, er hatte höchstens einen schweren Knochenbau. Zu uns war er zwar meistens sehr freundlich (wir waren ja auch seine „Büchsenöffner“), beim Tierarzt hatte er allerdings eine Fiche, die den Einsatz des Zwangskäfigs empfahl.

Blacky ist am 27.11.2003 am frühen Morgen überraschend gestorben. Wir hätten ihn gerne noch etwas länger bei uns gehabt.

Watson

Watson hatte Jahrgang 95 und war Blackys Neffe. Ursprünglich war mal die Idee, dass er und Blacky dicke Freunde werden sollten, daraus wurde nichts. Sie mochten sich nicht besonders. Dafür mochte Watson uns um so mehr – er war ein typischer Vertreter der Gattung „Schmusekater“.

Watson erkrankte an Diabetes und wir mussten ihn am 13. Januar 2006 einschläfern lassen. Wir vermissen ihn.

Hobbes

Eigentlich Hobbes Ramses I. So hat ihn unser Sohn getauft, der unbedingt wieder eine Katze wollte. Hobbes kam zu uns, als er etwa 8 Wochen alt war. Das war wahrscheinlich etwas zu früh. Er hatte wohl deshalb einige Eigenheiten. Anders gesagt: Er war ein etwas gestörter Kater. Aber ein hervorragender Jäger, der es einmal schaffte, eine lebendige Elster durch das Katzentürchen zu bugsieren.

Im Sommer 2011 gaben wir Hobbes in ein Katzenhotel während unserer Ferien. Die Unachtsamkeit der Besitzerin ermöglichte es Hobbes abzuhauen. Wir sind heute noch sauer. Leider hat er den Weg nachhause nicht gefunden. Auch unsere wochenlange Suche blieb ergebnislos. Vielleicht hat er ein neues Zuhause gefunden – schön wäre es.

Freya

Da wir mittlerweile bekannt waren als Katzenliebhaber, dauerte es nicht lange, bis wir eine Anfrage bekamen, ob wir nicht eine junge Katze aus einem Wurf zu uns nehmen möchten. Unser Sohn wollte sofort und diesmal eine Katze, weil die auch Junge bekommen könnte. Wir waren skeptisch, ob es überhaupt noch nicht-kastrierte Kater in der Nachbarschaft gibt. Aber schon nach einem Jahr warf Freya zwei Kätzchen und ein Katerchen.

Die beiden Kätzchen gaben wir weg. Den Kater behielten wir, was sich nicht als allerbeste Idee herausstellte. Mutter und Sohn vertrugen sich mit der Zeit immer schlechter. Freya blieb immer länger weg, bis sie schliesslich in Familiengärten in der Nähe ihr Quartier aufschlug. Wir sahen sie regelmässig, konnten sie auch ein paar Mal zum Tierarzt bringen für die Routineuntersuchungen. Aber wohnen wollte sie definitiv nicht mehr unter einem Dach mit ihrem Sohn. Mittlerweile hat sie sich eine neue Familie in der Nähe ausgesucht. Wenn sie uns begegnet, begrüsst sie uns immerhin noch und lässt sich gerne streicheln.

Freyas Kinder

Winston

Auch wenn wir ihm ein bisschen Schuld geben, dass seine Mutter ausgezogen ist – er ist jetzt der Kater des Hauses, der uns das mit seinem schmeichelnden Schnurren schnell wieder vergessen lässt. Also eigentlich gehören ihm zwei Häuser, weil er auch bei den Nachbarn ein und aus geht, wie es ihm gerade passt.

Nur auf seine nächtlichen Mäuse-Geschenke könnten wir gut verzichten. Er findet es zwar wahnsinnig spannend, wenn wir dann die Mäusejagd übernehmen. Wir finden es eher anstrengend, vor allem wenn die Mäuse eine Ritze finden, in der sie sich verkriechen können …

Aber was soll’s, er meint es ja nur gut mit uns.