Mythic Quest (Staffel 3) – Die Nerds begeistern weiter

Serienposter mit Schriftzug. Mehrere Personen in einer Art weissen Röhre, die sich zu drehen scheint.

Läuft bei: Apple TV+ (3 Staffeln, 30 Episoden à 30 Min.)

Auch mit der dritten Staffel überzeugt die Arbeitsplatzkomödie «Mythic Quest» immer noch ausgesprochen gut. Die Serie behält ihr Erfolgsrezept bei: schnippische Dialoge, witzige Plots, vor allem aber: am Schluss der Staffel bleibt fast kein Stein auf dem anderen im Beziehungsnetz der Figuren und alle sind in ihrem Leben einen Schritt weiter.

Die Firma aus den Fugen

Für Einsteiger:innen oder zur Erinnerung: «Mythic Quest» ist ein sehr erfolgreiches Game (ein sogenanntes MMORPG), das sich der kreative Kopf Ian Grimm (Rob McElhenney) ausgedacht hat und seine Chefprogrammierin Poppy Lwanag (Charlotte Nicdao) umsetzt. Dabei geraten sich die beiden regelmässig in die Haare.

Ein Mann sitzt zurückgelehnt auf einem Bürosessel. Eine Frau massiert ihm die Schläfen.
David (David Hornsby) ist in dritten Staffel der neue Chef von Mythic Quest. Ohne seine Assistentin Jo (Jessie Ennis) wäre er aber völlig verloren. © Apple TV+

In der Firma arbeiten noch weitere eigenwillige Charaktere wie der skrupellose Brad (Danny Pudi), der den Spieler:innen das Geld aus der Tasche zieht, oder der harmoniebedürftige David (David Hornsby) mit seiner knallharten Assistentin Jo (Jessie Ennis). Und die beiden Testerinnen Dana (Imani Hakim) und Rachel (Ashly Burch), die zu einem Paar geworden sind.

Diese Konstellation war am Ende der zweiten Staffel völlig aus den Fugen. Ian und Poppy hatten genug und verliessen die Firma, Brad wanderte in den Knast, Dana und Rachel stiegen ebenfalls aus. David und Jo blieben zwar bei Mythic Quest, standen aber vor einem Scherbenhaufen.

Ian und Poppy im kreativen Zweikampf

Ein Jahr später treffen wir die Truppe jetzt wieder, mit Ausnahme von C.W. Longbottom (F. Murray Abraham). Der mittelmässige Sci-Fi-Autor, der Head Writer bei MQ war, wird zu Beginn mit einer rührenden Feier verabschiedet.

Ian und Poppy haben eine neue Firma gegründet, um gemeinsam und als gleichberechtigte Partner ihre Ideen in ein neues Spiel umzumünzen. Das funktioniert mehr schlecht als recht.

Eine Frau liegt auf dem Boden mit offenen Augen. Rundherum liegt Papierabfall. Im Hintergrund unscharf eine weitere Frau.
Erledigt vom zermürbenden Streit mit Ian: Poppy (Charlotte Nicdao) erleidet eine Snack-Überdosis. © Apple TV+

Ian kann seine Egozentrik nicht ablegen und Poppy reicht ihm in Sachen Kreativität nicht das Wasser. Zwischen den Fronten findet sich Dana, die eigentlich programmieren lernen will, aber meistens zwischen den beiden schlichten muss.

Alte Gesichter in neuen Rollen

Auch in bei MQ finden wir zwar alte Gesichter, aber in neuen Rollen. David ist der neue Chef, allerdings ziemlich überfordert in dieser Rolle. Seine Assistentin Jo gibt ihm zwar Ratschläge, wie er seine Leute führen soll.

Die sind aber meistens ein wenig zu radikal, weil Jo nur die Peitsche als Führungsinstrument kennt. Wie sie es allerdings in der letzten Episode schafft, Davids Autorität bei den Angestellten auf ungeahnte Höhen zu hieven, ist genial.

Brad ist auf Bewährung wieder aus dem Knast raus und übernimmt bei MQ wieder einen Job – als Hauswart. David kann das kaum glauben und vermutet hinter jeder Aktion von Brad einen Angriff auf seinen Job. Rachel schliesslich kommt unverhofft zu einem Topjob in der Firma. Sie übernimmt Brads alten Job und wird plötzlich zur Ultra-Kapitalistin.

Eine Frau und ein Mann im Gespräch. Im Hintergrund Bildschirme mit Grafikcharts.
Brad (Danny Pudi) führt Rachel (Ashly Burch) in die Geheimnisse ein, wie man Gamer:innen das Geld aus der Tasche zieht. Und Rachel lernt eine völlig neue Seite von sich kennen. © Apple TV+
Am Schluss ist wieder alles anders

Die Figuren und ihre Beziehungen werden also einmal kräftig durchgeschüttelt. Dieser Trick funktioniert. Obwohl wir dieselben Figuren vorgesetzt bekommen, die wir über die Zeit durchaus liebgewonnen haben, werden nicht die ewig gleichen Geschichten erzählt. So kommt keine Langeweile auf, im Gegenteil, der Spass bleibt auf dem Niveau der vorigen Staffeln.

Man kann davon ausgehen, dass das auch für die vierte und eventuell letzte Staffel gelten wird. Denn am Schluss sind fast alle wieder an einem anderen Ort als am Anfang. Und man kann sich schon ein wenig ausmalen, in welcher Konstellation die MQler aufeinander prallen werden.

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Besetzung: Rob McElhenney | Charlotte Nicdao | Ashly Burch | Jessie Ennis | Imani Hakim | David Hornsby | Danny Pudi | F. Murray Abraham | Naomi Ekperigin
Serie entwickelt von: Charlie Day | Megan Ganz | Rob McElhenney
Genre: Komödie
USA, 2022

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