Reacher (Staffel 1) – Der Rächer mit Herz und Kleiderproblemen

Läuft bei: Amazon ( 1 Staffel, 8 Episoden à 45 Min.)

Jack Reacher (Alan Ritchson, spielte Hawk in «Titans»), der nur Reacher genannt werden möchte, weil ihn seine Mutter schon so nannte, verschlägt’s in ein Kaff in Georgia. Im Diner will er sich einen Pfirsichkuchen zu Gemüte führen, da wird er wegen Mordverdachts verhaftet. Verdächtig macht ihn, dass er der einzige Fremde ist und als muskulöser Hüne ziemlich auffällt.

Der Tatverdacht verflüchtigt sich zwar ziemlich schnell. Nicht aber ohne dass Reacher im Gefängnis seine Qualitäten als erbarmungsloser Nahkämpfer ein erstes Mal unter Beweis stellen kann. Und mit seiner scharfsinnigen Beobachtungsgabe in bester Sherlock Holmes-Manier beeindruckt er die örtliche Polizei.

Für Reacher wird’s persönlich

Nach diesem unfreundlichen Empfang in Margrave will Reacher weiterziehen. Allerdings stellt sich heraus, dass das Mordopfer sein Bruder Joe war. Deshalb verbündet sich Reacher mit zwei lokalen Cops, Finlay (Malcolm Goodwin, «iZombie») und Roscoe (Willa Fitzgerald).

Weitere Leichen tauchen auf. Das Trio kommt bei den Ermittlungen korrupten Politikern, Polizisten und dem Grossunternehmer der Stadt mit seinen dubiosen Geschäften auf die Spur.

Ich finde

«Reacher» ist nichts für zarte Gemüter. Obwohl ehemaliger Militärpolizist, macht Reacher schnell klar, dass er nicht Gerechtigkeit will für den Mord an seinem Bruder, sondern Rache.

Schlägt er zu Beginn seine Gegner nur zusammen, greift er schnell danach zur Waffe und tötet gezielt mit Kopfschuss. Damit drei Leichen in einen Kofferraum passen, bricht er auch mal ein paar Beine.

Hulk trifft auf Rambo, Sherlock Holmes und Shrek

Trotzdem kommt Reacher nicht nur als Brutalo rüber. Er ist ein scharfsinniger Ermittler, zeigt menschliche Regungen wie Zuneigung für die Polizistin, mit der er zusammenarbeitet.

Dann ist Reacher auch dieser fast bemitleidenswerte Aussenseiter durch seine Statur, der regelmässig Probleme hat, passende Kleidung zu finden – alles in allem eine nicht unsympathische Mischung aus Hulk, Rambo, Sherlock Holmes und Shrek.

«Reacher» wird uns erhalten bleiben

Dazu fügt die Serie zwischendurch einen humoristischen Unterton. Dieser Mix macht aus «Reacher» eine Serie, mit der sich Action- und Krimifreund:innen gerne die Zeit vertreiben werden. So erfolgreich, wie die erste Staffel beim Publikum ankam, überrascht es nicht, dass die zweite bereits angekündigt ist und weitere werden wohl folgen.

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Besetzung: Alan Ritchson | Malcolm Goodwin | Willa Fitzgerald | Currie Graham | Bruce McGill
Showrunner: Nick Santora
Genre: Krimi | Action
USA, 2022

Titans (Staffel 1-3)

Läuft bei: Netflix (3 Staffeln)

Titans, das sind die jungen Superhelden der Generation nach Batman und Superman. Angeführt von Dick Grayson – ehemals Batmans Sidekick Robin – bekämpfen sie Bösewichte aus dem DC Universum wie Deathstroke oder Scarecrow.

Ich finde

Die erste Staffel war noch sehr ok, als eine junge Frau von einem Dämon gejagt wird und Grayson und seine Titans um Hilfe bittet. Der Dämon entpuppt sich als ihr Vater, sie selbst entdeckt ihre geerbten Superkräfte und wird Teil der Titans.

Bei Staffel 2 und 3 schwand mein Interesse. Die Figuren wälzen sich in psychologischer Vergangenheitsbewältigung, gruppendynamischer Mediation, Familien- und Beziehungsdramen. Dafür sind mir die Titans dann doch zu wenig interessant, als dass mich diese «Vertiefung» kümmern würde.

Die Kritik ist da übrigens ganz anderer Meinung: da steigt bspw. die Bewertung auf Rotten Tomatoes von 78% für die erste Staffel auf 100% für die dritte mit der Begründung, Staffel 3 zeichne sich aus «with a bolder storytelling and deeper characterization».

Besetzung: Brenton Thwaites, Anna Diop, Ryan Potter, Teagan Croft, Curran Walter, Conor Leslie, Minka Kelly, Alan Ritchson, Joshua Orpin, Vincent Kartheiser, Iain Glen, Savannah Welch
Created by: Greg Berlanti | Akiva Goldsman | Geoff Johns
Genre: Action | Superhelden
USA, 2022