Upload (Staffel 2) – Das komplizierte Leben im noblen Jenseits

Läuft bei: Amazon (2 Staffeln, 17 Episoden à 30 Min.)

Für Einsteiger:innen (Achtung kleine Plot-Spoiler): Wir sind in einer Welt, in der reiche Menschen ihr Bewusstsein in ein virtuelles Leben hochladen können, anstatt zu sterben. Nathan ist einer von diesen «Uploads». Allerdings hat er selber kein Geld. Seine reiche Freundin bezahlt für ihn das Leben nach dem Tod in einem luxuriösen Resort namens Lakeview. Dort findet Nathan heraus, dass der Autounfall, der ihn ins Nachleben brachte, kein Unglück war.

Kompliziert wird die Geschichte durch Nora. Sie ist Nathans Kundenbetreuerin in Lakeview und bald mehr als das. Ihrer Beziehung steht nicht nur die Tatsache im Weg, dass sie lebt und er nur noch virtuell existiert. Auch andere Ereignisse lassen sie am Schluss der ersten Staffel getrennte Wege gehen.

Anarchisten wollen die Welt der Untoten löschen

In der zweiten Staffel tritt Nora einer Gruppe von tech-skeptischen Anarchisten bei, die das Geschäft der Firmen mit den Uploads zerstören wollen. Sie kehrt als Maulwurf zurück zur Firma, die Lakeview betreibt und trifft wieder auf Nathan.

Er lebt jetzt mit seiner reichen Freundin zusammen, die sich für ihn – vermeintlich – ins Nachleben hochladen liess. Nora und Nathan spannen trotz der beziehungsmässig komplizierten Situation zusammen, um neuen Spuren nachzugehen, wer Nathan und weshalb genau ins Jenseits befördern liess.

Ich finde

«Upload» hat Science Fiction-Anklänge, minime Kapitalismuskritik und Thrillermomente. In erster Linie ist es aber eine romantische Komödie. Das war in der ersten Staffel so und bleibt es in der zweiten.

Die skurrile Welt in Lakeview bietet ein Arsenal von schrägen Figuren: von den Uploads über die virtuellen Serviceangestellten bis zu den Kundenbetreuer:innen, die vor allem Geld verdienen wollen. Genug Stoff für diverse amüsante Gags und Dialoge.

Dazu kommt die Liebesgeschichte zwischen Nathan und Nora, die selbstverständlich noch nicht zu Ende ist, auch wenn es am Anfang anders scheint.

Binge-Stoff für einen oder zwei Abende

Alles zusammen macht das auch die zweite Staffel von Upload unterhaltsam und binge-würdig. Die insgesamt sieben Episoden à 30 Minuten schafft man locker an einem, maximal zwei Abenden. Immer vorausgesetzt, man hat eine Affinität für Romcoms (In diesem Fall wäre «The Good Place» auch ein heisser Tipp).

Etwas unbefriedigend ist lediglich der Schluss, der nichts abschliesst, sondern nach einer dritten Staffel schreit. Die ist bis jetzt offiziell nicht bestätigt. Die Drehbuchschreiber:innen sollen sich immerhin schon an die Arbeit gemacht haben.

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Besetzung: Robbie Amell | Andy Allo | Allegra Edwards | Zainab Johnson | Kevin Bigley | William B. Davis
Showrunner: Greg Daniels
Genre: Romanze | Komödie | Science-Fiction
USA, 2022