The Brothers Sun (Staffel 1) – Der Killer, der Softie und ihre Mutter

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Serienposter mit Schriftzug. Zwei junge Männer sitzen an einem Tisch. In ihrer Mitte eine Frau, die Tee einschenkt. Im Hintergrund ein Aquarium, in dem ein abgetrennter Kopf schwebt.
3 von 5 Sternen

Läuft bei: Netflix (1 Staffel, 8 Episoden à 45 Min.)

Spätestens seit Michelle Yeoh 2023 den Oscar für ihre Hauptrolle in der Sci-Fi-Komödie «Everything Everywhere All at Once» bekam, ist sie einem breiten Publikum bekannt. Wenn also eine Oscarpreisträgerin eine Netflix-Serie macht, muss man sich das sicher anschauen.

«The Brothers Sun» ist nicht ihre erste Serienrolle. Als Philippa Georgiou spielte sie eine der interessantesten Figuren in «Star Trek: Discovery» und sie hatte auch im Witcher-Prequel «Blood Origin» eine Hauptrolle.

Die erste grosse Rolle nach dem Oscar

Aber so unbestritten im Vordergrund wie in «The Brothers Sun» stand sie noch nie in einer Serie. Yeoh kehrt hier zurück ins Genre der asiatischen Martial-Arts-Produktionen, das ihre Karriere geprägt hat (mein Favorit: «Crouching 🐯, Hidden 🐉»).

Eine Frau umarmt ihren Sohn, der am Tisch sitzt.
«Mama» Sun (Michelle Yeoh) führt zu Beginn ein unbeschwertes Leben in den USA mit ihrem jüngeren Sohn Bruce (Sam Song Li). © Netflix

Wobei man gleich anfügen muss, dass die Serie keine typische Vertreterin des Genres ist. «The Brothers Sun» mixt Kampf und Karate mit einer beträchtlichen Portion Humor.

Yeoh spielt Eileen «Mama» Sun, die Ehefrau eines taiwanesischen Triaden-Oberhaupts. Sie hat das Land aber schon vor Jahren verlassen, weil sie ins Visier der anderen Triadengangs geriet. Mit ihrem jüngsten Sohn Bruce (Sam Song Li) ist sie in der Nähe von Los Angeles untergetaucht.

Der eine Sohn ein Killer, der andere eine Softie

Ihr früheres Leben holt sie ein, als ein Mordanschlag auf ihren Mann verübt wird. Bevor er schwer verletzt ins Krankenhaus transportiert, schickt er seinen älteren Sohn Charles (Justin Chien) nach L.A., um seine Mutter zu warnen und zu beschützen.

Eigentlilch würde Charles (Justin Chien, r.) lieber in der Küche stehen und Kuchen backen anstatt Gegner zu verprügeln. © Netflix

Charles ist der Mann fürs Grobe bei den Jade Dragons, dem kriminellen Imperium seines Vaters. Ein gnadenloser Killer, dessen grosse Leidenschaft allerdings dem Backen gehört. Regelmässig schaut er hingebungsvoll «The Great British Bake Off» am Fernsehen.

Sein jüngerer Bruder hat keine Ahnung, was für einer Familie er angehört. Er ist wohlbehütet zu einem durchschnittlichen Ami herangewachsen, der gerade mit seinen Prüfungen für das College beschäftigt ist. In diese heile Welt platzt jetzt sein Bruder, in dessen Schlepptau ein paar Killer aus Taiwan folgen.

Der Triaden-Krieg verdrängt den Humor

Mit dem gegensätzlichen Bruderpaar, die eigentlich beide nichts mit den Triaden zu tun haben wollen, spielt die Serie zu Beginn äusserst amüsant. Bruce gerät in gefährliche Situationen, aus denen er sich clever, aber gewaltlos, rausmanövriert. Charles verwöhnt eine ehemalige Schulkollegin, bei der er untertauchen muss, mit seinen Backkünsten.

Mehrere Personen sitzen an einem Tisch und essen. Drei junge Männer umrahmen eine ältere Frau.
Die Familie hat bei Triaden eine etwas kompliziertere Bedeutung als für Normalsterbliche. © Netflix

In der Mitte der Staffel dreht der Wind. Die komödiantischen Elemente werden von immer mehr Action verdrängt. Der Machtkampf unter den Triaden-Bossen gerät in den Vordergrund. Das kommt zwar Michelle Yeoh in ihrer Rolle zugute, aber die Serie verliert an Charme. Hätte sie mehr auf die humoristische Seite gesetzt, wäre «The Brothers Sun» einiges unterhaltsamer.

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Besetzung: Michelle Yeoh | Justin Chien | Sam Song Li | Joon Lee | Highdee Kuan | Alice Hewkin | Madison Hu | Rodney To
Serie entwickelt von: Brad Falchuk | Amy Wang | Byron Wu
Genre: Action | Komödie
USA, 2024

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