Shrinking
 

Staffel 3, Apple TV
4 von 5 Sternen
Poster der Apple TV-Serie «Shrinking»: Ein älterer Mann in dunklem Anzug hält eine Landkarte, daneben lehnt ein jüngerer Mann in brauner Jacke lässig aus einem türkisfarbenen Auto. Himmel mit Wolken im Hintergrund.

Eigentlich hätte «Shrinking» hier enden können. Die Serie war auf drei Staffeln ausgelegt, und das merkt man. Alles, was in den Beziehungen zwischen den Figuren bisher für Hochs und Tiefs, für Lacher und Tränen sorgte, findet jetzt seinen Abschluss.

In der letzten Episode sitzt Jimmy allein in seinem Haus. Er ist aber nicht einsam, sondern steht am Anfang eines neuen Kapitels in seinem Leben. Was es bringen wird, ist völlig offen. Sicher ist nur, dass Jimmy bereit dafür ist. Denn er hat sein grosse Trauma endlich überwunden.

Ein stimmiger, befriedigender Schluss. Eine Fortsetzung bräuchte es nicht – die Geschichte ist auserzählt. Das bestätigt auch Co-Creator Bill Lawrence.

Dass Jimmy, Paul und Gaby dennoch zurückkehren, liegt am Erfolg der Serie. «Shrinking» ist für Apple TV+ zum Prestigeprojekt geworden: neun Emmy-Nominierungen für die ersten beiden Staffeln, regelmässige Spitzenplätze in den Charts – und mit der dritten Staffel erstmals in den Nielsen-Top-10 der Streaming-Originals.

Dabei ist die Serie eigentlich nicht für die breite Masse konzipiert. Ihr Humor ist zu eigenwillig, die Dialoge schnell und pointiert, ohne je in platte Gags zu kippen. Der Grundton bleibt ernst, geprägt von Trauma und Dysfunktion – ein Spannungsfeld, das «Shrinking» bemerkenswert sicher austariert.

Einziger Schwachpunkt: Gelegentlich kippt die Serie ins Rührselige. Dennoch bleibt der Eindruck positiv – und die Vorfreude auf Staffel vier ist berechtigt.

The ʹBurbs
 

Staffel 1, Sky Show
3 von 5 Sternen
Poster für «The Burbs» mit dem Untertitel «Every cul-de-sac has a dead end». Sechs Personen schauen durch die Latten eines weissen Gartenzauns, dahinter sind Häuser und Bäume bei Sonnenuntergang zu sehen. Das Design vermittelt Vorstadtatmosphäre mit mysteriösem Unterton.

Rob und Samira Fisher sind frisch gebackene Eltern, die für ihr Baby ein sicheres Zuhause suchen. Sie ziehen nach Hinkley Hills, das sich als sicherstes Städtchen der USA rühmt – keine Verbrechen, nicht einmal Ordnungswidrigkeiten.

Doch die Idylle trügt: In ihrer neuen Nachbarschaft Ashfield Place steht eine heruntergekommene viktorianische Villa, um die sich düstere Gerüchte ranken. Vor 20 Jahren verschwand dort Betsy, die Tochter der damaligen Besitzer. Man munkelt, sie sei ermordet und im Keller vergraben worden.

Als das Haus plötzlich verkauft wird und ein neuer, suspekter Nachbar einzieht, wird Samiras Neugier geweckt. Er schleppt einen schweren Sack ins Haus, gräbt im Keller und entfacht mysteriöse Feuer. Zusammen mit ihren exzentrischen Nachbarn Lynn, Dana und Tod beginnt Samira zu ermitteln – und entdeckt, dass auch ihr Mann Rob ihr etwas verschwiegen hat: Er war eng mit Betsy befreundet.

«The ’Burbs» ist eine Neuauflage der schwarzen Komödie von 1989 mit Tom Hanks, der hier in einem PR-Film als Gründer des Städtchens auftritt. Die Serie setzt weniger auf Grusel, sondern auf Komik – getragen von Keke Palmer, die zwischen Humor und Paranoia brilliert. Die illustren Nachbarn, jeder mit eigenen Geheimnissen, sorgen für zusätzliche Unterhaltung.

Allerdings könnte die Handlung mehr Tempo vertragen, dann bräuchte es auch keine zweite Staffel. Doch dank Palmers Performance und der unterhaltsamen Dynamik bleibt die Serie ein sehenswerter Mix aus Vorstadt-Tratsch und Krimi.

Sternstunde
der Mörder

Mini-Serie, ARD (VPN)
4 von 5 Sternen
Promotionsbild der deutschen Krimiserie «Sternstunde der Mörder». Vier Personen in 1940er-Jahre-Kleidung stehen nebeneinander: drei Männer in dunklen Anzügen und Hüten sowie eine blonde Frau in elegantem Kleid mit Perlenkette. Dunkle, atmosphärische Beleuchtung im Hintergrund.

Ein Mörder, Nazis und ein paar Unentwegte, die in den finsteren Stunden des Dritten Reichs einen letzten Funken Menschlichkeit bewahren wollen – das erinnert an «Babylon Berlin».

Atmosphärisch ähnelt «Sternstunde der Mörder» den jüngsten Staffeln des ARD-Erfolgs. Aber die Serie, basierend auf Pavel Kohouts Roman, erreicht nicht ganz die Höhen von «Babylon Berlin». Es fehlt vor allem an Zeit und am Willen, den Figuren echte Tiefe und Komplexität zu verleihen.

Prag ist im Frühling 1945 von der Wehrmacht besetzt. Aber es ist nur noch eine Frage von Wochen, bis die Rote Armee die Stadt erobern wird. Unter diesen Vorzeichen ermittelt der tschechische Kommissar Jan Morava unter Aufsicht des Gestapo-Mannes Erwin Buback in einer Mordserie.

Die Jagd nach dem Serienmörder tritt in den Hintergrund, als in Prag der Aufstand des Widerstands beginnt. Die deutschen Besatzer planen die Flucht.

Unter ihnen Buback, der seine Geliebte Marleen Baumann retten will. Wie die beiden zerstörten Seelen zueinander finden und auf den drohenden Untergang blicken, gehört zu den stärksten Momenten der Serie.

Im Gegensatz zu den grössten Verbrechern, die nur ihre Haut retten wollen, beschäftigen sie sich mit der Frage nach Schuld und Sühne. Ihnen ist klar, dass am Ende nur ein Urteil stehen kann. Doch das erschreckt sie nicht. Denn, so sagt Marleen: «Wir sind ja schon tot».


Auf der Watchlist

Drei Personen in Arztkitteln posieren lächelnd in einem Krankenhausflur vor einem Patientenbett. Links eine Frau im weissen Kittel, in der Mitte ein Mann mit Stethoskop, rechts ein Mann in grünen Scrubs. Oben das Disney+ Logo und der Serientitel «Scrubs».

Scrubs (2026) (Staffel 1, Disney+)

Netflix-Promo-Bild zur Serie «Beef» zeigt vier Personen vor beigem Hintergrund. Links eine Frau und ein Mann mit Golfschläger, rechts eine junge Frau mit Smartphone und ein Mann mit Schnurrbart. Alle schauen angespannt in verschiedene Richtungen.

Beef (Staffel 2, Netflix)

Poster für die Apple TV+ Serie «Monarch: Legacy of Monsters» mit Kurt Russell und Wyatt Russell im Vordergrund. Im Hintergrund sind riesige Kaiju-Monster und weitere Darsteller zu sehen. Eine dramatische Szene mit Wasserfällen und stürmischem Himmel rundet das actiongeladene Design ab.

Monarch: Legacy of Monsters (Staffel 2, Apple TV)


Serien-Top-Ten

1️⃣Poster für die Max Original Serie «The Pitt». Zeigt einen Mann mit Bart in blauer Jacke in einer Krankenhausumgebung. Der Serientitel ist in grossen gelben Buchstaben über das Bild gelegt. Im Hintergrund sind weitere Personen und medizinische Geräte zu sehen.The Pitt (Staffel 1&2)
Krankenhausdrama,
HBO Max
2️⃣Zwei Personen in braunen Umhängen stehen unter einem Baum auf einem Hügel und blicken auf eine mittelalterliche Siedlung in grüner Landschaft mit Bergen im Hintergrund.A Knight of the
Seven Kingdoms

Ritterdrama, HBO Max
3️⃣Poster für die Apple TV-Serie «Shrinking» mit Jason Segel und Harrison Ford. Acht Personen posieren lässig um einen hellblauen Vintage-Pickup-Truck herum, vor einer malerischen Vorstadtkulisse mit Bergen im Hintergrund.Shrinking (Staffel 3)
Dramedy, Apple TV
4️⃣Vier Personen in 1940er-Jahre-Kleidung stehen vor einem industriellen Hintergrund. Von links: Mann in Militäruniform, zwei Männer in Anzügen mit Hüten, Frau in elegantem Kleid mit Perlenkette. Unten der Titel «Sternstunde der Mörder» mit ARD-Logo.Sternstunde der Mörder
Historiendrama/Krimi
ARD (VPN)
5️⃣Netflix-Poster für «Jo Nesbø's Detective Hole»: Drei Personen stehen vor einer Hafenkulisse mit Stadtpanorama. Im Vordergrund ein Mann im schwarzen Ledermantel, dahinter eine Frau im blauen Blazer und ein weiterer Mann in dunkler Kleidung. Links ein weisses Auto.Detective Hole
Nordic-Noir-Krimi,
Netflix
6️⃣Poster für die Serie «Kacken an der Havel» mit goldenem Logo und acht Charakteren in einem leuchtenden Kreis vor violettem Hintergrund. Die Figuren tragen verschiedene Outfits, darunter ein Kostüm mit Entenkopf. Buntes, retro-futuristisches Design.Kacken an der Havel
Komödie, Netflix
7️⃣Netflix-Serie «Unfamiliar»: Promobild zeigt zwei Personen im Profil – eine blonde Frau und einen bärtigen Mann – vor nächtlicher Stadtsilhouette mit markanten Gebäuden und Fernsehturm. Düstere, grünlich-blaue Beleuchtung verstärkt die Thriller-Atmosphäre.Unfamiliar
Thriller/Drama, Netflix
8️⃣Netflix-Promobild für «The Night Agent»: Ein Mann mit kurzen braunen Haaren in grauem Pullover blickt über die Schulter. Im Hintergrund sind warme, orangefarbene Lichter zu sehen. Der Titel der Serie steht links im Bild.The Night Agent
(Staffel 3)

Actionthriller, Netflix
9️⃣Poster zu «The Artful Dodger» auf Disney+. Zeigt drei Personen in viktorianischer Kleidung vor einer Menschenmenge: Eine blonde Frau in kariertem Kleid, einen jungen Mann mit gewelltem Haar in blauer Weste und einen älteren bärtigen Mann.The Artful Dodger
Historienromanze/
Komödie, Disney+
🔟Poster der Peacock-Serie «The 'Burbs». Sechs Personen schauen besorgt durch weisse Gartenzaunlatten. Von links: eine schwarze Frau mit lockigem Haar, ein bärtiger Mann, eine blonde Frau, eine grauhaarige Frau, ein Mann mit Brille und ein weiterer Mann. Himmel im Hintergrund wechselt von blau zu orange.The ʹBurbs
Schwarze Komödie,
Sky Show

Knifflige Fragen zu TV-Serien

Modernes TV-Studio mit zwei lächelnden Personen im Vordergrund. Das Publikum rundherum. Oben die Schriftzüge und Posters von bekannten TV-Serien. AI generiertes Bild.

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