

Sky Show (1 Staffel, 8 Episoden à 50 Min.)
Bea (Emilia Clarke) und Twila (Haley Lu Richardson) arbeiten Ende der 1970er-Jahre als Sekretärinnen in der US-amerikanischen Botschaft – und sie spionieren für die CIA.
Unsichtbar für den KGB
Ihre Rekrutierung verdanken sie zwei Eigenschaften: Als Witwen von CIA-Agenten kennen sie den Laden und sie sind «Ponies» – Persons of No Interest. Will heissen: Der KGB ignoriert sie, da er Frauen keine Spionagetätigkeit zutraut.

Während KGB-Agenten die männlichen Botschaftsangestellten ständig überwachen, können sich Bea und Twila frei in Moskau bewegen.
Diesen Vorteil will Dane Walter (Adrian Lester), der CIA-Chef in Moskau, nutzen. Er sieht grosszügig darüber hinweg, dass Bea und Twila keinerlei Fähigkeiten als Spioninnen mit sich bringen.
Feuriges Fiasko
Nicht zuletzt deshalb endet der erste Einsatz von Bea und Twila im Fiasko. Bea soll einem potenziellen Informanten mit dem Codenamen C.K. Solar (Petro Ninovskyi) Spionageausrüstung übergeben. Beim Treffen in einer Bar taucht allerdings der KGB-Agent Vasiliev (Artjom Gilz) auf. Twila weiss sich und Bea nicht anders zu helfen, als die Bar in Brand zu stecken.

Damit ist die Spioninnenkarriere der beiden aber nicht zu Ende. Im Gegenteil. Bea, die immerhin akzentfrei Russisch spricht, soll sich mit Vasiliev anfreunden, um an kompromittierendes Material heranzukommen, das Vasiliev hortet.
Das führt zu zahlreichen Verwicklungen, in die noch einige weitere Personen involviert sind. Unter anderem wird Beas russischstämmige Grossmutter aus den USA eingeflogen, um einzuspringen, nachdem Twila dummerweise eine russische Informantin von einer Brücke gestossen hat.
Retro-Charme und absurde Situationskomik
Der Charme von «Ponies» liegt im Retro-Ostblock-Look. Den grössten Unterhaltungswert schöpft die Serie aus den absurden Situationen, in die sich Bea und Twila durch ihr Unvermögen immer wieder manövrieren. In diesen Szenen gefallen Emilia Clarke (mit natürlichen dunklen Haaren und nicht Daenerys-Targaryen-blond) und Haley Lu Richardson am besten.

Leider kann sich «Ponies» aber nicht entscheiden, ob die Serie Komödie oder Thriller sein will. Auf Dauer gelingt dieser Balanceakt nicht.
Kein Vertrauen in die eigene Idee
Wirklich unbefriedigend ist wieder einmal der Schluss. Das Drehbuch hätte Bea und Twila ihre Mission abschliessen lassen können, um sie in einer zweiten Staffel auf neue Abenteuer zu schicken.
Doch offensichtlich hatten die Macher:innen zu wenig Vertrauen, dass ihre Grundidee überzeugend genug ist. Deshalb setzen sie auf den billigen Weg, um eine zweite Staffel zu bekommen, und lassen die Geschichte mit einem Cliffhanger enden. Das ist immer ein schlechtes Zeichen.
Besetzung: Emilia Clarke | Haley Lu Richardson | Adrian Lester | Artjom Gilz | Vic Michaelis | Nicholas Podany | Petro Ninovskyi | Lili Walters | Harriet Walter
Serie entwickelt von: Susanne Fogel | David Iserson
Genre: Thriller | Historie
USA, 2026












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