Ponies (Staffel 1) – Zwei Frauen stolpern durch den Kalten Krieg

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Poster für die Serie «PONIES – Persons of No Interest». Zwei junge Frauen in Wintermänteln blicken über die Schulter, im Hintergrund sind russische Architektur-Wahrzeichen wie der Kreml und die Basilius-Kathedrale zu sehen.
3 von 5 Sternen

Sky Show (1 Staffel, 8 Episoden à 50 Min.)

Bea (Emilia Clarke) und Twila (Haley Lu Richardson) arbeiten Ende der 1970er-Jahre als Sekretärinnen in der US-amerikanischen Botschaft – und sie spionieren für die CIA.

Unsichtbar für den KGB

Ihre Rekrutierung verdanken sie zwei Eigenschaften: Als Witwen von CIA-Agenten kennen sie den Laden und sie sind «Ponies» – Persons of No Interest. Will heissen: Der KGB ignoriert sie, da er Frauen keine Spionagetätigkeit zutraut.

Drei Frauen stehen vor einem historischen Gebäude. Links eine Person mit buntem Kopftuch und braunem Mantel, in der Mitte eine Frau mit lockigen Haaren in rot-blauer Trainingsjacke, rechts eine junge Frau in blauer Sportkleidung mit weissem Stirnband.
Twila (Haley Lu Richardson) und Bea (Emilia Clarke) können sich kleiden wie bunte Hunde, für den KGB bleiben sie unsichtbar. © Peacock/Sky Show

Während KGB-Agenten die männlichen Botschaftsangestellten ständig überwachen, können sich Bea und Twila frei in Moskau bewegen.

Diesen Vorteil will Dane Walter (Adrian Lester), der CIA-Chef in Moskau, nutzen. Er sieht grosszügig darüber hinweg, dass Bea und Twila keinerlei Fähigkeiten als Spioninnen mit sich bringen.

Feuriges Fiasko

Nicht zuletzt deshalb endet der erste Einsatz von Bea und Twila im Fiasko. Bea soll einem potenziellen Informanten mit dem Codenamen C.K. Solar (Petro Ninovskyi) Spionageausrüstung übergeben. Beim Treffen in einer Bar taucht allerdings der KGB-Agent Vasiliev (Artjom Gilz) auf. Twila weiss sich und Bea nicht anders zu helfen, als die Bar in Brand zu stecken.

Ein junger Mann mit dunklen Locken in brauner Jacke mit Fellkragen sitzt neben einer Frau mit roter Strickmütze und braunem Mantel auf einer Parkbank. Die herbstliche Szene zeigt Bäume und herabgefallene Blätter im Hintergrund.
Bea wird zur Kontaktperson für den russischen Informanten Sascha, aka C.K. Solar (Petro Ninovskyi). © Peacock/Sky Show

Damit ist die Spioninnenkarriere der beiden aber nicht zu Ende. Im Gegenteil. Bea, die immerhin akzentfrei Russisch spricht, soll sich mit Vasiliev anfreunden, um an kompromittierendes Material heranzukommen, das Vasiliev hortet.

Das führt zu zahlreichen Verwicklungen, in die noch einige weitere Personen involviert sind. Unter anderem wird Beas russischstämmige Grossmutter aus den USA eingeflogen, um einzuspringen, nachdem Twila dummerweise eine russische Informantin von einer Brücke gestossen hat.

Retro-Charme und absurde Situationskomik

Der Charme von «Ponies» liegt im Retro-Ostblock-Look. Den grössten Unterhaltungswert schöpft die Serie aus den absurden Situationen, in die sich Bea und Twila durch ihr Unvermögen immer wieder manövrieren. In diesen Szenen gefallen Emilia Clarke (mit natürlichen dunklen Haaren und nicht Daenerys-Targaryen-blond) und Haley Lu Richardson am besten.

Eine Frau in grünem Mantel steht neben einem kleinen roten Tisch, an dem eine andere Frau in blauem Mantel sitzt. Die Szene spielt auf einem Marktplatz mit Kopfsteinpflaster, im Hintergrund sind weitere Menschen und Marktstände zu sehen. Unter dem Tisch liegt ein gelbes Spielzeug.
Twila findet in Ivanna (Lili Walters) eine sehr hilfreiche Moskauerin. © Peacock/Sky Show

Leider kann sich «Ponies» aber nicht entscheiden, ob die Serie Komödie oder Thriller sein will. Auf Dauer gelingt dieser Balanceakt nicht.

Kein Vertrauen in die eigene Idee

Wirklich unbefriedigend ist wieder einmal der Schluss. Das Drehbuch hätte Bea und Twila ihre Mission abschliessen lassen können, um sie in einer zweiten Staffel auf neue Abenteuer zu schicken.

Doch offensichtlich hatten die Macher:innen zu wenig Vertrauen, dass ihre Grundidee überzeugend genug ist. Deshalb setzen sie auf den billigen Weg, um eine zweite Staffel zu bekommen, und lassen die Geschichte mit einem Cliffhanger enden. Das ist immer ein schlechtes Zeichen.

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Besetzung: Emilia Clarke | Haley Lu Richardson | Adrian Lester | Artjom Gilz | Vic Michaelis | Nicholas Podany | Petro Ninovskyi | Lili Walters | Harriet Walter
Serie entwickelt von: Susanne Fogel | David Iserson
Genre: Thriller | Historie
USA, 2026

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