Unfamiliar (Staffel 1) – Das schwierige Familienleben von Ex-Spionen

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Netflix-Serienposter für «Unfamiliar»: Zwei Personen im Profil – eine blonde Frau und ein bärtiger Mann – stehen Rücken an Rücken vor einer nächtlichen Stadtsilhouette. Die Gesichter sind dramatisch beleuchtet, darunter erstreckt sich eine beleuchtete Strasse durch die dunkle Stadt.
4 von 5 Sternen

Netflix (1 Staffel, 6 Episoden à 50 Min.)

Simon und Meret Schäfer (Felix Kramer und Susanne Wolff) leben mit ihrer Tochter Nina (Maja Bons) in Berlin. Sie betreiben ein kleines Restaurant. Abgesehen von den üblichen Problemen mit einem Teenager ist das Leben der beiden ziemlich beschaulich.

Leben mit der Lüge

Nur: Es ist eine einzige Lüge. Schon die Titelsequenz deutet dies an, indem sie vier Buchstaben des Titels animiert hervorhebt: «UNFAMILIAR». Ein hübscher Einfall.

Eine blonde Frau und ein bärtiger Mann sitzen angespannt nebeneinander auf einem grünen Sofa. Beide tragen dunkle Kleidung und blicken ernst zur Seite. Im Hintergrund sind gemusterte Vorhänge und eine vintage Inneneinrichtung zu sehen.
Restaurantbesitzer bei Tag und Agenten bei Nacht: Meret und Simon Schäfer (Susanne Wolff und Felix Kramer) © Netflix

Die Wahrheit, die Simon und Meret verschweigen, ist, dass sie ehemalige BND-Agenten sind. Ganz haben sie ihre Vergangenheit nicht hinter sich gelassen. Sie betreiben noch heute ein Safe House für Menschen, die diskrete Hilfe benötigen.

Ausgerechnet am 16. Geburtstag ihrer Tochter meldet sich ein Mann, der Hilfe braucht. Er hat eine Schussverletzung. Simon, der auch Arzt ist, behandelt ihn im Safe House. Doch etwas stimmt nicht.

Alles beginnt in Belarus

Der Mann kennt Details aus Simons und Merets BND-Vergangenheit, insbesondere einen missglückten Einsatz in Belarus. Gemeinsam mit ihrem Führungsoffizier Gregor Klein (Henry Hübchen) sollten sie vor 16 Jahren eine schwangere Frau abholen und nach Deutschland bringen.

Diese Frau war die Geliebte des russischen Agenten Josef Koleev (Samuel Finzi), der ebenfalls nach Deutschland wollte. Gregor plante jedoch, Josef als Doppelagenten nach Moskau zurückzuschicken. Josef fühlte sich verraten, schoss auf Gregor und vergiftete seine Freundin.

Drei Personen stehen am Ufer eines Gewässers: ein älterer Mann mit grauer Jacke links, eine blonde Frau in braunem Mantel in der Mitte und ein bärtiger Mann in grauem Pullover rechts. Im Hintergrund sind Gebäude und eine Brücke zu sehen.
Meret und Simon treffen ihren alten Chef Gregor (Henry Hübchen) wieder, als klar wird, dass eine alte Geschichte ihr Leben in Gefahr bringt. © Netflix
Ein Mann will aufräumen

16 Jahre später taucht Josef als Ehemann der neuen russischen Botschafterin in Berlin auf. Er will alle Zeugen der Belarus-Ereignisse beseitigen, weil sie sein neues Leben gefährden. Josef soll nicht nur an der Seite der Botschafterin stehen, sondern vor allem einen Maulwurf im BND betreuen.

Deshalb hat er den dubiosen Mann im Safe House beauftragt, Simon und Meret aufzuspüren. Das hat er zwar geschafft, doch lebt er nicht lange genug, um Josef zu informieren. Dafür sind Simon und Meret besorgt. Aber Josef gibt nicht auf, die Jagd geht weiter.

Drei Personen stehen nachts auf einem Bahnsteig vor einem roten Zug. Eine Frau in braunem Mantel und Mütze hält Papiere, daneben eine jüngere Frau in grüner Winterjacke und ein bärtiger Mann im grauen Pullover. Szene aus einer TV-Serie.
Als es in Berlin immer gefährlicher wird, schicken Meret und Simon ihre Tochter Nina (Maja Bons) auf einen Interrail-Trip. © Netflix
Thriller und Familiendrama

«Unfamiliar» ist ein gut inszenierter Spionagethriller mit Schiessereien, Verfolgungsjagden und einem Maulwurf im BND. Gleichzeitig überzeugt die Serie als Familien- und Ehedrama.

Dabei geht es um ein weiteres Geheimnis, das Simon und Meret ihrer Tochter verschweigen, und um ihre Beziehung. Ihre Ehe kriselt, wenn sie überhaupt jemals gut funktioniert hat. Denn da gab es auch eine Affäre in Marokko, die jetzt wieder hochkocht.

Vielleicht ist der eine oder andere Plot eine Komplikation zu viel und nicht zwingend notwendig wie Simons Aneurysma, das er dringend operieren sollte. Aber die Nebengeschichten sind einleuchtend verankert und irritieren deshalb auch nicht gross. Mit sechs Episoden hat die Serie zudem die passende Länge, die die Geschichte gut getaktet erzählt.

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Besetzung: Susanne Wolf | Felix Kramer | Samuel Finzi | Natalie Belitski | Andreas Pietschmann | Maja Bons | Genija Rykova | Henry Hübchen | Seyneb Saleh | Laurence Rupp | Sina Martens
Serie entwickelt von: Paul Coates
Genre: Thriller | Drama | Action
D, 2026

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