Fallout (Staffel 2) – Tappt «Fallout» in die «Westworld»-Falle?

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Drei Personen, bereit für einen Kampf, stehen vor einem grossen «Welcome»-Schild. Eine Frau in einer blauen Uniform hält eine Waffe, flankiert von einem Hund und zwei Männern mit futuristischen Waffen. Im Hintergrund eine Stadt und ein Roboter. Oben der Schriftzug «Fallout» und unten «Let the end times
3 von 5 Sternen

Prime Video (2 Staffeln, 16 Episoden à 50 Min.)

Nach der sehr gelungenen ersten Staffel waren die Erwartungen an die Fortsetzung hoch – leider werden sie enttäuscht. Das Hauptproblem: «Fallout» verliert sich in zu vielen Erzählsträngen, die sich zu lange hinziehen und nicht zusammenfinden.

Lucy, Cooper, Maximus – und leider viele andere

Lucy MacLean (Ella Purnell) spannt mit Cooper «The Ghoul» Howard (Walton Goggins) zusammen. Beide suchen ihre Familien. Lucy ihren Vater Hank (Kyle MacLachlan), Cooper seine Frau und seine Tochter, die möglicherweise die Apokalypse in einem Kryotank überlebt haben.

Eine Frau in blauer Vault-Jumpsuit-Kleidung hält ein Gewehr und steht neben einem rostigen Auto. Im Hintergrund ist ein beschädigtes «Welcome to New Vegas»-Schild zu sehen. Die Szene spielt in einer postapokalyptischen Wüstenlandschaft bei goldenem Licht.
Lucy (Ella Purnell) hat Vault-Welt hinter sich gelassen und gelernt, wie man draussen überlebt. © Lorenzo Sisti/Prime Video

Maximus (Aaron Moten) dient immer noch der stählernen Bruderschaft, die einen Bürgerkrieg plant und Verbündete sucht. Denn es tummeln sich einige Fraktionen in der postapokalyptischen Ödnis, die sich um die Vorherrschaft streiten. Auch in den verschiedenen Vaults passiert einiges, doch nichts wirklich Erwähnenswertes.

Am interessantesten sind noch die Rückblenden, die erzählen, wie es überhaupt zur grossen Katastrophe kam. Cooper spielt dabei eine entscheidende Rolle, ebenso seine Frau Barb (Frances Turner).

Ein Mann im braunen Anzug und eine Frau in beigefarbenem Kostüm mit Hut stehen sich in einem eleganten Raum gegenüber. Im Hintergrund sind weitere Personen in formeller Kleidung zu sehen.
Coopers Frau Barb (Frances Turner) ist in ein Komplott verwickelt, das die Welt zerstören wird. © Lorenzo Sisti/Prime Video
Es plätschert statt zu packen

Cooper und Lucy sind weiterhin die wirklich starken Figuren in «Fallout». Mit ihnen fiebert man mit und ist an ihrem Schicksal interessiert.

Auch diese Western-angehauchten Landschaften und die zerstörten Städte, bevölkert von skurrilen Gestalten und gefährlichen Viechern, gefallen erneut. Aber das reicht nicht, um davon abzulenken, dass die Handlung mehr vor sich hin plätschert, als dass sie einen wirklich packt.

Eine Person mit kurzen blonden Haaren und blauer Augenklappe trägt einen blauen Uniformoverall mit goldenen Akzenten in einem futuristischen Innenraum. Im Hintergrund sind metallische Strukturen und technische Ausrüstung zu sehen.
Immerhin eine nette Überraschung: Stephanie Harper (Annabel O’Hagan) ist mehr als nur die gnadenlose Chefin von Vault 32. © Lorenzo Sisti/Prime Video
Ein Tipp an die Produzent:innen: Fokussieren

Ein wenig erstaunt das auch nicht. Denn hinter «Fallout» stecken Jonathan Nolan und Lisa Joy, die «Westworld» (2016-2022) produzierten. Diese Serie war ebenfalls stark zu Beginn und verzettelte sich anschliessend in immer komplexeren, parallelen Erzählsträngen. Schliesslich wurde sie vor der finalen Staffel abgesetzt.

Wenn Nolan und Joy ein ähnliches Debakel vermeiden wollen, sollten sie den Plot von «Fallout» fokussierter vorantreiben und lieber auf eine Staffel verzichten, als sich in Nebensächlichkeiten zu verlieren.

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Besetzung: Ella Purnell | Aaron Moten | Walton Goggins | Moises Arias | Frances Turner | Kyle MacLachlan | Dave Register | Johnny Pemberton | Leslie Uggams | Annabel O’Hagan | Leer Leary
Serie entwickelt vonGeneva Robertson-Dworet | Graham Wagner
Genre: Action | Abenteuer | Science-Fiction
USA, 2025

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