A Knight of the
Seven Kingdoms

Staffel 1, HBO Max
5 von 5 Sternen
Zwei Männer in braunen Umhängen stehen unter einem grossen Baum auf einem Hügel. Der grössere Mann blickt auf den kleineren herab. Im Hintergrund eine mittelalterliche Siedlung und Berge bei Sonnenuntergang.

Westeros ist gerettet! Nach den enttäuschenden letzten Staffeln von «Game of Thrones (GoT)» und dem mässigen Spin-off «House of the Dragon» überzeugt endlich wieder eine Geschichte aus den sieben Königreichen.

Wie schon in «Andor» im Star-Wars-Universum holen die Benachteiligten und Diskriminierten die Kohlen aus dem Feuer und hauchen der Franchise neues Leben ein.

Dunk wächst als Waisenkind in den schmutzigen Gassen von King’s Landing auf. Durch eine Fügung des Schicksals wird er Knappe eines einfachen Ritters. Als dieser stirbt, beschliesst Dunk, in seine Fussstapfen zu treten und gibt sich von nun als Ritter aus: Ser Duncan the Tall.

Er trifft auf einen kahlköpfigen Stallburschen, der unbedingt sein Knappe werden will. Nach einigem Hin und Her willigt Dunk ein. Zwischen den beiden entwickelt sich eine berührende Freundschaft, die neu ist für das «GoT»-Universum.

«A Knight of the Seven Kingdoms» wendet sich ab von der machiavellistischen Fantasywelt, die «GoT» beherrscht. Stattdessen greift die Serie auf die Ritterliteratur und arthurianische Motive zurück. Dunk erinnert nicht zufällig an Parzival, den «tumben Toren», der zum Gralskönig wird. Wohin Dunk der weitere Weg führt, ist nach der ersten Staffel völlig offen. Aber es lohnt sich, seine Reise weiter zu begleiten.

How to Get to
Heaven from Belfast

Staffel 1, Netflix
4 von 5 Sternen
Poster der Netflix-Serie «How to Get to Heaven from Belfast». Drei Frauen sitzen auf einem Sarg vor blauem Himmel. Links steht ein gerahmtes Porträtfoto. Text unten: «From the creator of Derry Girls». Surreale Darstellung mit Grasstück am Boden.

Mit «How to Get to Heaven from Belfast» legt Lisa McGee nach ihrem Comedy-Erfolg «Derry Girls» eine Serie vor, die tonal in eine andere Richtung geht – aber wiederum «very Irish» ist.

Statt Coming-of-Age-Humor liefert sie ein Mystery-Drama über drei Frauen, die von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt werden. Das Ergebnis ist klug konstruiert, oft schrill inszeniert, aber auch überraschend düster.

Im Zentrum stehen Saoirse, Robyn und Dara. Die drei Enddreissigerinnen aus Belfast kennen sich seit ihrer Schulzeit. Sie fahren zur Beerdigung von Greta, die damals die Vierte im Bunde war. Doch ein traumatisches Ereignis führte vor 20 Jahren zum Bruch zwischen den Freundinnen.

Ihre Reise konfrontiert die drei nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern bringt sie auf die Spur eines weiteren möglichen Verbrechens. Wurde Greta ermordet? Oder ist sie gar nicht tot? Aber wer ist dann die Leiche im Sarg?

Lisa McGee mixt Krimi und Komödie zu einem eigenwilligen Mystery-Drama, das sich wohltuend von durchschnittlichen Whodunit-Serien abhebt. Was ich ihr ausserdem hoch anrechne: Sie erzählt die Geschichte zu Ende und vertraut darauf, dass ihre Storyidee stark genug ist für eine zweite Staffel. Ich würde ihr dafür sofort grünes Licht geben.

Ponies
 

Staffel 1, Sky Show
3 von 5 Sternen
Poster für die Serie «PONIES – Persons of No Interest». Zwei junge Frauen in Wintermänteln blicken über die Schulter, im Hintergrund sind russische Architektur-Wahrzeichen wie der Kreml und die Basilius-Kathedrale zu sehen.

Bea und Twila arbeiten Ende der 1970er-Jahre als Sekretärinnen in der US-amerikanischen Botschaft – und sie spionieren für die CIA. Ihre Rekrutierung verdanken sie zwei Eigenschaften: Als Witwen von CIA-Agenten kennen sie den Laden. Aber vor allem sind sie «Ponies» – Persons of No Interest. Will heissen: Sie sind für den KGB unsichtbar, da er Frauen keine Spionagetätigkeit zutraut.

Diesen Vorteil will Dane Walter, der CIA-Chef in Moskau, nutzen. Er sieht grosszügig darüber hinweg, dass Bea und Twila ansonsten keinerlei Fähigkeiten als Spioninnen mit sich bringen.

Der Charme von «Ponies» liegt im Retro-Ostblock-Look. Den grössten Unterhaltungswert schöpft die Serie aus den absurden Situationen, in die sich Bea und Twila durch ihr Unvermögen immer wieder manövrieren. Leider kann sich «Ponies» aber nicht entscheiden, ob die Serie Komödie oder Thriller sein will. Auf Dauer gelingt dieser Balanceakt nicht.

Wirklich unbefriedigend ist wieder einmal der Schluss. Das Drehbuch hätte Bea und Twila ihre Mission abschliessen lassen können, um sie in einer zweiten Staffel auf neue Abenteuer zu schicken.

Doch offensichtlich hatten die Macher:innen zu wenig Vertrauen in ihre Grundidee. Deshalb versuchen sie billig zu einer zweiten Staffel zu kommen und lassen die Geschichte mit einem Cliffhanger enden. Das ist immer ein schlechtes Zeichen.


Auf der Watchlist

Poster zu «The Artful Dodger» auf Disney+. Zeigt drei Personen in viktorianischer Kleidung vor einer Menschenmenge: Eine blonde Frau in kariertem Kleid, einen jungen Mann mit gewelltem Haar in blauer Weste und einen älteren bärtigen Mann.

The Artful Dodger (Staffel 1&2, Disney+)

Netflix-Promobild für «The Night Agent»: Ein Mann mit kurzen braunen Haaren in grauem Pullover blickt über die Schulter. Im Hintergrund sind warme, orangefarbene Lichter zu sehen. Der Titel der Serie steht links im Bild.

The Night Agent (Staffel 3, Netflix)

Poster für «Star Trek: Starfleet Academy» mit einer Gruppe junger Kadetten in Uniformen der Sternenflotte, die durch einen futuristischen Korridor gehen. Die Charaktere tragen rote und braune Uniformen, während im Hintergrund durch große Fenster ein Raumschiff zu sehen ist.

Star Trek: Starfleet Academy (Staffel 1, Paramount+)


Serien-Top-Ten

1️⃣Zwei Personen in braunen Umhängen stehen unter einem Baum auf einem Hügel und blicken auf eine mittelalterliche Siedlung in grüner Landschaft mit Bergen im Hintergrund.A Knight of the
Seven Kingdoms

Ritterdrama, HBO Max
2️⃣Werbeplakat für die Amazon Prime-Serie «The Night Manager». Drei Personen in formeller Kleidung stehen vor einer dramatischen Berglandschaft im Abendlicht.The Night Manager
(Staffel 2)

Spionagethriller,
Prime Video
3️⃣Drei Personen stehen vor einem viktorianischen Gebäude. Links der Schriftzug «A Thousand Blows». Darunter die Logos von «hulu» und «Disney+». Die Figuren wirken ernst und fokussiert, während sie in unterschiedlichen Richtungen blicken. Die Szenerie strahlt eine historische, düstere Atmosphäre aus.A Thousand Blows
(Staffel 2)

Historiendrama,
Disney+
4️⃣Zwei Männer in historischen Kostümen vor rotem Hintergrund. Der linke Mann trägt einen Pelzumhang und schwarzen Hut, der rechte Mann einen goldenen Umhang und verzierten Hut. Text: «Wolf Hall, The Mirror and the Light».Wolf Hall: The Mirror
and the Light

Historiendrama,
BBC/arte
5️⃣Drei Frauen sitzen auf einem Sarg, der über einer Klippe schwebt. Links eine Frau im grünen Pullover, in der Mitte eine mit roter Mütze und dunklem Mantel, rechts eine blonde Frau in rosa Bluse. Der Titel «How to Get to Heaven from Belfast» und das Netflix-Logo sind sichtbar.How to Get to
Heaven From Belfast
Mysterykomödie,
Netflix
6️⃣Poster für die Netflix-Serie «The Lincoln Lawyer»: Ein Mann in weissem Hemd sitzt in einem schwarzen Cabrio vor der nächtlichen Skyline von Los Angeles. Das Auto hat rot-blaue Polizeilichter.The Lincoln Lawyer
(Staffel 4)

Krimi/Gerichtsdrama,
Netflix
7️⃣Werbeplakat für die Serie «La Linea della Palma» von Play Suisse. Es zeigt vier Personen in fragmentierten Bildausschnitten: eine blonde ältere Frau, eine junge brünette Frau, einen jungen und einen älteren Mann. Im Hintergrund sind Flugzeug und Landebahn zu sehen.La Linea della Palma
Thriller, Play Suisse
8️⃣Werbeplakat für die Prime-Video-Serie «Steal» zeigt drei Hauptdarsteller vor einer Londoner Skyline hinter Glasfenstern. Geldscheine schweben durch die Luft. Der Slogan lautet «The heist is just the beginning».Steal
Thriller, Prime Video
9️⃣Fünf Fahrradfahrer in einer düsteren, roten Landschaft. Über ihnen dunkelrote Wolken, die eine bedrohliche Stimmung erzeugen. Darunter der Schriftzug «Stranger Things 5» und das Netflix-Logo. Mysteriöse Atmosphäre mit starkem Fokus auf die Serie.Stranger Things
(Staffel 5)

Fantasyabenteuer,
Netflix
🔟Gelbes Werbeposter für die Serie «Pluribus» auf Apple TV+. Im Vordergrund der untere Teil eines schreienden Gesichts mit wehendem blondem Haar. Oben rechts der Text: «From the creator of Breaking Bad».Pluribus
Sci-Fi-Dramedy,
Apple TV

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Modernes TV-Studio mit zwei lächelnden Personen im Vordergrund. Das Publikum rundherum. Oben die Schriftzüge und Posters von bekannten TV-Serien. AI generiertes Bild.

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