The Night Agent (Staffel 3) – Solider Thriller ohne falsche Ambitionen

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Netflix-Poster für «The Night Agent». Ein Mann in blauem Hemd hält eine Pistole, im Hintergrund warme, orange Beleuchtung. Tagline: «What began with a call became a calling». Erscheinungsdatum: 19. Februar, nur auf Netflix.
4 von 5 Sternen

Netflix (3 Staffel, 30 Episoden à 50 Min.)

Nach einem Durchhänger in der zweiten Staffel bietet die Neuauflage von «The Night Agent» wieder gut getaktete Spannung und viel Action. Die Serie bleibt sich treu, indem sie inhaltlich und formal keine Experimente wagt und einen Plot präsentiert, der selbst für die heutigen politischen Verhältnisse in den USA ziemlich haarsträubend wirkt.

Doch das stört nicht. Man schaut die Serie nicht wegen ihrer Realitätsnähe. Wir wollen Verfolgungsjagden, Faustkämpfe, Scharfschützen und hinterhältige Machenschaften von Superreichen und Politikern sehen. Genau das liefert die Serie.

Zwei Männer stehen sich nachts auf einer Brücke gegenüber und führen ein ernstes Gespräch. Im Hintergrund ist eine beleuchtete Stadtsilhouette mit Wolkenkratzern zu sehen. Die Szene wirkt dramatisch und spannungsgeladen.
Peter (Gabriel Basso, l.) benutzt den Whistleblower Jay (Suraj Sharma) als Lockvogel, um an den Broker heranzukommen. © Netflix
Peter Pakt mit dem Teufel

Unser Night Agent Peter Sutherland (Gabriel Basso) hat seit der letzten Staffel eine Rechnung mit dem «Broker» (Louis Herthum) offen, mit dem er einen faustischen Pakt schliessen musste. Als der Broker sich nach Monaten endlich wieder meldet, schmiedet Peter einen Plan, um ihn zu fassen. Der Plan scheitert, aber Peter bleibt auf seiner Spur.

Auch die Journalistin Isabel De Leon (Genesis Rodriguez) ist hinter dem Broker her. Bei ihren Recherchen ist sie auf Geldströme gestossen, die darauf hindeuten, dass der Broker und andere US-amerikanische Geldgeber Terroristen finanzieren. Und wie üblich bei «The Night Agent» sind auch hochrangige Politiker:innen in die dreckigen Geschäfte verwickelt.

Eine Frau in floraler Bluse und ein Mann in dunklem Hoodie stehen in einem modernen Büroraum. Sie blickt zur Seite, während er sich vorgebeugt abstützt und sie ansieht. Die Szene wirkt angespannt.
An Peters Seite: Die Journalistin Isabel De Leon (Genesis Rodriguez) und Adam (David Lyons), der als Ex-Soldat zu den Night Agents stösst. Aber sind sie auch auf Peters Seite? © Netflix
Unoriginell, aber genau deshalb stark

Diesmal stören die Nebenplots kaum, die es zusätzlich braucht, um zehn Episoden zu füllen. Fast schon grandios ist der Auftragskiller (Stephen Moyer), der als alleinerziehender Vater immer seinen zehnjährigen Sohn im Schlepptau hat. Etwas zu langfädig ist dafür die Familiengeschichte des Brokers geraten, auch wenn sie noch eine unerwartete Wendung nimmt.

«The Night Agent» ist eigentlich völlig unoriginell, doch genau das macht die Stärke der Serie aus. Sie nutzt klassische Elemente des Thrillergenres und ist handwerklich sorgfältig und sauber gemacht. Deshalb könnte Peter noch eine lange Karriere bevorstehen.

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1 Stimme

Besetzung: Gabriel Basso | Fola Evans-Akingbola | Louis Herthum | Genesis Rodriguez | Amanda Warren | Albert Jones | Ward Horton | David Lyons | Jennifer Morrison | Suraj Sharma | Stephen Moyer | Callum Vinson
Serie entwickelt von: Shawn Ryan
Genre: Thriller | Action
USA, 2026

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