Monarch: Legacy of Monsters (Staffel 2) – Ein Muttermonster und abwesende Väter

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Poster für «Monarch: Legacy of Monsters» auf Apple TV. Zeigt die Hauptdarsteller Kurt Russell und Wyatt Russell im Vordergrund, weitere Castmitglieder darunter. Im Hintergrund sind riesige Monster wie King Kong und Tentakel zu sehen, sowie eine überflutete Stadt.
3 von 5 Sternen

Läuft bei: Apple TV+ (2 Staffeln, 20 Episoden à 45 Min.)

Wer noch völlig unvertraut ist mit dem Monsterverse, sollte zuerst die Besprechung der ersten Staffel lesen. Andere erinnern sich vielleicht: Bei der Rettung der Titanenforscherin Keiko Miura (Mari Yamamoto) aus Axis Mundi, dem verborgenen Reich der Monster, blieb einer zurück – Lee Shaw (Kurt Russell/Wyatt Russell).

Cate Randa (Anna Sawai), die Enkelin von Keiko und Tochter von Hiroshi Randa (Takehiro Hira), will nach Skull Island zurück, um Lee zu retten. Doch die Vertreterin der Regierungsorganisation Monarch verweigert die Erlaubnis. Zu gefährlich, sagt sie, nachdem Keikos Rettung Kong auf den Plan gerufen hatte, der die Eindringlinge verfolgte.

Ein älterer Mann mit grauem Haar blickt nachdenklich nach oben. Er trägt eine dunkle Jacke über einem schwarzen Shirt. Im Hintergrund sind verschwommene bläuliche und rötliche Lichter zu sehen, die eine futuristische oder Sci-Fi-ähnliche Atmosphäre schaffen.
Lee Shaw (Kurt Russell) ist in Axis Mundi gefangen, schon wieder wie damals, als er zum ersten Mal die Welt der Monster erkundete. © Apple TV
Geglückte Rettung mit katastrophalen Folgen

Cate, ihr Halbbruder Kentaro (Ren Watabe), ihre Freundin May (Kiersey Clemons) und Hiroshi schleichen sich deshalb heimlich vom Monarch-Schiff «Outpost 18». Auf Skull Island gelingt es ihnen, Lee aus Axis Mundi zu befreien. Doch krabbelt durch den Riss zwischen den Welten auch ein tentakelbewehrtes Monster heraus.

«Titan X», wie das Monster benannt wird, bedroht die Menschheit und die Jagd beginnt. Allerdings verfolgen die verschiedenen Parteien unterschiedliche Ziele, wie mit dem Monster umzugehen ist. Parallel dazu erzählt die Serie, wie Lee, Keiko und ihr Ehemann Bill Randa (Anders Holm) in den 50er-Jahren bereits Titan X auf der Spur waren.

Ein grosses, drachenähnliches Monster mit rötlich glühenden Stacheln und Augen steht bedrohlich in einer dunklen, rauchigen Umgebung. Im Vordergrund sieht man zwei Personen von hinten, die das Wesen betrachten. Die Szene ist von Kerzen oder Fackeln beleuchtet und wirkt dramatisch düster.
Die erste Begegnung mit Titan X hatten Keiko (Mari Yamamoto) und Lee (Wyatt Russell) bei einer Exkursion in den 50er-Jahren. © Apple TV
Liebesdreieck und Väterversagen

Wie in der ersten Staffel widmet sich die Serie ausführlich den komplizierten Liebes- und Familienverhältnissen der Randas. Das packt erneut am meisten bei der Dreiecksbeziehung zwischen Bill Randa, Keiko Miura und Lee Shaw, die in der Vergangenheit nicht nur Monster jagen, sondern auch ihre Gefühle zähmen müssen.

In der Gegenwart kämpfen Hiroshi und seine Kinder mit den Schatten ihrer Väter. Hiroshi hat Bill Randa nie verziehen, dass er ihn verliess, um nach Keiko zu suchen. Doch Hiroshi selbst gründete zwei Familien, die nichts voneinander wussten – ein Zeichen, dass er wenig aus seiner eigenen Geschichte gelernt hat.

Cate und Kentaro werfen ihm das auch vor. Er war für sie ebenfalls ein oft abwesender Vater. Cate leidet darunter mehr als Kentaro, der sich mit Hiroshi halbwegs versöhnt hat. Diese Konstellation wirkt aufgesetzt, treibt die Handlung aber vor allem gegen Ende effektiv voran.

Zwei asiatische Personen sitzen nebeneinander vor einem roten Netz in einem Flugzeug. Die Frau links trägt eine beige Jeansjacke und blaue Jeans, der Mann rechts ein dunkles Jeanshemd. Beide blicken nachdenklich zur Seite.
Das schwierige Verhältnis von Cate (Anna Sawai) und Kentaro (Ren Watabe) mit ihrem Vater führt auch zu Spannungen unter den Geschwistern. © Apple TV
Frauen und ihr Mutterinstinkt

Auch die Mutterrolle dient als Plot-Treiber, allerdings nicht auf der menschlichen Ebene. Titan X ist ein Weibchen. Als es Eier legt, weckt das nicht nur seinen eigenen Mutterinstinkt, sondern auch jenen von Cate und Keiko. Sie wollen das Monster und seinen Nachwuchs unversehrt in die Axis Mundi zurückbringen. Das führt zum Streit mit Lee.

Die weibliche Solidarität für das Monster, das doch nur seinem Mutterinstinkt folgt, gehört zu den seichten Momenten der Serie, weil es noch klischierter ist als der Topos des abwesenden Vaters. Doch beim Showdown greifen weitere Parteien ein, die den Kampf mit Titan X spannend machen. Auch Kong spielt dabei eine Rolle.

Ein grosser, drachenartiger Dinosaurier mit Hörnern am Kopf und scharfen Zähnen steht in einer nebligen, prähistorischen Landschaft. Das Wesen hat eine dunkle, schuppige Haut und wirkt bedrohlich. Im Hintergrund sind Felsen und gedämpftes, gelbliches Licht zu sehen.
Um ihren Nachwuchs zu verteidigen, legt sich Titan X sogar mit Kong an. © Apple TV
Die neue Bedrohung am Himmel

«Monarch» verbindet Monsterjagd und persönliche Dramen geschickt. Das Spiel mit den Zeitebenen, diesmal um die komplizierten Auswirkungen von Zeitreisen erweitert, sorgt für Abwechslung.

Voraussetzung bleibt allerdings, dass man dem Monsterverse einen Unterhaltungswert abgewinnen kann. Dann verfolgt man auch gespannt, was ganz am Schluss als neue Bedrohung am Himmel aufsteigt und Lee, Keiko und die Randas in der dritten Staffel beschäftigen wird.

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Besetzung:  Anna Sawai | Kiersey Clemons | Ren Watabe | Joe Tippett | Wyatt Russell | Kurt Russell | Mari Yamamoto | Mirelly Taylor | Anders Holm | Takehiro Hira | Dominique Tipper | Amber Midthunder
Serie entwickelt von: Chris Black | Matt Fraction
Genre: Abenteuer | Science-Fiction | Action
USA, 2026

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