

Apple TV (2 Staffeln, 16 Episoden à 40 Min.)
Enthält Spoiler zu früheren Staffeln
Cheeseburger, Sex, Mord. Drei Dinge, die tabu sind für John Sugar (Colin Farrell). Denn – letzte SPOILER-Warnung – er gehört zu einer Gruppe von Ausserirdischen, die auf einer Beobachtungsmission die Erde besuchen.
Fleisch essen, Sex haben oder töten ist ihnen streng verboten. Solche Handlungen wären untrügliche Zeichen dafür, dass sie sich zu sehr an die Menschheit angepasst haben und ihre Mission somit gescheitert wäre.
Einsam unter Menschen
Doch was kümmern John Sugar diese Regeln noch? Niemand wird ihn zur Rechenschaft ziehen. Er ist der letzte seiner Art auf der Erde. Alle anderen sind auf ihren Heimatplaneten zurückgekehrt. Nicht ganz freiwillig, denn sie wurden enttarnt und gejagt. John ist geblieben.

Zum einen, weil es ihm in L.A. gefällt. Er geniesst seine schicken Anzüge, sein Chevy-Cabrio und alte Schwarz-Weiss-Filme. Zum anderen erfüllt ihn sein Job als Privatdetektiv, vor allem, weil er Menschen helfen kann. Doch der wichtigste Grund: Er hofft immer noch, seine verschwundene Schwester zu finden.
In den Abgründen von L.A.
Trotzdem vermisst er seine Freunde. Um sich abzulenken, stürzt er sich in die Arbeit. Der Bruder des aufstrebenden Boxers Danny Moon (Jin Ha) ist verschwunden. Ji (Raymond Lee) steckt offenbar in der Klemme, wie die letzten Voicemails an seinen Bruder vermuten lassen.

Daneben will Sugar herausfinden, wer hinter der Enttarnung der Aliens steckt. Vermutlich hat Tyson Pavich (John D’Aquino), ehemaliger Senator und CEO einer Tech-Firma, seine Finger im Spiel.
Die Suche nach Dannys Bruder führt Sugar in die Abgründe der Stadt. Er gerät an gewalttätige Gangs, korrupte Polizisten und trifft auf Drogenabhängige. Da ist es eine willkommene Abwechslung, dass er abends im Hotel eine attraktive Frau kennenlernt.
Der coole Privatdetektiv mit Skrupel und Mitgefühl
In den ersten Episoden kommt die Story nur schleppend voran. Doch es lohnt sich, dranzubleiben. Denn auch in dieser Staffel steht nicht nur die Lösung von Fällen im Vordergrund. Es geht um Menschen – und darum, was sie ausmacht.

In dieser Hinsicht ist Sugar tatsächlich ein Ausserirdischer. Denn im Gegensatz zu vielen Menschen liegt ihm viel an Menschlichkeit. Das unterscheidet ihn auch von seinen filmischen Vorbildern, die mehrheitlich durch Härte und Zynismus glänzen. Sugar dagegen ist zwar ebenfalls ein cooler Privatdetektiv. Doch er hegt Skrupel und spürt Mitgefühl für diese eigentümliche Spezies, die er immer noch nicht ganz versteht.
«Sugar» treibt diese etwas schwermütige Botschaft nicht auf die Spitze, sondern spielt intelligent damit. Das macht die Serie trotz ihrer abenteuerlichen Prämisse zu einem Krimi mit einem extravaganten Twist. Überraschenderweise funktioniert das wirklich gut.
Besetzung: Colin Farrell | Jin Ha | Raymond Lee | Tony Dalton | Laura Donnelly | Sasha Calle | Shea Whigham | Laura San Giacomo | Kirby | James Cromwell
Serie entwickelt von: Mark Protosevich
Genre: Krimi | Mystery
USA, 2026












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