

Paramount+ (1 Staffel, 9 Episoden à 45 Min.)
Das neueste «Yellowstone»-Spin-Off hat einen grossen Makel: die Kulisse. Die majestätische Landschaft der Rocky Mountains mit schneebedeckten Bergen, endloser Prärie und glasklaren Flüssen sehen wir nur zu Beginn.
Denn die Ranch von Beth Dutton (Kelly Reilly) und Rip Wheeler (Cole Hauser), auf der sie nach dem Ende der Yellowstone-Ranch ein neues Leben beginnen, wird durch eine Feuersbrunst zerstört. Beth, Rip und ihr Pflegesohn Carter (Finn Little) müssen sich ein neues Zuhause suchen.

Von den Rockies in die Hitze von Texas
Sie finden es in Rio Paloma, einer Kleinstadt in Texas nahe der mexikanischen Grenze. Diese Landschaft gibt wirklich nicht viel her. Wo man hinschaut, gibt es nur trockenes Grasland vor einem endlosen Horizont. Das konstatiert auch Beth ziemlich frustriert. Zudem ist es heiss, selbst mitten in der Nacht.
Aber sie sind fest entschlossen, sich hier eine neue Existenz aufzubauen. Die Voraussetzungen sind gut. Die Ranch, die sie gekauft haben, ist berühmt für ihre Black-Angus-Herde, die erstklassige Steaks liefert.
Kein freundlicher Empfang für die Zuzüger
Aber wie das so ist bei Neuankömmlingen, werden sie nicht mit offenen Armen empfangen. Vor allem die alteingesessenen Jacksons geben gleich den Tarif durch. Matriarchin Beulah Jackson (Annette Bening) bietet Beth zwar an, ihre Rinder zu schlachten, allerdings zu miserablen Bedingungen.

Rip lernt ihren Sohn Rob-Will (Jai Courtney) kennen und prügelt sich gleich mit ihm. Rob-Will ist das klassische schwarze Schaf der Familie. Er hält zwar grosse Stücke auf sich, ist aber letztlich nur ein arroganter Säufer. Als Jackson kann er sich trotzdem alles erlauben.
Der einzige Freund, den sie finden
Auch Carter hat Mühe, sich einzuleben. Seine Mitschüler:innen finden es zwar cool, dass er etwas älter ist. So kann er Bier beschaffen. Zur Party wird er aber nicht eingeladen. Als er enttäuscht nach Hause trottet, lernt er dafür Oreana (Natalie Alyn Lind) kennen, Beulahs Enkelin. Er rettet sie vor einem aufdringlichen Verehrer und wird dafür vom Sheriff (Josh Stewart) eingebuchtet.

Wenigstens einem freundlichen Gesicht begegnen die Duttons in Rio Paloma: dem Tierarzt Everett (Ed Harris). Auch er ist alteingesessen und kennt Beulah seit ihrer gemeinsamen Jugend. Deshalb lässt er sich auch nicht gross von ihr und ihrer Familie beeindrucken.
Weniger stereotyp als zu befürchten
Man ahnt, welche Plots «Dutton Ranch» aufgleist: Zwei Familien, die um die Vorherrschaft kämpfen. Eine Romeo-und-Julia-Geschichte der Teenager. Ein korrupter Sheriff, ein ehrenwerter Tierarzt und einige Cowboys mischen ebenfalls mit.

Doch die Serie überrascht in der Mitte der Staffel mit unerwarteten Wendungen. Sie ist nicht so vorhersehbar, wie sie scheint. Allerdings verschieben sich die Konflikte nur auf neue Figuren, die auftauchen.
«Dutton Ranch» häuft reichlich Figuren an, aus denen sich viele Fäden spinnen lassen. Die Absicht dahinter ist klar: Die Serie will eine ähnlich lange Laufzeit hinbekommen wie «Yellowstone». Ob es fünf Staffeln werden, bleibt abzuwarten. Der Auftakt ist gelungen genug, um für ein, zwei weitere Staffeln dranzubleiben.
Besetzung: Kelly Reilly | Cole Hauser | Finn Little | Annette Bening | Ed Harris | Juan Pablo Raba | Jai Courtney | J.R. Villarreal | Natalie Alyn Lind | Marc Menchaca | Berto Colon | Sterlin English
Serie entwickelt von: Ched Feehan
Genre: Western | Drama
USA, 2026











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