

Prime Video (5 Staffeln, 40 Episoden à 50 Min.)
Homelander (Antony Starr) steht auf dem Höhepunkt seiner Macht. Bei Vought, der Firma, die Superhelden erschafft, hat er längst das Kommando übernommen. Im Weissen Haus sitzen seine Marionetten. Die Welt gehört ihm. Was könnte er noch wollen?

Homelander for ever!
Einiges. Vor allem: Unsterblichkeit. Das ergibt Sinn, denn sein erbitterter Feind Butcher (Karl Urban) besitzt ein Virus, das selbst den stärksten «Supe» tötet.
Die Sache hat aber einen Haken. Setzt Butcher das Virus frei, werden alle «Supes» sterben – auch Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara), die auf Butchers Seite gegen Homelander kämpfen. Damit sind Hughie (Jack Quaid) und Frenchie (Tomer Capone) gar nicht einverstanden. Sie wollen ihre geliebten Freundinnen nicht opfern.

Zunächst müssen sie jedoch verhindern, dass Homelander unsterblich wird. Dazu benötigt er das ursprüngliche Serum, mit dem die ersten Superhelden geschaffen wurden. V1, wie das Serum heisst, gilt eigentlich als zerstört. Aber gerüchteweise soll es noch einige wenige Ampullen geben. Die Jagd beginnt.
Ehre sei Homelander in der Höhe
Gleichzeitig verfolgt Homelander ein zweites Ziel. Ihm ist ein Engel erschienen, der verkündete, er werde der neue Gott der Menschheit. Also plant Homelander die grossartige Inszenierung seiner Inthronisation als einziger und wahrer Gott. Endlich würde er erreichen, was er immer wollte: Alle Menschen würden ihn lieben und verehren. Allfällige Ungläubige würde er in guter alter Kirchentradition in die Hölle schicken.

Die finale Staffel von «The Boys» kann nur ein befriedigendes Ende haben, auf das viele seit Langem warten und weshalb manche überhaupt noch zuschauen: Homelander muss einen langsamen und qualvollen Tod erleiden und für seine abscheulichen Taten büssen.
Nur – gönnt uns die Serie diesen Genuss? Oder erfüllt sie die Wünsche der nicht wenig zahlreichen Homelander-Fans unter den Zuschauer:innen? Das müsste dann die Apokalypse sein, in der die Welt untergeht und nur einer überlebt: Homelander.
Das Finale – ein Blick in die Zukunft der USA?
«The Boys» wird oft als Allegorie auf die Trump-Ära gelesen. Das mag ein wenig zu stark sein, denn die Comic-Vorlage entstand viel früher. Showrunner Eric Kripke hat jedoch bestätigt, dass viele Elemente der Serie auf das aktuelle politische Klima in den USA reagieren. Bilder wie die goldene Homelander-Statue, die an Trumps Golfplatz-Skulptur erinnert, unterstreichen das.

Von daher hängt das Ende vielleicht am meisten davon ab, welche Zukunft sich Kripke und seine Produzent:innen für die USA erhoffen. Sind sie Pessimist:innen, die den endgültigen Absturz in eine korrupte Autokratie vorhersehen? Oder glauben sie noch an die Rückkehr zur Demokratie?
Wer das Finale gesehen hat, kennt die Antwort. Oder vielleicht doch nicht ganz. Denn so eindeutig ist der Schluss nun auch wieder nicht 😉.
Besetzung: Karl Urban | Jack Quaid | Antony Starr | Erin Moriarty | Laz Alonso | Chace Crawford | Tomer Capine | Karen Fukuhara | Susan Heyward | Valorie Curry | Colby Minifie | Jensen Ackles | Giancarlo Esposito | Cameron Crovetti
Serie entwickelt von: Eric Kripke
Genre: Superhelden | Action
USA, 2026














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