The ʹBurbs
Staffel 1, Sky Show


Rob und Samira Fisher sind frisch gebackene Eltern, die für ihr Baby ein sicheres Zuhause suchen. Sie ziehen nach Hinkley Hills, das sich als sicherstes Städtchen der USA rühmt – keine Verbrechen, nicht einmal Ordnungswidrigkeiten.
Doch die Idylle trügt: In ihrer neuen Nachbarschaft Ashfield Place steht eine heruntergekommene viktorianische Villa, um die sich düstere Gerüchte ranken. Vor 20 Jahren verschwand dort Betsy, die Tochter der damaligen Besitzer. Man munkelt, sie sei ermordet und im Keller vergraben worden.
Als das Haus plötzlich verkauft wird und ein neuer, suspekter Nachbar einzieht, wird Samiras Neugier geweckt. Er schleppt einen schweren Sack ins Haus, gräbt im Keller und entfacht mysteriöse Feuer. Zusammen mit ihren exzentrischen Nachbarn Lynn, Dana und Tod beginnt Samira zu ermitteln – und entdeckt, dass auch ihr Mann Rob ihr etwas verschwiegen hat: Er war eng mit Betsy befreundet.
«The ’Burbs» ist eine Neuauflage der schwarzen Komödie von 1989 mit Tom Hanks, der hier in einem PR-Film als Gründer des Städtchens auftritt. Die Serie setzt weniger auf Grusel, sondern auf Komik – getragen von Keke Palmer, die zwischen Humor und Paranoia brilliert. Die illustren Nachbarn, jeder mit eigenen Geheimnissen, sorgen für zusätzliche Unterhaltung.
Allerdings könnte die Handlung mehr Tempo vertragen, dann bräuchte es auch keine zweite Staffel. Doch dank Palmers Performance und der unterhaltsamen Dynamik bleibt die Serie ein sehenswerter Mix aus Vorstadt-Tratsch und Krimi.
Sternstunde
der Mörder
Mini-Serie, ARD (VPN)


Ein Mörder, Nazis und ein paar Unentwegte, die in den finsteren Stunden des Dritten Reichs einen letzten Funken Menschlichkeit bewahren wollen – das erinnert an «Babylon Berlin».
Atmosphärisch ähnelt «Sternstunde der Mörder» den jüngsten Staffeln des ARD-Erfolgs. Aber die Serie, basierend auf Pavel Kohouts Roman, erreicht nicht ganz die Höhen von «Babylon Berlin». Es fehlt vor allem an Zeit und am Willen, den Figuren echte Tiefe und Komplexität zu verleihen.
Prag ist im Frühling 1945 von der Wehrmacht besetzt. Aber es ist nur noch eine Frage von Wochen, bis die Rote Armee die Stadt erobern wird. Unter diesen Vorzeichen ermittelt der tschechische Kommissar Jan Morava unter Aufsicht des Gestapo-Mannes Erwin Buback in einer Mordserie.
Die Jagd nach dem Serienmörder tritt in den Hintergrund, als in Prag der Aufstand des Widerstands beginnt. Die deutschen Besatzer planen die Flucht.
Unter ihnen Buback, der seine Geliebte Marleen Baumann retten will. Wie die beiden zerstörten Seelen zueinander finden und auf den drohenden Untergang blicken, gehört zu den stärksten Momenten der Serie.
Im Gegensatz zu den grössten Verbrechern, die nur ihre Haut retten wollen, beschäftigen sie sich mit der Frage nach Schuld und Sühne. Ihnen ist klar, dass am Ende nur ein Urteil stehen kann. Doch das erschreckt sie nicht. Denn, so sagt Marleen: «Wir sind ja schon tot».
Paradise
Staffel 2, Disney+


«Slow burn» beschreibt eine Handlung, die sich langsam entfaltet, aber tief berührt. Es soll unter der Haut kribbeln. Die zweite Staffel von «Paradise» beinhaltet viel «slow», doch das «burn» vermisst man.
Die zweite Staffel beginnt irritierenderweise nicht im bekannten Bunker, sondern in Graceland, Elvis Presleys legendärem Anwesen in Memphis. Hier hat sich Annie, die als Fremdenführerin im Elvis-Museum arbeitete, verschanzt und die Katastrophe überlebt.
Die ganze erste Episode erzählt nur ihre Geschichte. Erst am Ende taucht ein vertrautes Gesicht auf. Xavier Collins stürzt mit seinem Flugzeug in der Nähe von Graceland ab. Er hat den Bunker verlassen, um seine Frau zu suchen, die ebenfalls überlebt haben soll.
Von hier an spinnt «Paradise» eine Menge weiterer Fäden, die die Vorgeschichte der Katastrophe erklären. Sie fügt aber auch Plots hinzu, die die Geschichte in ganz andere Bahnen lenken.
Wie alles zusammenhängt, wird erst am Ende verständlich. Bis dahin fühlt man sich beim Zuschauen etwas genervt, wie sehr sich die Serie anstrengt, Verwirrung zu stiften. Oder langweilt sich bei Rückblenden, die unbedeutende Details erzählen.
Was sich im Finale als neue Mission für Xavier andeutet, verspricht aber spannend zu werden. Diese Geschichte werden wir sicher zu sehen bekommen, denn die dritte Staffel ist bereits in Produktion. Es könnte die letzte sein und alle Geheimnisse auflösen.
Auf der Watchlist

Shrinking (Staffel 3, Apple TV)

Scrubs (2026) (Staffel 1, Disney+)

Monarch: Legacy of Monsters (Staffel 2, Apple TV)
Serien-Top-Ten
| 1️⃣ | ![]() | The Pitt (Staffel 1&2) Krankenhausdrama, HBO Max |
| 2️⃣ | ![]() | A Knight of the Seven Kingdoms Ritterdrama, HBO Max |
| 3️⃣ | ![]() | Sternstunde der Mörder Historiendrama/Krimi ARD (VPN) |
| 4️⃣ | ![]() | Detective Hole Nordic-Noir-Krimi, Netflix |
| 5️⃣ | ![]() | Kacken an der Havel Komödie, Netflix |
| 6️⃣ | ![]() | Unfamiliar Thriller/Drama, Netflix |
| 7️⃣ | ![]() | The Night Agent (Staffel 3) Actionthriller, Netflix |
| 8️⃣ | ![]() | The Artful Dodger Historienromanze/ Komödie, Disney+ |
| 9️⃣ | ![]() | How to Get to Heaven From Belfast Mysterykomödie, Netflix |
| 🔟 | ![]() | The ʹBurbs Schwarze Komödie, Sky Show |
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